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Sebastian Dette

deutscher Jurist und ehemaliger Richter am Bundesverwaltungsgericht, Präsident des Rechnungshofs Thüringens
Sebastian Dette 2016

Hans Walter Sebastian Dette (* 26. April 1958 in Daun) ist ein deutscher Jurist, ehemaliger Richter am Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) und seit 2010 Präsident des Thüringer Rechnungshofs.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Nach dem Abitur 1977 am Werner-Heisenberg-Gymnasium Neuwied[1] war Dette 1977 bis 1979 Soldat auf Zeit beim Jagdbombergeschwader 31 in Nörvenich im Stab. Seitdem absolviert er regelmäßig Wehrübungen und wurde inzwischen zum Oberstleutnant der Reserve befördert.[2] Dette studierte nach seiner Bundeswehrzeit bis 1983 Rechtswissenschaften an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Bis 1986 folgte das Referendariat unter anderem an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer und in der Verwaltung des Landtags von Rheinland-Pfalz. Noch als Referendar wurde Dette im Jahr 1985 an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz mit einer Dissertation über den Rechtsgrundsatz Venire contra factum proprium promoviert.[3]

Bereits seit 1979 war Dette am Lehrstuhl Arndt Teichmanns in Mainz wissenschaftlich tätig und blieb dort bis 1986. Im Dezember 1986 trat er in den Dienst bei der Bezirksregierung Trier ein und war dort bis Dezember 1987 Referent für Polizei, Kommunalaufsicht und Katastrophenschutz. Bis Dezember 1988 war Sebastian Dette Vorsitzender des Kreisrechtsausschusses der Kreisverwaltung Trier-Saarburg und ab Anfang 1989 bis November 1989 Leiter des Parlaments- und Kabinettsreferats im Ministerium für Umwelt und Gesundheit des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Anschließend war er bis November 1990 Leiter des Landesprüfungsamtes der Mediziner und Leiter des Medizinberufereferats im rheinland-pfälzischen Ministerium für Umwelt und Gesundheit. Von November 1990 bis November 2003 leitete er die Abteilung Parlamentsdienst und Wissenschaftlicher Dienst und war stellvertretender Direktor beim Thüringer Landtag.

Im November 2003 wurde Sebastian Dette Richter am Bundesverwaltungsgericht. Er gehörte zunächst dem 3. Revisionssenat an, der sich mit Land- und Forstwirtschaftsrecht, Lebensmittelrecht, das Jagd- und Fischereirecht, dem Vermögenszuordnungsrecht und dem Verkehrsrecht befasst. Im Oktober 2009 wechselte er in den 2. Wehrdienstsenat, der zuständig ist für Verfahren nach der Wehrdisziplinarordnung. Am 29. Januar 2010 wurde er mit 73 von 85 abgegebenen Stimmen durch den Thüringer Landtag zum Präsidenten des Rechnungshofes gewählt und schied mit seiner Ernennung aus dem Dienst beim Bundesverwaltungsgericht aus. Der Posten des Präsidenten des Rechnungshofes war seit Mai 2008, als Dettes Vorgänger Manfred Scherer Innenminister in Thüringen wurde, unbesetzt.[4]

Dette ist Mitherausgeber der verwaltungsrechtlichen Fachzeitschrift Thüringer Verwaltungsblätter und Verfasser zahlreicher Fachveröffentlichungen.

VeröffentlichungBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. WHG Alumni, Homepage des Werner-Heisenberg-Gymnasiums, Neuwied, abgerufen am 10. April 2018.
  2. Dirk Reinhardt: Mittler zwischen zwei Welten: Politiker bei der Bundeswehr. In: mdr.de. Mitteldeutscher Rundfunk, 6. Mai 2018, abgerufen am 24. Mai 2018.
  3. Hans Walter Dette: Venire contra factum proprium nulli conceditur. Zur Konkretisierung eines Rechtssprichworts. Duncker & Humblot, Berlin 1985.
  4. Dette ist neuer Rechnungshofpräsident, MDR-Thüringen vom 29. Januar 2010@1@2Vorlage:Toter Link/www.mdr.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.