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Savannah Marshall
Medaillenspiegel
Savannah Marshall.jpg

Boxen Boxen

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Weltmeisterschaften
0Silber0 2010 Bridgetown Weltergewicht
0Bronze0 2016 Astana Mittelgewicht
Commonwealth Games
0Gold0 2014 Glasgow Mittelgewicht
World Combat Games
0Gold0 2013 St. Petersburg Mittelgewicht
Europameisterschaften
0Bronze0 2011 Rotterdam Mittelgewicht
EU-Meisterschaften
0Gold0 2009 Pazardzhik Weltergewicht
0Silber0 2010 Keszthely Weltergewicht
0Gold0 2013 Keszthely Mittelgewicht

Savannah Marshall (* 19. Mai 1991 in Hartlepool, Durham, England) ist eine englische Boxerin. Sie wurde 2012 Weltmeisterin im Mittelgewicht.

WerdegangBearbeiten

Savannah Marshall wuchs in Hartlepool auf und besuchte dort das English Martyrs and Sixth Form College und erwarb später das BTEC National Diploma in Sport am Hartlepool PE College. In ihrem 12. Lebensjahr begann sie mit dem Boxen, nachdem sie vorher die üblichen Schulsportarten betrieben hatte. Sie wurde dabei von ihrem Vater unterstützt und trat dem Hartlepool Headland BC bei. Am Anfang ihrer Laufbahn musste sie meist mit Jungs trainieren, da es keine Mädchen gab, die boxten. Als Vorbild diente ihr in diesen Anfangsjahren die ebenfalls aus Hartlepool stammende Amanda Coulson, eine mehrfache Medaillengewinnerin im Boxen bei internationalen Meisterschaften. Seit sie der englischen Nationalmannschaft der Amateurboxerinnen angehört, trainiert sie meist am English Institut of Sport in Sheffield. Ihr Trainer ist dort Tim Coulter.

Am Ende ihrer Juniorenzeit 2008 hatte sie, mangels Gegnerinnen, gerade mal 10 Kämpfe bestritten, die sie alle gewonnen hat. 2009 wurde sie mit einem Abbruchsieg i.d. 1. Runde über Sian Hemming englische Meisterin im Weltergewicht. Sie wurde daraufhin vom englischen Box-Verband bei der Meisterschaft der Europäischen Union in Pazardzhik/Bulgarien eingesetzt und gewann dort mit Punktsiegen über Katarzyna Furmaniak, Polen (5:2), Ralitza Christowa, Bulgarien (4:0) und Tamara Garcia, Spanien (15:2) auf Anhieb den Titel. Der siegreiche Kampf gegen Tamara Garcia war dabei erst ihr 15. Kampf in ihrer Karriere. Bei der Europameisterschaft 2009 in Nikolajew/Ukraine wurde sie nicht eingesetzt, da man sie als sehr junge Boxerin sorgsam aufbauen wollte.

2010 gewann sie in Ankara den Pokal des Premierministers im Weltergewicht und besiegte dabei mit Tatjana Iwaschenko (5:2), Elena Kolzowa, Kasachstan (2:0), Simge Genc, Türkei (4:0) und Katarzyna Furmaniak (2:1) vier sehr gute Gegnerinnen. Beim Minoan-Womens-Cup in Heraklion/Griechenland siegte sie über Andrea Strohmaier aus Deutschland nach Punkten (7:1), musste aber im Halbfinale gegen Swetlana Kossowa aus Russland eine knappe Punktniederlage (4:6) hinnehmen und belegte den 3. Platz. Bei der Meisterschaft der Europäischen Union des Jahres 2010 in Keszthely/Ungarn siegte sie im Weltergewicht über Walentina Penewa, Bulgarien (4:2) u. Marichelle de Jong, Niederlande (4:2), verlor aber im Halbfinale gegen die Lokalmatadorin Bianka Nagy aus Ungarn (4:6) und kam deshalb auf den 2. Platz.

Zum Höhepunkt ihrer Laufbahn wurde dann die Weltmeisterschaft 2010 in Bridgetown/Barbados. Sie gewann dort im Weltergewicht über Justyna Sroczynska, Polen (17:2), die amtierende Europameisterin Lotte Lien, Norwegen (6:2) u. Marichelle de Jong (14:4) jeweils nach Punkten. Im Finale traf sie auf die um ein Jahr jüngere US-Amerikanerin Andrecia Wasson, der sie in einem ausgeglichenen Kampf knapp mit 4:5 Punkten unterlag und damit Vize-Weltmeisterin wurde. Im Jahr darauf startete sie bei den EU-Meisterschaften erstmals im Mittelgewicht (bis 75 kg), schied aber bereits im ersten Kampf gegen Mária Kovács, Ungarn (14:9), aus. Bei den Europameisterschaften 2011 erreichte Marshall dann nach Siegen u. a. über Lidia Fidura, Polen (13:6), das Halbfinale, welches sie gegen Nouchka Fontijn, Niederlande (15:7), verlor und damit eine Bronzemedaille gewann. 2012 folgte dann Marshalls bis dahin größter Erfolg: nach Siegen u. a. über Claressa Shields, Vereinigte Staaten (14:8), Lotte Lien, Norwegen (13:2), Nadeschda Torlopowa, Russland (18:10), und Elena Vystropova, Aserbaidschan (17:15), wurde sie in Qinhuangdao Weltmeisterin im Mittelgewicht. Um so enttäuschender war es für sie, dass sie dann bei den Olympischen Spielen in London bereits im ersten Kampf gegen Marina Wolnowa, Kasachstan (16:12), ausschied.

2013 gewann Marshall mit Siegen u. a. über Fidura und Fontijn (je 3:0) die EU-Meisterschaften und mit einem Finalsieg über Li Qian, China (3:0), die World Combat Games. 2014 folgte dann er Sieg bei den Commonwealth Games, wobei sie im Finalem Ariane Fortin, Kanad, mit 2:1 Punktrichterstimmen schlug, bevor Marshall bei den Weltmeisterschaften bereits im ersten Kampf gegen Yaroslava Yakushina, Russland (3:0), ausschied. Bei den erstmals stattfindenden Europaspielen 2015 verlor Marshall ebenfalls bereits im ersten Kampf gegen die spätere Goldmedaillengewinnerin Fonijn (3:0). Auch das Olympiajahr 2016 begann für Marshall enttäuschend: beim europäischen Olympiaqualifikationsturnier schied sie bereits im ersten Kampf gegen Erika Guerrier, Frankreich (2:0), aus und verpasste damit die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Diese konnte Marshall dann aber bei den Weltmeisterschaften 2016 erreichen, als sie nach Siegen u. a. über Vystropova (3:0) und Li Qian (3:0) das Halbfinale erreichte, in dem sie Fontijn mit 3:0 Punktrichterstimmen unterlang und damit eine Bronzemedaille gewann.

Internationale ErfolgeBearbeiten

Jahr Platz Wettbewerb Gewichtskl. Ergebnis
2009 1. EU-Meisterschaft in Pazardzhik/Bulgarien Welter nach Punktsiegen über Katarzyna Furmaniak, Polen (5:2), Ralitza Christowa, Bulgarien (4:0) u. Tamara Garcia, Spanien (15:2)
2010 1. Pokal des Premierministers in Ankara Welter nach Punktsiegen über Tatjana Iwaschenko, Ukraine (5:2), Elena Kolzowa, Kasachstan (2:0), Simge Genc, Türkei (4:0) und Katarzyna Furmaniak (2:1)
2010 3. Minoan-Womens-Cup in Heraklion/Griechenland Welter nach Punktsieg über Andrea Strohmaier, Deutschland (7:1) und Punktniederlage gegen Swetlana Kossowa, Russland (4:6)
2010 2. EU-Meisterschaft in Keszthely/Ungarn Welter nach Punktsiegen über Walentina Penewa, Bulgarien (4:2) u. Marichelle de Jong, Niederlande (4:2) u. einer Punktniederlage gegen Bianka Nagy, Ungarn (4:6)
2010 2. WM in Bridgeport/Barbados Welter nach Punktsiegen über Justyna Sroczynska, Polen (17:2), Lotte Lien, Norwegen (6:2) und Marichelle de Jong (14:4) und einer Niederlage gegen Andrecia Wasson, USA (4:5)
2012 1. WM in Qinhuangdao/China Mittel nach Punktsiegen über Claressa Shields, USA (14:8), Lotte Lien, Norwegen (13:2), Li Jinzi, China (20:8), Nadeschda Wiktorowna Torlopowa, Russland (18:10) und Elena Wystropowa, Aserbaidschan (17:15)
2012 5. OS in London Mittel nach einem Freilos im Viertelfinale Punktniederlage gegen Marina Wolnowa, Kasachstan (12:16)
2013 1. 7. Meisterschaft der Europäischen Union in Keszthely/Ungarn Mittel nach Punktsiegen über Lidia Fidura, Polen (3:0 RS), Love Holgersson, Schweden (3:0 RS) und Nouchka Fontijn, Niederlande (3:0)
2013 1. 2. Sport Accord World-Combat-Games in St. Petersburg Mittel nach Punktsiegen über Danielle Bastieri, Brasilien (3:0), Jaroslawa Jakuschina, Russland (3:0) und Li Qian, China (3:0)
2014 1. Commonwealth-Games in Glasgow Mittel nach Punktsiegen über Pooja Rani, Indien (3:0), Pearl Morake, Botswana (3:0), Edith Ogoke, Nigeria (3:0) und Ariane Fortin, Kanada (2:1)
2014 9. 8. AIBA WM in Jeju/Südkorea Mittel nach einer Punktniederlage gegen Jaroslawa Jakuschina (0:3)
2015 9. 1. Europäische Spiele in Baku Mittel nach einer Punktniederlage gegen Nouchka Fontijn (0:3)
2015 2. 32. Feliks-Stamm-Memorial in Warschau Mittel nach Punktsiegen über Lidija Fidura (2:1 RS), Valentina Chalzowa, Kasachstan (2:1 RS) und Anna Laurell, Schweden (2:1 RS) und einer Punktniederlage gegen Nouchka Fontijn (0:3 RS)
2016 17. 67. Strandja-Memorial in Sofia Mittel nach einer Punktniederlage gegen Nouchka Fontijn
2016 9. Europäisches Olympia-Qualif.-Turnier in Samsun/Türkei Mittel nach einer Punktniederlage gegen Erika Guerrier, Frankreich (0:2 RS)
2016 3. 9. AIBA WM in Astana Mittel nach Punktsiegen über Elena Wystropowa, Kasachstan (3:0), Pooja Rani (3:0) und Li Qian (3:0) und einer Punktniederlage gegen Nouchka Fontijn
2016 5. OS in Rio de Janeiro Mittel nach einem Punktsieg über Anna Laurell, Schweden (3:0) und einer Punktniederlage gegen Nouchka Fontijn (0:2)

Englische MeisterschaftenBearbeiten

Jahr Platz Gewichtskl. Ergebnis
2009 1. Welter nach Abbruchsieg i.d 1. Runde im Finale über Sian Hemming

ErläuterungenBearbeiten

  • WM = Weltmeisterschaft, EU = Europäische Union
  • Weltergewicht, bis 69 kg, Mittelgewicht, bis 75 kg Körpergewicht
  • RS = Richterstimmen

WeblinksBearbeiten

QuellenBearbeiten

  • Fachzeitschrift Box Sport
  • Website "www.amateur-boxing.strefa.pl"
  • Website des englischen Amateur-Box-Verbandes