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Thorbjörn Fälldin

schwedischer Ministerpräsident
Thorbjörn Fälldin (vor 1966) Thorbjörn Fälldin autograph.png

Nils Olof Thorbjörn Fälldin [ˌnils ˈuːlɔf ˈtuːrbjøːɳ ˈfɛlˌdin] (* 24. April 1926 in Högsjö; † 23. Juli 2016 in Ramvik[1]) war ein schwedischer Politiker, der 1976 bis 1978 und erneut von 1979 bis 1982 das Amt des Ministerpräsidenten bekleidete.

Seit 1958 Mitglied des Reichstags und seit 1971 Parteivorsitzender der agrarischen Zentrumspartei (Centerpartiet), wurde der norrländische Landwirt Fälldin nach der Reichstagswahl 1976 als erster nicht-sozialdemokratischer Politiker seit 40 Jahren Ministerpräsident. Er leitete eine Koalition aus Zentrumspartei, der liberalen Volkspartei und den konservativen Moderaten. Wegen Uneinigkeit in der Frage der Nutzung der Kernenergie – Fälldin selbst war ein profilierter Gegner der Atomkraft – zerbrach die Koalition jedoch 1978 und wurde durch die liberale Minderheitsregierung Ola Ullstens abgelöst.

Bei der Wahl 1979 gewannen die bürgerlichen Parteien noch einmal die Mehrheit, und obwohl nun die Moderaten und nicht mehr die Zentrumspartei die größte bürgerliche Fraktion stellten, wurde Fälldin erneut zum Ministerpräsidenten einer bürgerlichen Dreierkoalition gekürt. Die zweite Regierung Fälldin zerfiel ähnlich wie die erste nach zwei Jahren, diesmal nach Auseinandersetzungen um die Steuerpolitik. Fälldin bildete eine Minderheitsregierung aus Zentrumspartei und Liberalen, die bis zur Wahl 1982 von den Moderaten parlamentarisch toleriert wurde.

Nach weiteren Verlusten bei der Reichstagswahl 1985 trat Fälldin vom Amt des Parteivorsitzenden zurück.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Thorbjörn Fälldin har avlidit. Sveriges Radio, 24. Juli 2016, abgerufen am 25. Juli 2016 (schwedisch).