Hauptmenü öffnen

Satanas – Das Schloß der blutigen Bestie

Film von Roger Corman (1964)

Satanas – Das Schloß der blutigen Bestie (Originaltitel The Masque of the Red Death) ist ein US-amerikanisch-britischer Horrorfilm aus dem Jahre 1964. Der Film ist die sechste von insgesamt sieben Edgar-Allan-Poe-Adaptionen des Regisseurs Roger Corman und basiert auf Poes Kurzgeschichten Die Maske des Roten Todes und Hopp-Frosch. Eine DVD-Veröffentlichung der Produktion ist ebenfalls unter dem Titel Die Maske des roten Todes angekündigt.

Filmdaten
Deutscher TitelSatanas – Das Schloß der blutigen Bestie
OriginaltitelThe Masque of the Red Death
Satanas - Das Schloss der blutigen Bestie.png
ProduktionslandGroßbritannien, USA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1964
Länge86 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
Stab
RegieRoger Corman
DrehbuchCharles Beaumont,
R. Wright Campbell
nach Edgar Allan Poe
ProduktionRoger Corman
MusikDavid Lee
KameraNicolas Roeg
SchnittAnn Chegwidden
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Italien im 12. Jahrhundert. Der grausame Prinz Prospero besucht ein Dorf seines Herrschaftsgebiets. Dort bemerken einige seiner Männer den Ausbruch einer tödlichen Krankheit, des Roten Todes. Prospero nimmt drei Bewohner gefangen, die junge Francesca, ihren Freund Gino sowie ihren Vater, und lässt das Dorf niederbrennen.

Der Prinz zieht sich zusammen mit einer Gruppe Adliger und seinen Gefangenen in sein Schloss zurück, um vor der Seuche sicher zu sein. Dort versucht er Francesca zum Satanismus zu bekehren und lässt ihren Freund Gino in einem tödlichen Duell gegen ihren Vater antreten, das nur Gino überlebt.

Prospero gibt für seine Gäste einen pompösen Maskenball. Während des Balles verschafft sich ein komplett in Rot gewandeter Fremder Zutritt zum Schloss. Prospero hält diesen für seinen Herrn Satan, bis der Unbekannte sich ihm als Roter Tod zu erkennen gibt. Plötzlich sind alle Festgäste von der tödlichen Krankheit befallen, und auch der Prinz selbst stirbt im Angesicht des Roten Todes, der Prosperos Antlitz trägt. In den Wirren der Ereignisse gelingt Gino und Francesca die Flucht.

Im Epilog trifft der Rote Tod auf seine ebenfalls in farbige Gewänder gehüllte Gefährten, den Schwarzen Tod, den Gelben Tod etc. Sie tauschen sich über ihre grausamen Taten aus, und wieviele Opfer diese gefordert haben. Der Film endet mit einem eingeblendeten Textzitat aus Poes Kurzgeschichte Die Maske des Roten Todes: „Und Finsternis und Verfall und der Rote Tod halten Herrschaft über Alle!“ (Original: „And Darkness and Decay and the Red Death held illimitable dominion over all.“)

HintergrundBearbeiten

Corman drehte Satanas – Das Schloß der blutigen Bestie ab November 1963 innerhalb von fünf Wochen in den Elstree-Studios nahe London, England. Es war der erste Film, den er in England drehte, und zugleich die Poe-Verfilmung unter seiner Regie mit der längsten Drehzeit. Corman arbeitete hier mit dem britischen Kameramann Nicolas Roeg zusammen statt mit Floyd Crosby, der alle vorherigen Poe-Adaptionen Cormans fotografiert hatte.[1]

Die Szene, in der Juliana in einem fast durchsichtigen Kleid auf einem Altar liegt, während sie von Halluzinationen geplagt wird, wurde damals aus der britischen Version des Films entfernt, ebenso weitere Szenen mit Gewaltdarstellungen oder erotischen Andeutungen.[1][2]

Satanas – Das Schloß der blutigen Bestie startete am 24. Juni 1964 in den amerikanischen und am 5. Februar 1971 in den deutschen Kinos.[1][3]

KritikBearbeiten

„Vordergründige Poe-Verfilmung, mittelmäßig inszeniert; in Dekor und Farbfotografie allerdings hervorragend.“

„Von den sieben Poe-Adaptionen des Gruselspezis Roger Corman ist dies die prachtvollste. Fazit: Nostalgischer Grusel von seiner besten Seite.“

Cinema

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten