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Klassifikation nach ICD-10
M75.3 Tendinosis calcarea im Schulterbereich
M76.- Enthesopathien der unteren Extremität mit Ausnahme des Fußes
ICD-10 online (WHO-Version 2016)
Röntgenbild einer Kalkschulter

Der Tendinosis calcarea (auch kalzifizierende Tendinitis oder Sehnenverkalkung) liegen kalkartige Ablagerungen in Sehnen und Sehnenansätzen zugrunde. Sie kommen besonders an der Rotatorenmanschette des Schultergelenkes vor, hier auch als Kalkschulter bezeichnet. Hier ist am häufigsten die Supraspinatussehne betroffen. Weitere häufigere Lokalisationen sind z. B. Patellasehne und Achillessehne, es kann aber prinzipiell auch jede andere Sehne betroffen sein.

Verschiedene Prozesse lösen einen Umbau bzw. eine Ruptur an der Stelle der kalkartigen Ablagerungen aus, in deren Folge entzündliche Vorgänge ablaufen, welche die Symptome wie Schmerzen, Schwellung, Rötung und Bewegungseinschränkung hervorrufen.

Die Diagnose wird durch Röntgenaufnahmen oder eine Sonographie des betroffenen Gelenks respektive der betroffenen Sehnen gestellt.

Die Behandlung erfolgt durch Gabe entzündungshemmender Medikamente wie Diclofenac oder Injektionen mit Steroiden und Lokalanästhetika. Weiterhin sind Erfolge mit extrakorporaler Stoßwellentherapie (ESWT) beschrieben. Der IGeL-Monitor des MDS (Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen) bewertet die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) bei der Kalkschulter nach einer systematischen Literaturrecherche als „unklar“. Es gebe Hinweise auf einen erheblichen Nutzen, aber auch Belege für geringe Schäden. Studien zeigten, dass die Stoßwellentherapie nach vergeblicher konventioneller Therapie die Schmerzen lindere und die Beweglichkeit des Arms verbessere. Nebenwirkungen seien Schmerzen während der Behandlung, Rötungen und Blutergüsse.[1] Bei Erfolglosigkeit der konservativen Methoden kann die – offen chirurgische oder arthroskopische – operative Entfernung zum Erfolg führen.

WeblinksBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. IGeL-Monitor, Bewertung der Stoßwellentherapie bei der Kalkschulter, abgerufen am 11. Oktober 2018.
  Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!