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Südniedersachsenstiftung

deutsche Organisation

Die Südniedersachsenstiftung ist eine national tätige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Göttingen.

Südniedersachsen Stiftung
Logo SuedniedersachsenStiftung
Zweck: Förderung der Entwicklung und des Wachstums der Region Südniedersachsen
Vorsitz: Bernhard Reuter (Stiftungsrat)

Martin Rudolph (Vorstand)

Bestehen: seit 2004
Stifter: 152 (Stand: 31. Juli 2019)
Sitz: Göttingen
Website: www.suedniedersachsenstiftung.de

OrganisationBearbeiten

Die Südniedersachsenstiftung wurde am 16. März 2004 von Vertretern der Wirtschaft, Wirtschaftsverbände und Hochschulen in der Region sowie den vier Landkreisen Eichsfeld, Göttingen, Northeim, Osterode und der Stadt Göttingen gegründet. Am 7. April 2004 wurde die Stiftung von der Stiftungsbehörde des Landes Niedersachsen offiziell anerkannt. Mittlerweile arbeiten auch die Landkreise Goslar und Holzminden in Stiftungsgremien mit.

Geleitet wird die Stiftung von einem vierköpfigen Vorstand unter dem Vorsitz von Martin Rudolph.[1] Der Vorstand wird von einem Stiftungsrat unterstützt, der Kontroll- und Impulsgeberfunktionen übernimmt. Dem Stiftungsrat gehören 25 Mitglieder an. In ihm sind die Spitzen von Kommunen, Hochschulen und Verbänden sowie zahlreiche erfolgreiche Unternehmer vertreten. Vorsitzender des Stiftungsrats ist Bernhard Reuter, Landrat des Landkreises Göttingen.[2]

StiftungszweckBearbeiten

Die Südniedersachsenstiftung versteht sich als eine unabhängige und parteipolitisch nicht gebundene Stiftung, in der sich die drei Säulen der Region – Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen – auf Augenhöhe begegnen. Satzungsgemäßer Zweck der Stiftung ist es, die Entwicklung und das Wachstum der Region Südniedersachsen in ihrer Gesamtheit zu fördern.

Ziel der Südniedersachsenstiftung ist es, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Region nachhaltig zu steigern, die regionalen Potenziale noch besser zu nutzen und das Beschäftigten-, Innovations- und Wissenspotenzial optimal auszuschöpfen. Um dies zu gewährleisten, initiiert die Stiftung gemeinsam mit ihren Partnern Projekte, an deren Umsetzung sich das Team der Stiftung maßgeblich beteiligt. Darüber hinaus entwickelt die Südniedersachsenstiftung als zentrales Moderations- und Steuerungsinstrument neue Strukturprojekte, die die Zukunftsfähigkeit der Region stärken. Zu diesem Zweck richtet sie unter anderem seit 2019 eine jährliche Südniedersachsenkonferenz unter Beteiligung von Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik aus[3].

ProjekteBearbeiten

SüdniedersachsenInnovationsCampusBearbeiten

Der SüdniedersachsenInnovationsCampus (SNIC) wurde im Jahr 2016 von den beteiligten Kooperationspartnern ins Leben gerufen. Sein Ziel ist es, Wissenschaft und Wirtschaft stärker miteinander zu vernetzen, die Gründungs- und Innovationsdynamik in der Region zu erhöhen und dem Fachkräftemangel in Südniedersachsen entgegenzuwirken. Zu diesem Zweck schlägt der SNIC eine Brücke zwischen Hochschulen und Unternehmen und vernetzt sie mit Partnern aus Kommunen und Kammern[4].

Neben der Universität Göttingen, der HAKW Hildesheim/Holzminden/Göttingen, der PFH Private Hochschule Göttingen und der TU Clausthal sind die Landkreise Göttingen, Goslar, Holzminden und Northeim sowie die Stadt Göttingen mit ihren Wirtschaftsförderungen, die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen und die Industrie- und Handelskammer Hannover im SNIC organisiert. Hinzu kommen mehr als 20 Unternehmen aus der Region.[5] Seit der im Juli 2019 begonnenen zweiten Förderperiode gehört auch die Universitätsmedizin Göttingen dem Kreis der Kooperationspartner an.[6] Die SNIC-Geschäftsstelle ist bei der SüdniedersachsenStiftung verortet. Sie koordiniert die Arbeitsfelder und sorgt für die strategische Entwicklung der Kooperation. Einige SNIC-Projekte werden mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung gefördert.

