Schlußdorf

Siedlung in Deutschland

Schlußdorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Worpswede im niedersächsischen Landkreis Osterholz.

Schlußdorf
Gemeinde Worpswede
Koordinaten: 53° 14′ 25″ N, 8° 58′ 49″ O
Höhe: 5 m
Einwohner: 240 (31. Dez. 2010)[1]
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 27726
Vorwahl: 04792
Schlußdorf (Niedersachsen)
Schlußdorf

Lage von Schlußdorf in Niedersachsen

Geografie und VerkehrsanbindungBearbeiten

Schlußdorf liegt nordöstlich des Kernortes Worpswede an der Kreisstraße K 31.

Westlich des Ortes verläuft die Landesstraße L 165 und fließt die Hamme, ein Quellfluss der Lesum.

NaturschutzgebieteBearbeiten

Westlich des Ortes und westlich der Hamme liegen fünf Naturschutzgebiete:

Missionsfest und Künstlerkolonie WorpswedeBearbeiten

Der 1878 gegründete Missionsverein Schlußdorf, der 2019 zum 141. Mal sein Missionsfest beging,[2] bot mit seinem Missionsfest 1884 Fritz Mackensen, der im benachbarten Worpswede weilte, das Motiv für sein Monumentalgemälde (knapp 3 × 5 m) Gottesdienst im Freien (zu sehen im Landesmuseum Hannover), das Schlußdorfer im Gebet vertieft zeigt, im Hintergrund ihre damals einfachen Häuser. Das in der Münchner Jahresausstellung von Künstlern aller Nationen im Glaspalast zu München 1895 gezeigte Gemälde wurde mit der Goldmedaille 1. Klasse prämiert und begründete die Bekanntheit der Künstlerkolonie Worpswede.[3]

Museum TorfschiffswerftBearbeiten

 
Halbfertiger Entenjäger (Bootstyp) in der Werfthalle, 1992

Seit 1977 besteht in der ehemaligen Grotheerschen Werft (1850 bis 1954 in Betrieb) für Torfkähne das Museum Torfschiffswerft.[4][5] Der Heimatverein Schlußdorf betreibt die Museumswerft und seine Mitglieder und Freiwillige richteten das Museum in viel Eigenarbeit ein und unterhalten es.[6]

Die ehemalige Torfschiffswerft ist in Norddeutschland die einzige als Museum erhaltene ihrer Art.[7] Das Museum zählt zu den Touristenattraktionen Worpswedes,[8] unter denen es ein Kleinod darstellt.[9] In Museum und Außenanlage feiern Schlußdorfer und auswärtige Besucher seit 1986 alljährlich im Juli das Dorffest Steinofenfest.[8]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. worpswede.de – Wissenswertes (Memento des Originals vom 23. Juli 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.worpswede.de, abgerufen am 23. Juli 2015
  2. Eb., „Lebendige Mission im Teufelsmoor 141. - Missionsfest auf dem Hof Kommerau“, in: Osterholzer Anzeiger, 9. August 2019, abgerufen am 10. August 2020.
  3. Vgl. „Station: {3} Fritz Mackensen «Gottesdienst im Freien»“ (Abbildung einer Studie Mackensens zum Monumentalgemälde mit Audiokommentar), auf: Audioguide: Museumsrundgang Museum am Modersohn-Haus Worpswede, abgerufen am 10. August 2020.
  4. Hermann Giere, Torfschiffswerft Schlußdorf (Museum) in der Gemeinde Worpswede, gegr. 1850, restauriert 1977 durch den Heimatverein Schlußdorf e.V., Osterholz-Scharmbeck: Saade, 1987, S. 8.
  5. Vgl. den Eintrag zum Museum Torfschiffswerft (en) im englischsprachigen Schwesterprojekt.
  6. Hermann Giere, Torfschiffswerft Schlußdorf (Museum) in der Gemeinde Worpswede, gegr. 1850, restauriert 1977 durch den Heimatverein Schlußdorf e.V., Osterholz-Scharmbeck: Saade, 1987, S. 7.
  7. Barbara Pannewick, „Worpswede, Heimat der Kunst“, in: Bremen: Entdeckerhandbuch für Stadt und Umland, Sabine Gorsemann (Hrsg.), (=Peter Meyer Reiseführer), Frankfurt am Main: Peter Meyer, 22005, pp. 171-177, hier S. 176. ISBN 3-89859-126-3.
  8. a b Michael Schön, „Café im Torfschiffswerft-Museum: Kaffee und Kuchen sollen Besucher locken“, in: Wümme-Zeitung, 11. März 2015, abgerufen am 18. November 2019.
  9. Johann Schriefer, „Torfschiffmuseum ist die Attraktion: In Schlußdorf wurden einst mehr als 600 Kähne gebaut / Werft 1977 restauriert“, in: OHZlive, April 2014, S. 4.