Sommergrüner Laubwald

Als sommergrünen Laubwald bezeichnet man die Klimaxvegetation in humiden, kühl-gemäßigten, ozeanisch beeinflussten Klimaten. Diese ist in den gemäßigten Zone von Europa, Ostasien und in der Osthälfte von Nordamerika zu finden.

Sommergrüner Laubwald im Frühling, Deutschland

Der sommergrüne Laubwald Europas wird aus Buchen, Eichen, Ahornen, Ulmen, Linden, Eschen, Erlen und anderen Laubbaumgattungen gebildet. Typische Sträucher sind die Gemeine Hasel, Weißdornarten und in höheren Lagen die Eberesche. Die Bodenflora besteht unter anderem aus Efeu, Haselwurz, Nelkenwurzen und diversen Geophyten. Klimakennzeichen ist eine ungefähr vier- bis fünfmonatige Vegetationsperiode, die sich mit einer kalten Winterperiode abwechselt.

Durch die abgeworfenen Blätter entsteht eine Laubstreuschicht, unter der die mit Humusstoffen angereicherte fruchtbare Verwitterungsschicht des Bodens liegt. Charakteristische Bodentypen sind Braunerden.[1]

Bedingungen für die Ausbildung eines sommergrünen Laubwaldes sind:

  • eine warm-feucht Phase (über 10 Grad Celsius)
  • eine längere Frostperiode (unter −10 Grad Celsius)
  • mindestens 500 mm Niederschlag pro Jahr

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. sommergrüner Laubwald. Abgerufen am 10. Dezember 2020.