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Tatort: Falsches Alibi

Episode der Fernsehserie Tatort

Falsches Alibi ist ein Fernsehfilm aus der Kriminalreihe Tatort der ARD, des ORF und SRF. Der Film wurde vom MDR unter der Regie von Bernd Böhlich produziert und am 18. Juni 1995 erstmals ausgestrahlt. Es handelt sich um die Tatort-Folge 312. Für den Kriminalhauptkommissar Bruno Ehrlicher und seinen Kollegen Kain ist es der 8. Fall, in dem sie von Dresden aus ermitteln.

Folge der Reihe Tatort
OriginaltitelFalsches Alibi
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
MDR
Länge86 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
EinordnungFolge 312 (Liste)
Erstausstrahlung18. Juni 1995 auf Das Erste
Stab
RegieBernd Böhlich
DrehbuchPeter Probst
ProduktionWolfgang Hantke
MusikAndy Goldner
KameraGero Steffen
SchnittKarola Mittelstädt
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

In Freiberg wird die Leiche von Steffen Kemper auf einem Parkplatz gefunden. Kemper war ein polizeilich bekannter Autoknacker und wurde brutal erschossen. Ehrlicher und Kain ermitteln dieses Mal mit ihrer Assistentin Anka. Unerwartet gerät Ehrlichers Sohn Tommi unter Verdacht, da ihm der Wagen gehört, der in der Mordnacht von Zeugen gesehen wurde. Aus Angst, weiter in den Fall hineingezogen zu werden, gibt ihm seine Freundin Anett ein falsches Alibi.

Ehrlicher vermutet aufgrund der Brutalität einen Kleinkrieg unter den Autoknackern und schickt Kain zu Familie Kemper in der Hoffnung, dort etwas über Freunde und Feinde des Opfers herauszufinden. Er kann die „Waschanlage“ ausfindig machen, wo Kemper die gestohlenen Wagen umgespritzt hatte. Dabei kommt er zwei Verdächtigen gefährlich nahe, die panisch vor ihm fliehen. Dabei verlieren sie ihre Waffe, die Kain in die KTU gibt und die sich als die Tatwaffe herausstellt.

Zufällig geht Ehrlicher und Kain der mutmaßliche Schutzgelderpresser Tetziak ins Netz. Beim Verhör stellt sich heraus, dass auch Kemper seit einiger Zeit im Schutzgeldgewerbe tätig war. Da offensichtlich Tommis Lokal in Kempers „Revier“ fällt, spricht Ehrlicher noch einmal mit seinem Sohn. Dieser gibt zu sich den Abend mit Kemper getroffen zu haben, um das Auto von ihm zu kaufen, aber mit dem Mord hätte er nichts zu tun. So will der Kommissar selber noch einmal mit Kempers Mutter sprechen, da sie die Leute kennen müsste, mit denen ihr Sohn zu tun hatte. Aber aus Angst um ihren zweiten Sohn schweigt sie. Als dieser am nächsten Tag verschwindet, ist sich Ehrlicher sicher, dass er den Mord beobachtet haben muss und sich deshalb versteckt hält. Er kann ihn finden und versteckt ihn bei seiner Frau Lore.

Tommie Ehrlicher gesteht seinem Vater, dass er sich mit seiner neuen Kneipe überschuldet und auf dubiose Geschäfte eingelassen hatte. Allerdings hat ihm Kemper das eingesparte Geld meist wieder als Schutzgeld abgenommen hat. Da Tetziak Tommie entlasten könnte, will Ehrlicher mit ihm sprechen, doch als sie ihn dessen Wohnung ankommen, ist dieser tot. Jemand hat ihm eine Überdosis Heroin gespritzt. Tommie muss nun doch in Untersuchungshaft, da zu viele Indizien gegen ihn sprechen. So geht sein Vater in die Offensive. Für ihn steht fest, dass jemand seinen Sohn ausschalten will, um an die Kneipe zu gelangen, die sich aus gastronomischer Sicht an einem sehr günstigen Standort befindet. Ihm ist klar, dass nur der bekannte Dresdner Großunternehmer Jenninger dahinter stecken kann. Er stellt ihm eine Falle und äußert nur ihm gegenüber, dass sich Chris Kemper bei seiner Frau versteckt hält. Der Plan geht auf, und er schickt seine beiden Helfer zum Haus der Ehrlichers. Dort werden sie bereits von der Polizei erwartet und festgenommen. Bereitwillig sagen sie über ihren Chef Jenninger aus, der daraufhin verhaftet wird.

HintergrundBearbeiten

Falsches Alibi wurde von der Regina Ziegler Filmproduktion produziert. Wie schon im Tatort Jetzt und Alles ist Ben Becker mit einem Lied zu hören. Mit Wolfgang Völz, Christian Brückner und Michael Chevalier treten in diesem Film drei bekannte Synchronsprecher vor der Kamera auf.

RezeptionBearbeiten

EinschaltquotenBearbeiten

Bei seiner Erstausstrahlung am 18. Juni 1995 wurde die Folge Falsches Alibi in Deutschland von 6,78 Millionen Zuschauer gesehen, was einem Marktanteil von 22,03 Prozent entsprach.[2]

KritikBearbeiten

Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm vergaben für diesen Tatort nur eine mittlere Wertung und finden, dass „der schulmeisterliche, verschmockte Ehrlicher nervt.“ Sie meinen, das ganze ist lediglich ein „flauer Ausflug auf die Psychocouch.“[3]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Freigabebescheinigung für Tatort: Falsches Alibi. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Einschaltquote bei tatort-fundus.de, abgerufen am 22. Dezember 2015.
  3. TV-Krimi aus Sachsens Provinz: Peter Sodann bangt um seinen Sohn. Kurzkritik bei tvspielfilm.de, abgerufen am 22. Dezember 2015.