Suchodół (Krosno)

Suchodół ist ein Stadtteil von Krosno im Powiat Krośnieński der Woiwodschaft Karpatenvorland in Polen.

Suchodół
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Suchodół (Polen)
Suchodół
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Karpatenvorland
Powiat: Krosno
Gmina: Krosno
Geographische Lage: 49° 40′ N, 21° 46′ OKoordinaten: 49° 40′ 13″ N, 21° 45′ 43″ O
Einwohner:
Postleitzahl: 38-400
Telefonvorwahl: (+48) 13
Kfz-Kennzeichen: RK



Bach Badoń in Suchodół

GeschichteBearbeiten

Nach Adam Fastnacht bestand das Dorf als eine ethnisch polnische Siedlung schon vor dem Jahr 1340, in der Zeit des Fürstentums Halytsch-Wolodymyr, und nach der Einnahme des westlichen Rands Rotrutheniens wurde auf dem Grund des Dorfes die Stadt Krosno gegründet.[1] Der Ort wurde jedoch im Jahr 1430 als Suchodol erstmals urkundlich erwähnt[1] und 1493 folgte die Erwähnung als Suchodoli.[2] Der Name ist topographischer Herkunft (suchy – trocken, dół – Loch, Graben, Schlucht). 1462 wurde es in einem Angriff der Ungarn verwüstet.[2]

Im 15. Jahrhundert wurde das Gebiet teilweise von Walddeutschen besiedelt und der NS-Historiker Kurt Lück bezeichnete Suchodół als ein deutsches Dorf, aber die Forscher Adam Fastnacht, sowie Wojciech Blajer sahen einzelne deutsche Nachnamen im 15. und im frühen 16. Jahrhundert als unzureichendes Indiz zur endgültigen Beurteilung. Von den 32 im Jahr 1523 erwähnten Namen örtlicher Bauern hatten 5 Nachnamen deutscher Herkunft,[3] der Rest war überhaupt polnisch.[1][2] 1532 gehörte es mit den Dörfern Krościenko Niżne, Białobrzegi und Głowienka zur Stadt Krosno.

Das Dorf gehörte zunächst zum Königreich Polen (ab 1569 Adelsrepublik Polen-Litauen), Woiwodschaft Ruthenien, Sanoker Land. Bei der Ersten Teilung Polens kam Suchodół 1772 zum neuen Königreich Galizien und Lodomerien des habsburgischen Kaiserreichs (ab 1804). Ab dem Jahr 1855 gehörte Suchodół zum Bezirk Krosno.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch der Habsburgermonarchie kam Suchodół 1918 zu Polen. Unterbrochen wurde dies nur durch die Besetzung Polens durch die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Suchodół wurde 1954 als Stadtteil Krosnos eingemeindet.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Władysław Makarski, Stosunki etniczno-językowe regionu krośnieńsko sanockiego przed połową wieku XIV w świetle danych onomastycznych [Ethnic and Linguistic Relation in the Krosno and Sanok Region Before the Mid-14th Century in the Light of Onomastic Data] [in:] Późne średniowiecze w Karpatach polskich. red. Prof. Jan Gancarski. Krosno, 2007, S. 46, ISBN 978-83-60545-57-7
  2. a b c Tomasz Jurek (Redakteur): SUCHODÓŁ (pl) In: Słownik Historyczno-Geograficzny Ziem Polskich w Średniowieczu. Edycja elektroniczna. PAN. 2010–2016. Abgerufen am 22. April 2019.
  3. Wojciech Blajer: Bemerkungen zum Stand der Forschungen über die Enklaven der mittelalterlichen deutschen Besiedlung zwischen Wisłoka und San. In: Późne średniowiecze w Karpatach polskich. red. Jan Gancarski. Krosno 2007, ISBN 978-83-60545-57-7, S. 83.