Schwanenkirche (Roes)

Kirchengebäude in Roes
Schwanenkirche

Als Schwanenkirche wird die in der Vordereifel bei Roes gelegene Wallfahrtskirche St. Maria bezeichnet.

Die um 1473 als Halle mit drei Schiffen errichtete Kirche wurde 1944 bei einem Luftangriff völlig zerstört. Bauherren waren die Brüder Friedrich zu Pirmont und Erenberg. Der Neubau von 1950/52 stammt von Karl Peter Böhr aus Mayen (u. a. Dombaumeister der Hohen Domkirche zu Trier). Die moderne Architektur des Innenraums wird von großen Spitzbögen geprägt, die auf die Gotik zurückverweisen.

Der 1544 bezeugte Name der Kirche wird von der Sage so erklärt: Der Erbauer der Kirche sei in die Gefangenschaft der Heiden geraten, habe sich an die Muttergottes gewandt und geträumt, er werde von einem Schwan in die Heimat getragen. Bei Erwachen fand er sich tatsächlich an der Stelle der Schwanenkirche, die er daraufhin zur Ehre der Muttergottes erbauen ließ.[1]

Die wunderbare Entrückung durch die Luft begegnet auch sonst in Heimkehrer-Erzählungen der Folklore.

LiteraturBearbeiten

  • A. Reichensperger: Die Schwanenkirche bei Forst auf dem Maifelde, in: Bonner Jahrbücher 19, 1853 (nicht eingesehen)
  • Josef Ruland: Die Sage von der Rückkehr aus dem Heiligen Lande als Geschlechtersage in der Eifel, in: Bonner Jahrbücher 155/56 (1955/56), S. 215–227

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Nikolaus Hocker: Die Stammsagen der Hohenzollern und Welfen: Ein Beitrag zur deutschen Mythologie und Heldensage, 1857

WeblinksBearbeiten

Commons: Schwanenkirche (Roes) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 50° 14′ 10,3″ N, 7° 15′ 9,8″ O