Salvatore Barbaro

deutscher Finanzwissenschaftler und Politiker (SPD)
Salvatore Barbaro (2016)

Salvatore Barbaro (* 22. Juli 1974 in Fulda) ist ein Finanzwissenschaftler und ehemaliger deutscher Politiker (SPD). Er war seit 2010 Finanzstaatssekretär des Landes Rheinland-Pfalz und von 2016 bis Ende Februar 2019 Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz.

LebenBearbeiten

Nach dem Besuch der Grund- und Hauptschule erlangte Barbaro an der Berufsfachschule die mittlere Reife. Von 1992 bis 1995 besuchte der die gymnasiale Oberstufe der Richard-Müller-Schule in Fulda. 1995 begann er ein Studium der Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftspädagogik und Germanistik an der Georg-August-Universität Göttingen. Dort promovierte er 2004 zum Thema „Equity and Efficiency Considerations of Public Higher Education“. Vor der Promotion wurde Barbaro Honorary Associate an der University of Wisconsin–Madison. 2012 wurde er vom Präsidenten der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz zum Honorarprofessor ernannt.

Von 2004 bis 2006 arbeitete Barbaro am Institut für Volkswirtschaftslehre der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Danach ging er als Grundsatzreferent in das Büro des Ministers für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz, Hendrik Hering. Von 2007 bis 2008 vertrat Barbaro den Lehrstuhl für Finanzwissenschaft an der Universität Mainz, bevor er als stellvertretender Zentralabteilungsleiter und Beauftragter für den Haushalt in das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur ging. Am 20. Juli 2010 stellten der Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz und der Finanzminister des Landes, Kurt Beck und Carsten Kühl, Barbaro als neuen Finanzstaatssekretär vor. Seit dem 17. August 2010 ist er im Amt. Salvatore Barbaro war von 2010 Aufsichtsratsvorsitzender der Lotto Rheinland-Pfalz GmbH, von 2012 bis 2016 Verwaltungsratsvorsitzender der fusionierten Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz AöR. Von 2013 bis 2017 war er Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH, von 2016 bis 2019 war er Aufsichtsratsvorsitzender der Universitätsmedizin Mainz AöR und ebenfalls von 2016 bis 2019 Vorsitzender der Landesstiftung Arp-Museum Bahnhof Rolandseck.

Ende Februar 2019 beendete Barbaro seine politische Karriere um eine Vertretungsprofessur in Wirtschaftswissenschaft an der Universität Mainz zu übernehmen.[1] Schriften

 
Salvatore Barbaro (2013)
  • Word Length Distribution in Italian Letters by Pier Paolo Pasolini. In: Journal of Quantitative Linguistics. Band 7, 2000, S. 115–120.
  • Neuere Entwicklungen in der Bildungsökonomie. In: List-Forum. Band 29, 2003, S. 237–248.
  • The Distributional Impact of Subsidies to Higher Education—Empirical Evidence from Germany. In: Finanzarchiv. Band 59, 2003, S. 458–478.
  • Equity and Efficiency Considerations of Public Higher Education (= Lecture Notes in Economics and Mathematical Systems, Band 557). Springer-Verlag, 2005.
  • mit Jens Südekum: Reforming a complicated income-tax system: The political economics perspective. In: European Journal of Political Economy. Band 22, 2006, S. 458–478.
  • mit Silke Rath: Steuerreformen aus politökonomischer Sicht. In: Statistik und Wissenschaft. Band 7, 2007, S. 221–234.
  • Mitnahmeeffekte durch die öffentliche Hochschulfinanzierung. In: Wirtschaftspolitische Blätter. 1/2007, S. 45–56.
  • Subsidies to Higher Education and Income-Tax Progression. In: Public Finance and Management. Band 7, 2007, S. 363–392.
  • mit Denis Alt: Die Reform der Erbschaftsteuer – eine erste Bewertung. In: Wirtschaftsdienst. 11/2007, S. 728–731. Download (PDF)
  • mit Jens Südekum: Voting on income tax exemptions. In: Public Choice. Band 138, 2009, S. 239–253.

WeblinksBearbeiten

 Commons: Salvatore Barbaro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. SPD-Politiker wechselt in die Wissenschaft Barbaro beendet politische Karriere auf swr.de vom 20. Februar 2019