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Der SC Berlin (offiziell Sportclub Berlin e. V.) ist ein Sportverein aus dem Berliner Ortsteil Alt-Hohenschönhausen im Bezirk Lichtenberg. Er wurde im Jahr 1990 bzw. 1991 gegründet und trat die Nachfolge des aufgelösten SC Dynamo Berlin an. Heute bietet der im Sportforum Hohenschönhausen beheimatete Verein 12 Sportabteilungen für ca. 2500 Mitglieder (Stand: 2015) an.

SC Berlin
Logo von SC Berlin
Name Sportclub Berlin e. V.
Gegründet 1990/1991
Vereinssitz Weißenseer Weg 53
13053 Berlin
Mitglieder ca. 2500
Abteilungen 12
Vorsitzender Karla Mädler
Homepage www.sc-berlin.de

GeschichteBearbeiten

Die Wurzeln des SC Berlin gehen auf den SC Dynamo Berlin zurück. Dieser war im DDR-Sportsystem einer der erfolgreichsten Sportclubs. Getragen wurde er von der SV Dynamo, der Sportvereinigung der inneren Sicherheitsorgane in der DDR (Volkspolizei, Ministerium für Staatssicherheit (MfS), Zollverwaltung).

Mit dem Beginn der Wende in der DDR 1989 und der Auflösung des MfS, fiel auch die hauptsächliche Unterstützung für Dynamo weg. Daher wurde der SC Dynamo Berlin am 21. März 1990 in 1. Polizei-Sportclub (PSC) Berlin umbenannt, der dabei die zwölf Sektionen Boxen, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Fechten, Handball, Judo (ehem. SC Dynamo Hoppegarten), Leichtathletik, Radsport, Rudern, Schwimmsport, Turnen, Volleyball übernahm. Zeitgleich machte sich die ehemalige Sektion Eishockey des SC Dynamo als EHC Dynamo Berlin selbständig. Träger beider Clubs wurde das Ministerium für Innere Angelegenheiten, als Clubvorsitzender des PSC fungierte Harold Dimke.[1]

Im weiteren Verlauf wurde der PSC am 23. April 1990 in 1. SC Berlin umbenannt, aus dem im Dezember 1990 bzw. Januar 1991 der SC Berlin als Rechtsnachfolger hervorging.[2][3][4][5] Auch von den übernommenen Sektionen machten sich in der Folge einige (insbesondere Mannschaftssportarten) selbständig. In den folgenden Jahren lag der Fokus beim SC Berlin hauptsächlich auf Schwimmen, Eiskunst- und Eisschnelllauf.

SportartenBearbeiten

Nachfolgend werden die Werdegänge verschiedener Sparten des Clubs geschildert. Die Liste der aufgeführten Sparten erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

EiskunstlaufBearbeiten

Zu den herausragendsten Eiskunstläufern des Vereins zählen Peggy Schwarz, Mirko Müller, Kati Winkler und René Lohse, die allesamt mehrfache deutsche Meister und Teilnehmer an den Welt-, Europameisterschaften sowie Olympischen Spielen waren.

HandballBearbeiten

Die Männerhandballmannschaft des SC Dynamo wurde während der Oberligasaison 1989/90 umbenannt und konnte am Ende der Spielzeit mit dem Gewinn des ersten Meistertitels seit 1971 einen großen Erfolg feiern. Nach der Saison gründete die Abteilung den HC Preußen Berlin. Aktuell wird im SC Berlin kein Handball betrieben.

RadsportBearbeiten

Die aktuell erfolgreichsten Fahrer des SC Berlin sind Theo Reinhardt, der u. a. bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 2013 eine Bronzemedaille gewann, und Maximilian Beyer.

SchwimmenBearbeiten

Der SC Berlin hat zahlreiche erfolgreiche Schwimmsportler hervorgebracht und eine Vielzahl an deutschen Meisterschaften gewonnen. Zu den bekanntesten Schwimmern gehören Franziska van Almsick, Steffen Zesner, Sylvia Gerasch oder Daniela Hunger, die auch bei Welt- und Europameisterschaften sowie den Olympischen Spielen erfolgreich antraten.

VolleyballBearbeiten

Die überaus erfolgreichen Frauen- und Männer-Volleyballmannschaften des SC Dynamo brachten in ihrer kurzen Zugehörigkeit zum SC Berlin in der Saison 1990/91 dem Verein jeweils zwei „Ostdeutsche“ Meisterschaften und Pokalsiege ein. Nach dieser Saison schlossen sich die Männer mit den ehemals West-Berliner Vereinen SC Charlottenburg und VdS Berlin zum SCC Berlin zusammen, während die Frauen zusammen mit dem TSV Rudow 1888 den CJD Berlin gründeten. Beide Vereine waren in den Folgejahren sehr erfolgreich. Aktuell wird im SC Berlin kein Volleyball betrieben.

WeblinksBearbeiten

  Commons: SC Berlin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Fischer: Erster Polizei-Sportclub. In: Neues Deutschland. 22. März 1990, abgerufen am 14. Februar 2013.
  2. Jürgen Holz: Treuhand-Entscheid und Jobsuche. Vom Berliner Sportforum wird nichts verscherbelt / 20 Millionen Defizit. In: Neues Deutschland. 4. Januar 1991, S. 12, Sp. 3.
  3. Sven Webers: Die 24 Vereine der eingleisigen DDR-Oberliga Männer 1964–1991. In: bundesligainfo.de. Abgerufen am 11. Februar 2013.
  4. Jurij Robel: Ausflug in die Geschichte: Sportclub Berlin. (Nicht mehr online verfügbar.) In: home.arcor.de. Archiviert vom Original am 10. Januar 2010; abgerufen am 11. Februar 2013.
  5. Jürgen Bertko, Gerd Bertko: Vereinsgeschichte. In: eiskunstlauf-scberlin.de. SC Berlin, abgerufen am 11. Februar 2013.