Sundeved

Halbinsel in Dänemark

Sundeved (deutsch Sundewitt) ist eine Landschaft in Nordschleswig im südlichen Dänemark. Sie liegt auf der Halbinsel zwischen dem Aabenraa Fjord (deutsch Apenrader Förde), dem Als Fjord, dem Als Sund (deutsch Alsensund) und der Flensburger Förde, einschließlich der Halbinsel Broager (deutsch Broacker). Die Abgrenzung nach Westen war immer wieder Verschiebungen unterworfen.

Sundeved
Geographische Lage
Sundeved (Syddanmark)
Sundeved
Koordinaten 54° 57′ 0″ N, 9° 33′ 0″ OKoordinaten: 54° 57′ 0″ N, 9° 33′ 0″ O
Gewässer 1 Aabenraa Fjord, Als Fjord, Als Sund, Flensburger Förde, Nybøl Nor

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Sundewitt von einigen Autoren nur auf das Nybøl Herred bezogen.[1] Eine weitere Ausdehnung nach Westen war und ist jedoch gebräuchlicher, nämlich inklusive der Kirchspiele Varnæs Sogn, Adsbøl und Gråsten.

Die mittelalterlichen Syssel im südlichen Dänemark.

Das Sundewitt ist Teil des ostjütischen Hügellands und weist die typische Moränenlandschaft mit lehmreichen, fruchtbaren Böden auf. An einigen Stellen finden sich Steilküsten. Landschaftlich eindrucksvoll ist Dybbøl Banke (deutsch Düppeler Höhen) im Südosten nahe dem Alsensund. Die Anhöhe ist in erster Linie wegen der Schlacht von Düppel im April 1864 während des Deutsch-dänischen Krieges bekannt.

Im Erdbuch König Waldemars von 1231 hieß die Landschaft aufgrund der dichten Bewaldung Sundwith, das heißt „Sundwald“.[2] Die meisten Ortsnamen der Gegend sind tatsächlich späteren Ursprungs. Zu Sundwith wurden die späteren Kirchspiele (dän.: Sogn) Broager Sogn, Nybøl Sogn (deutsch Nübel), Dybbøl Sogn, Sottrup Sogn (deutsch Satrup im Sundewitt), Gråsten-Adsbøl Sogn (deutsch Gravenstein-Atzbüll), Ullerup Sogn (deutsch Ulderup), Varnæs Sogn (deutsch Warnitz), Rinkenæs Sogn (deutsch Rinkenis), Holbøl Sogn (deutsch Holebüll), Kværs Sogn (deutsch Quars), Felsted Sogn (deutsch Feldstedt) und Teile des Kliplev Sogn (deutsch Klipleff) gerechnet.

1968 tauchte der Name der Landschaft auch auf der politischen Landkarte auf, als sich die Sognekommunen Nybøl Sogn, Satrup Sogn und Ullerup Sogn zur Sundeved Kommune zusammenschlossen. Seit der Kommunalgebietsreform 2007 liegt der größte Teil der Landschaft in Sønderborg Kommune, Varnæs jedoch in Aabenraa Kommune.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Salmonsens konversationsleksikon, 2. Ausgabe, Bd. 22, S. 588, Kopenhagen 1927. Onlineversion.
  2. Salmonsens konversationsleksikon, ebd.