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Schönberg (Kreis Sibiu)

Dorf in Siebenbürgen (Rumänien)
Dealu Frumos
Schönberg
Lesses
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Schönberg (Kreis Sibiu) (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Sibiu
Gemeinde: Merghindeal
Koordinaten: 45° 59′ N, 24° 42′ OKoordinaten: 45° 58′ 59″ N, 24° 41′ 39″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 475 m
Einwohner: 547 (2002)
Postleitzahl: 557141
Telefonvorwahl: (+40) 02 69
Kfz-Kennzeichen: SB
Struktur und Verwaltung
Gemeindeart: Dorf

Schönberg[1] (rumänisch Dealu Frumos, seltener auch Dealul Frumos, früher Șulumberg, ungarisch Lesses) ist ein Dorf in Siebenbürgen (Rumänien). Es gehört administrativ zur Gemeinde Merghindeal (Mergeln).

Blick auf Schönberg
Die Kirchenburg von Schönberg

LageBearbeiten

Das Dorf Schönberg liegt knapp sechzig Kilometer nordöstlich der Kreishauptstadt Sibiu (Hermannstadt), nahe Agnita (Agnetheln), im Nordosten des Kreises Sibiu. Nahe der Ortseinfahrt aus Richtung Agnita befindet sich der geografische Mittelpunkt Rumäniens (in den Grenzen seit 1945).

GeschichteBearbeiten

GründungBearbeiten

Schönberg wurde bereits Mitte des 12. Jahrhunderts von Siebenbürger Sachsen gegründet. Um etwa 1300 wurde der Ort als Pulchromonte erstmals urkundlich erwähnt.

Neuere GeschichteBearbeiten

Ende des 19. Jahrhunderts war die Hälfte der Bevölkerung Siebenbürger Sachsen. Erst in den 1930er Jahren – knapp zwanzig Jahre nach dem Anschluss an Großrumänien – wurde eine staatliche rumänische Schule in Schönberg eröffnet.

Schon während der Zeit des Sozialismus, besonders aber nach der politischen Wende von 1989 in Rumänien wanderte der Großteil der deutschsprachigen Bevölkerung nach Deutschland aus.

GegenwartBearbeiten

In jüngerer Zeit nutzen die Studenten der Bukarester Universität für Architektur und Stadtplanung Ion Mincu die Schönberger Kirchenburg für Bildungszwecke (Spezialgebiet: Restaurierung mittelalterlicher Architektur).

KulturBearbeiten

Im Jahr 2006 nutzten die Veranstalter des Internationalen Hermannstädter Theaterfestivals („FITS“) die Kirchenburg von Schönberg erstmals als Kulisse: Am 1. Juli traten Künstler aus Frankreich und Rumänien in dem Dorf auf.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kirchenburg (Mitte 13. Jahrhundert, Neu- bzw. Umbau Anfang 16. Jahrhundert)
  • Mittelpunkt Rumäniens (Monument)

PersönlichkeitenBearbeiten

  • G. A. Schullerus (1838–1900), Schriftsteller
  • Victor Păcală (1874–1955), Historiker

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Amtlicher deutschsprachiger Name laut rumänischem Regierungsbeschluß 1415 vom 6. Dezember 2002 (Amtsblatt)