Szombierki (deutsch: Schomberg) ist ein Stadtteil und Stadtbezirk von Bytom (Beuthen) in Oberschlesien. Bis 1951 war er eigenständige Gemeinde, im selben Jahr erfolgte die Eingemeindung in die Stadt Bytom.

Szombierki
Schomberg
Szombierki Schomberg führt kein Wappen
Szombierki Schomberg (Polen)
Szombierki Schomberg
Szombierki
Schomberg
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Stadtteil von: Bytom
Geographische Lage: 50° 20′ N, 18° 54′ OKoordinaten: 50° 20′ 11″ N, 18° 53′ 44″ O
Einwohner:
Postleitzahl: 41-907
Kfz-Kennzeichen: SY
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Katowice



Schloss Schomberg, 19. Jahrhundert
Die Reste der Steinkohlegrube Szombierki
Kraftwerk Oberschlesien um 1930

GeschichteBearbeiten

1828 wurde die katholische Schule eröffnet. Seit 1848 ist das Rittergut Schomberg im Besitz der Gräfin Schaffgotsch-Godulla. 1865 bestand Schomberg aus einem Dorf und einem Rittergut und hatte fünf Bauern, acht Halbbauern und 16 Gärtner. Ferner hatte der Ort eine Bierbrauerei und eine Branntweinbrennerei. Vorhanden war die Schomberger Kohlengrube.[1] 1869 wurde das Steinkohlebergwerk Hohenzollerngrube in Betrieb genommen. 1905 hatte der Ort 3837 Einwohner. 1920 ging das Kraftwerk Oberschlesien in Betrieb.

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 702 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 1996 für die Zugehörigkeit zu Polen. Auf Gut Schomberg stimmten 244 Personen für Deutschland und 371 für Polen.[2] Schomberg verblieb nach der neuen Grenzziehung beim Deutschen Reich. 1933 lebten im Ort 8081 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Beuthen.[3]

1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde in Szombierki umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. Das Schomberger Schloss wurde 1945 zerstört. 1948 wurde der Name in Chruszczów geändert (gültig bis in die 1990er Jahre). 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Kattowitz. 1951 erfolgte die Eingemeindung in die Stadt Bytom.

Bauwerke und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die Herz-Jesu-Kirche, neoromanische Kirche aus dem Jahr 1904.
  • Margarethenkirche
  • Mariensäule
  • Kapelle aus dem Jahr 1863 im neogotischen Stil
  • Das ehemalige Rathaus aus dem Jahr 1913.
  • Das Kraftwerk Szombierki (Kraftwerk Oberschlesien) aus dem Jahr 1920.
  • Die Reste des ehemaligen Steinkohlebergwerks Szombierki (Hohenzollerngrube) mit dem Schacht Krystyna (Kaiser-Wilhelm-Schacht) aus dem Jahr 1929.
  • Der Volkspark Lönshütte aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

VereineBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Commons: Szombierki – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865.
  2. Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921: Literatur, Tabelle in digitaler Form (Memento vom 9. März 2016 im Internet Archive)
  3. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Beuthen in Oberschlesien. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).