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Die Thurgauer Zeitung ist die grösste Tageszeitung im Kanton Thurgau. Sie erscheint im Verbund des St. Galler Tagblatts und wird seit dem 1. Oktober 2018[2] von CH Media, einem Joint Venture der NZZ-Mediengruppe und der AZ Medien, herausgegeben.[3] Zuvor gehörte sie der NZZ-Mediengruppe.

Thurgauer Zeitung
Logo
Beschreibung Schweizer Tageszeitung
Verlag CH Media
Erstausgabe 22. August 1798
Erscheinungsweise werktäglich
Verkaufte Auflage 28'905 (Vj. 30'114) Exemplare
(WEMF-Auflagebulletin 2018[1])
Verbreitete Auflage 28'905 (Vj. 30'114) Exemplare
(WEMF-Auflagebulletin 2018)
Reichweite 0,078 (Vj. 0,079) Mio. Leser
(WEMF MACH Basic 2018-II)
Chefredaktor Pascal Hollenstein (Leiter Publizistik), Stefan Schmid (Chefredaktor St. Galler Tagblatt), David Angst (Redaktionsleiter Thurgauer Zeitung)
Herausgeberin CH Media
Weblink www.thurgauerzeitung.ch

ProfilBearbeiten

Die Thurgauer Zeitung ist eine klassische Tageszeitung und deckt neben Ereignissen aus der Region auch das überregionale Geschehen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Sport und Unterhaltung ab. Sie hat eine WEMF-beglaubigte Auflage von 28'905 (Vj. 30'114) verkauften/verbreiteten Exemplaren[1] und eine Reichweite von 78'000 (Vj. 79'000) Lesern (WEMF MACH Basic 2018-II).

Jeweils donnerstags erscheint mit A Die Thurgauer Wochenzeitung seit August 2017 die Grossauflage der Thurgauer Zeitung mit einer verbreiteten Auflage von 67'531 Exemplaren.[4] Zusätzlich zur Verteilung an die Abonnenten wird das A auch in die Briefkästen der Nichtabonnenten aus der Region verteilt.[5]

GeschichteBearbeiten

 
Historisches Logo der Thurgauer Zeitung

Die Thurgauer Zeitung blickt auf eine mehr als 200-jährige Geschichte zurück. Am 22. August 1798 als Wochenblatt für den Kanton Thurgau erstmals erschienen, wurde die Zeitung 1806 in Frauenfelder Zeitung umbenannt. Seit 1809 heisst der Titel Thurgauer Zeitung. 1858 kaufte der Buchhändler Jacques Huber den Druckereibetrieb in Frauenfeld samt Zeitung. Die Familie Huber prägte die Thurgauer Zeitung anschliessend über fünf Generationen und gab ihr eine liberal-konservative Ausrichtung.

Mit der Zusammenlegung des Titels mit dem Thurgauer Volksfreund, dem Thurgauer Tagblatt, der Thurgauer Volkszeitung, der Bischofszeller Zeitung und den Bischofszeller Nachrichten entstand 2001 die Neue Thurgauer Zeitung. 2005 übernahm das Zürcher Verlagshaus Tamedia das Aktienkapital der Huber & Co. AG und damit auch die Thurgauer Zeitung. Tamedia verkaufte bis ins Jahr 2010 die beiden Huber-Druckereien, die Buchhandlung und den Buchverlag, stellte etliche Lokalzeitungen ein und verkaufte schliesslich im Jahr 2010 das Gebäude der Huber & Co. an der Promenade in Frauenfeld an eine Investorengruppe rund um den SVP-Nationalrat Peter Spuhler.

Zwischen April 2007 und Dezember 2010 erschien die Thurgauer Zeitung mit einem vom Winterthurer Landboten erstellten Mantel und führte zusätzlich den Untertitel «Die Nordostschweiz». Seit 2011 besteht die Zeitung aus sechs Bünden, wovon die ersten drei im gesamten Tagblatt-Verbund abgedruckt und in St. Gallen hergestellt werden.

Nachdem 2010 Tamedia eine 60-%-Beteiligung an der Zürichsee-Zeitung übernommen hatte, kam es zum Beteiligungstausch zwischen Tamedia und der NZZ-Mediengruppe: Tamedia überliess der NZZ die Thurgauer Zeitung und übernahm im Gegenzug von der NZZ deren Anteile an Zürcher Oberländer, Zürcher Unterländer und Zürichsee-Zeitung. Die NZZ integrierte in der Folge Anfang 2011 die Thurgauer Zeitung in den Verbund des St. Galler Tagblatts.[6]

Ab Anfang März 2003 erschien die Ostschweiz am Sonntag als siebte Ausgabe des St. Galler Tagblatts und damit der Thurgauer Zeitung.[7] Seit November 2017 erscheint sie nur noch digital.[8]

2018 brachte die NZZ-Mediengruppe das St. Galler Tagblatt zusammen mit der Luzerner Zeitung in das mit den AZ Medien gegründete Joint Venture CH Media ein, das beiden Gruppen zu gleichen Teilen gehört. Als Vorbereitung dazu wurden die Holdinggesellschaften der beiden Zeitungen, Tagblatt Medien Holding AG und LZ Medien Holding AG, zur RMH Regionalmedien AG fusioniert.[9] Das Joint Venture umfasst unter anderem die Regionalzeitungen und die Radio- und TV-Stationen beider Unternehmen. Die Betriebsaufnahme erfolgte am 1. Oktober 2018.[10]

ChefredaktorenBearbeiten

Bekannte frühere Chefredaktoren der Thurgauer Zeitung waren Edwin Altwegg (1932–1960), Oskar Reck (1960–1970) und Peter Forster (1981–2000). Von 2001 bis 2007 war Andreas Netzle Chefredaktor, danach Ursula Fraefel. 2010 übernahm Peter Hartmeier (ehemals Chefredaktor des Tages-Anzeigers) für zwei Monate das Amt. Seit Anfang 2011 wird die Redaktion von David Angst geleitet.[11] Publizistischer Leiter der NZZ-Regionalmedien und damit zuständig für die überregionalen Teile ist Pascal Hollenstein.[12]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b WEMF-Auflagebulletin 2018, S. 25 (PDF; 796 kB).
  2. Neues Medienunternehmen ist gestartet. In: persoenlich.com. 1. Oktober 2018.
  3. Unsere Marken. CH Media.
  4. WEMF-Auflagebulletin 2018, S. 3 (PDF; 796 kB).
  5. Thurgauer Zeitung. NZZ Media Solutions.
  6. NZZ übernimmt Thurgauer Zeitung. Zürcher Landzeitungen gehen im Gegenzug an Tamedia. In: Neue Zürcher Zeitung. 15. April 2010.
  7. «Ostschweiz am Sonntag». Achte Sonntagszeitung in der deutschen Schweiz lanciert. In: persoenlich.com. 3. März 2003.
  8. Printausgabe der «Ostschweiz am Sonntag» wird eingestellt. In: persoenlich.com. 19. September 2017.
  9. Rainer Rickenbach: Aktionäre stimmen Fusion zu. In: Luzerner Zeitung. 14. Mai 2018.
  10. Neues Medienunternehmen ist gestartet. In: persoenlich.com. 1. Oktober 2018.
  11. David Angst wird neuer Chefredaktor der «Thurgauer Zeitung». In: Klein Report. 1. Juli 2010.
  12. Pascal Hollenstein wird Leiter Publizistik der Regionalmedien. In: Neue Zürcher Zeitung. 17. Februar 2016 (Pressemitteilung der NZZ-Mediengruppe).