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Szydłów (deutsch Schiedlow, 1936–1945 Goldmoor) ist ein Ort in der Stadt-und-Land-Gemeinde Tułowice (Tillowitz) im Powiat Opolski der polnischen Woiwodschaft Oppeln.

Szydłów
Schiedlow
Szydłów Schiedlow führt kein Wappen
Szydłów Schiedlow (Polen)
Szydłów Schiedlow
Szydłów
Schiedlow
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Opole
Powiat: Opole
Gmina: Tułowice
Geographische Lage: 50° 36′ N, 17° 43′ OKoordinaten: 50° 36′ 16″ N, 17° 43′ 25″ O
Einwohner:
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OPO
Wirtschaft und Verkehr
Schienenweg: Opole–Nysa
Nächster int. Flughafen: Breslau



Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Die Ortschaft Szydłów liegt sieben Kilometer östlich vom Gemeindesitz, der Stadt Tułowice, und etwa siebzehn Kilometer südwestlich der Woiwodschaftshauptstadt Oppeln. Szydłów liegt an der Bahnstrecke Opole–Nysa mit dem Bahnhof Szydłów. Weiterhin beginnt am Bahnhof die heute stillgelegte Bahnstrecke Szydłów–Lipowa Śląska.

Das Dorf liegt innerhalb weitläufiger Waldgebiete, die zum Forst Tułowice gehören.

NachbarorteBearbeiten

Westlich des Dorfes liegt Skarbiszowice (dt. Seifersdorf) sowie nordwestlich Grodziec (Groditz).

GeschichteBearbeiten

 
Bahnhof Szydłów
 
Ehemaliges Fabrikgebäudes der Thalers Dachsteinfabrik

1379 wurde das Dorf erstmals als Schidlaw erwähnt. 1534 erfolgte eine weitere Erwähnung als Schidli. 1831 wurde im Dorf eine katholische Schule eingerichtet. 1845 bestand das Dorf aus 65 Häusern, und einer katholischen Schule und einem Vorwerk. Im gleichen Jahr lebten in Schiedlow 400 Menschen, davon 12 evangelisch.[1] 1887 richteten die Preußischen Staatseisenbahnen eine Eisenbahnverbindung von Oppeln über Schiedlow nach Neisse mit Abzweig in Schiedlow nach Deutsch-Leippe ein.

1933 lebten in Schiedlow 893 Einwohner. Zum 10. Juni 1936 wurde das Dorf in Goldmoor umbenannt. 1939 lebten wiederum 921 Menschen im Dorf.[2] Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Falkenberg O.S.

1945 kam der bisher deutsche Ort Goldmoor an Polen und wurde in Szydłów umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Opole und 1999 kam der Ort zum Powiat Opolski.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kirche St. Josef – 1913 im barocken Stil erbaut[3]
  • Werksgebäude der ehemaligen Thalers Ofen-, Thon-, Chamotten-, Ziegel- und Dachsteinwerke nordwestlich des Ortskerns
  • Empfangsgebäude des Bahnhofes aus Backstein – 1887 erbaut[4]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Tułowice – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 588.
  2. Verwaltungsgeschichte – Kreis Falkenberg O.S. (Memento vom 3. September 2017 im Internet Archive)
  3. St. Josefskirche (poln.)
  4. Bahnhof Szydłów (poln.)