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Stephan Lorenz

deutscher Rechtswissenschaftler

LebenBearbeiten

Lorenz studierte 1982/83 Germanistik und Romanistik an der Universität München. Von 1984 bis 1988 studierte er an den Universitäten München und Lausanne Rechtswissenschaften. 1989 schloss er das Studium mit der Ersten Juristischen Staatsprüfung ab, wonach er als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl von Andreas Heldrich arbeitete. 1990 wurde er promoviert, 1992 absolvierte er die Zweite Juristische Staatsprüfung und wurde wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl von Andreas Heldrich. 1996/97 wurde er in München für die Fächer Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung habilitiert.

Ab dem Wintersemester 1997/98 war er Professor für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Augsburg. Nachdem er 1999 einen Ruf an die Universität Lausanne (Nachfolge Fritz Sturm) abgelehnt hatte, wurde er zum Wintersemester 2002/03 an die Universität München berufen, wo er bis heute einen Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung innehat. 2011 lehnte er einen Ruf an die Universität Regensburg ab. 2015 lehnte er den Ruf auf das Amt des Präsidenten der Bucerius Law School ab.

2008 und 2013 wählte ihn der Bayerische Landtag zum nebenamtlichen Richter am Bayerischen Verfassungsgerichtshof. Hierfür war Lorenz 2008 von den Freien Wählern vorgeschlagen worden, obwohl er nicht Mitglied der Partei sei; er gab an, dass nach Ansicht der Freien Wähler das Landesverfassungsgericht weniger politisch werden solle.[1]

Darüber hinaus ist Lorenz Mitherausgeber der Juristischen Schulung (JuS), in der er regelmäßig Beiträge in der Reihe „Grundwissen“ veröffentlicht.[2]

2013 erhielt er den Ars legendi-Preis für exzellente Hochschullehre. Der „Preis für gute Lehre“ des Bayerischen Staatsministers für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst wurde ihm 2015 verliehen. 2018 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.[3]

PrivatesBearbeiten

Lorenz ist Vater von vier Kindern und lebt in Krailling.[1][4] Er ist der Sohn des Rechtswissenschaftlers Werner Lorenz, der wie Stephan Lorenz einen Lehrstuhl an der Ludwig-Maximilians-Universität München innehatte und ebenfalls zu internationalem Privatrecht und Rechtsvergleichung forschte.[4] Wie nun Stephan Lorenz[2] kommentierte auch Werner Lorenz das Bereicherungsrecht (§§ 812-822 BGB) im Staudinger-Großkommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch.[5]

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b eah (Kürzel): Zum Richter gewählt – Stephan Lorenz von Freien Wählern vorgeschlagen. In: Süddeutsche Zeitung, Landkreis Starnberg. Band 2008. München 9. Dezember 2008, S. R3.
  2. a b Prof. Dr. Stephan Lorenz. Abgerufen am 24. April 2018.
  3. Prof. Dr. Stephan Lorenz erhält Bundesverdienstkreuz – Wuermtal.Net – Veranstaltungen, Berichte und Nachrichten fürs Würmtal. Abgerufen am 24. April 2018 (deutsch).
  4. a b Traueranzeige, Werner Lorenz, Süddeutsche Zeitung, Gedenkkerzen, Kond… In: archive.fo. 18. August 2014 (archive.today [abgerufen am 24. April 2018]).
  5. Thomas Rauscher Heinz-Peter Mansel: Widmung, in: dies. (Hg.): Festschrift für Werner Lorenz zum 80. Geburtstag, München 2001, ISBN 978-3-935808-02-6