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Sibylle Penkert

deutsche Literaturwissenschaftlerin

Sibylle Penkert (* 8. Oktober 1935 in Hindenburg, Oberschlesien) ist eine deutsche Literaturwissenschaftlerin.

WerdegangBearbeiten

Nach dem Abitur in Helmstedt 1955 absolvierte sie eine Ausbildung als Übersetzerin und Dolmetscherin in München und Germersheim, die u. a. zum Cambridge Certificate führte. Seit 1957 studierte sie Germanistik und Geschichte an der Universität Göttingen. Sie promovierte 1967 als Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung über den Kunsthistoriker und anarchistischen Schriftsteller Carl Einstein.[1]

1967 bis 1976 arbeitete sie als Assistentin von Peter Michelsen an der Universität Heidelberg und wurde dann für ein Jahr als Associate Professor an die Ohio State University berufen. Nach Tätigkeiten an der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel und am Hermann-Hesse-Archiv in Bern ging sie an die Universität Witten-Herdecke als Forschungsassistentin des Rektors (1982–1986). Danach arbeitete sie im Archiv der Gesamthochschule Siegen. 1993 bis 1994 lehrte sie an der Staatlichen Russischen Humanistischen Universität in Moskau als Professorin für Barockdichtung und 1994 bis 1997 als Gastdozentin im gleichen Bereich an der Nikolaus-Kopernikus-Universität Toruń (Polen). 1997 bis 1998 wechselte sie als Dozentin zur Universität/Gesamthochschule Essen, war 1998 bis 1999 an der New York University als Professorin und schließlich für die Jahre 2000 bis 2009 als Johann-Gottfried-Herder-Professorin an der Staatlichen Burjatischen Universität in Ulan-Ude. Daneben nahm sie eine Gastprofessur an der Universität Tomsk (Russland) wahr. 2001 wurde ihr vom Landesparlament Nordrhein-Westfalen die Titularprofessur für Osteuropa/Zentralasien verliehen. Sie veröffentlichte Aufsätze zum 17. und 20. Jahrhundert.[2]

NachweiseBearbeiten

  1. Sibylle Penkert: Carl Einstein. Beiträge zu einer Monographie (= Palaestra 255). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1969: MDZ München.
  2. Lebenslauf im Verlagsarchiv des Ludwigsfelder Verlagshauses