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Sebastian Abesser (Theologe)

deutscher evangelischer Theologe

Sebastian Abesser (* 21. Juni 1581 in Rohr; † 26. August 1638 in Suhl) war ein deutscher evangelischer Theologe. Von 1620 bis 1638 war er Superintendent in Suhl.

LebenBearbeiten

Er stammte aus der Grafschaft Henneberg, war der Sohn des Waldmeisters und Schultheißen Anton Abesser aus Rohr und besuchte die Schule in Meiningen und das Gymnasium in Schleusingen. Danach studierte er Theologie an der Universität Leipzig, wo er den Magistergrad erwarb. 1610 wurde er Diakon in Schleusingen und noch im gleichen Jahr Archidiakon. Dieses Amt übte er zehn Jahre aus, bis er 1620 zum Superintendenten in der benachbarten Amtsstadt Suhl befördert wurde. Als solcher führte er die Gemeinde der Hauptkirche St. Marien in Suhl über die schlimmen Kriegsjahre und erlebte Plünderungen und Brandschatzungen der Stadt und der umliegenden Orte.

Abesser war mit Margaretha, der Tochter des Superintendenten Joachim Zehner aus Schleusingen verheiratet und hatte mit ihr vier Söhne und drei Töchter. Die älteste Tochter Katharina (1612–1657) heiratete den Pädagogen Andreas Reyher. Aus dieser Ehe ging der spätere Professor Samuel Reyher in Kiel hervor.

Sein ältester Sohn Sigismundus Abesser (1615–1676) wurde Superintendent in Königsberg in Bayern. Seine Grabplatte hat sich bis heute erhalten. Samuel Abesser (1617–1656) wurde fürstlich-sächsischer Kanzleiverwalter in Gotha und Sebastian Abesser (1625–1686) war über dreißig Jahre Pfarrer in Benshausen.

Anlässlich der Beerdigung von Sebastian Abesser in der Marienkirche in Suhl erschien 1638 eine Leichenpredigt in Druck.

 
Grabplatte von Katharina Abesser auf dem Hauptfriedhof Gotha

LiteraturBearbeiten

  • Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen, Band 1, Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2003, S. 55 (Biografie).

WeblinksBearbeiten