Fachkräftebündnis SüdniedersachsenBearbeiten

Das Fachkräftebündnis Südniedersachsen wurde 2015 im Rahmen der Fachkräfteinitiative Niedersachsen ins Leben gerufen und als eines von landesweit acht Regionalen Fachkräftebündnissen vom Niedersächsischen Wirtschaftsministerium anerkannt. Es initiiert und begleitet Projekte, um den Fachkräftebedarf der regionalen Unternehmen dauerhaft zu decken. Das Bündnis umfasst die Landkreise Northeim und Göttingen sowie die Stadt Göttingen und verfügt mit mehr als 20 übergeordneten regionalen Arbeitsmarktakteuren über eine breitgefächerte Mitgliederstruktur.[7]

Seit dem Start im Jahr 2015 hat die Initiative Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von rund 700.000 Euro in die Region geholt. Zu den Strukturprojekten, die mit diesem Budget anteilig gefördert werden, zählt unter anderem das Welcome Centre für den Göttingen Campus und die Region Südniedersachsen.[8] Das Niedersächsische Wirtschaftsministerium hat die ursprüngliche Förderperiode am 1. September 2018 bis August 2021 verlängert.[9] Durch die Fortsetzung können in diesem Zeitraum weitere Projekte gefördert werden, die in das Handlungskonzept der überarbeiteten Fachkräftestrategie[10] passen.

Zwei Mal im Jahr kommen zudem die regionalen Akteure zur Fachkräftekonferenz Südniedersachsen zusammen, die sich jeweils mit rund 100 Teilnehmern als Plattform für den Austausch von Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik etabliert hat. Sie schafft Transparenz für bestehende Aktivitäten und bietet die Möglichkeit, neue Initiativen zu entwickeln. Wesentliches Ziel der Konferenz ist es, das Thema Fachkräfte gemeinsam anzugehen und projektbezogene Kooperationen zur Fachkräfterekrutierung und -bindung zu initiieren, zu stärken und auszubauen.[11]

TOPAS – Top Arbeitgeber SüdniedersachsenBearbeiten

Damit sich mittelständische Unternehmen aus der Region im Wettbewerb um die besten Köpfe behaupten können, hat die SüdniedersachsenStiftung im Jahr 2012 die Initiative TOPAS – Top-Arbeitgeber Südniedersachsen ins Leben gerufen. Unternehmen haben somit die Möglichkeit, sich als Top-Arbeitgeber auszeichnen zu lassen und Ihre Arbeitgeberattraktivität darzustellen.

Um das TOPAS-Label tragen zu dürfen, müssen die Unternehmen eine Qualifizierung rund um die Themen Mitarbeiterfindung und -bindung durchlaufen. Auf dieser Grundlage werden  individuelle Ziele erarbeitet, um systematisch das unternehmerische Handeln als TOP Arbeitgeber auszubauen. In Audit-Gesprächen vor Ort werden die konkreten Maßnahmen der Unternehmen dargestellt und ausgewertet.[12]

Ergänzt wird dieses Angebot durch weiterführende TOPAS-Seminare und Workshops, die aktuelle Trends aufgreifen und vertiefen.[13] Regelmäßige Netzwerkveranstaltungen bieten die Möglichkeit, sich branchenübergreifend zu vernetzen und von Best-Practice-Beispielen regionaler Unternehmen zu profitieren.[14] Derzeit umfasst das TOPAS-Netzwerk 36 Unternehmen aus der Region Südniedersachsen.[15]

Welcome CentreBearbeiten

Das Welcome Centre für den Göttingen Campus und die Region Südniedersachsen ist ein gemeinsamer Service der SüdniedersachsenStiftung, der Kommunen und der Universität Göttingen. Das Welcome Centre hilft internationalen Wissenschaftlern sowie Fach- und Führungskräften aus dem In- und Ausland bei allen praktischen Fragen rund um Ankunft und Aufenthalt in Südniedersachsen. Die Angebote reichen von der Begleitung bei Behördengängen über Hilfestellungen bei der Wahl der passenden Kinderbetreuung bzw. Schule bis hin zur Vernetzung der Neubürger untereinander.

Neben der Zentrale in Göttingen verfügt das Welcome Centre über Regionalbüros in den Landkreisen Göttingen und Northeim.[16]

Während der zweijährigen Laufzeit als Entwicklungs- und Forschungsprojekt wurde das Welcome Centre aus Mitteln der Universität Göttingen und Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds unter Beteiligung der SüdniedersachsenStiftung, der Landkreise Göttingen und Northeim sowie der Stadt Göttingen finanziert.[17] Zum 1. Juni 2019 ist das Welcome Centre in den Regelbetrieb übergegangen.[18]

Regionalstrategie SüdniedersachsenBearbeiten

Die Niedersächsische Landesregierung hat 2015 das Südniedersachsenprogramm zur Unterstützung der strukturschwachen Region Südniedersachsen initiiert.[19] Nach fünf Jahren Laufzeit soll der Prozess der Regionalentwicklung weitergeführt werden. In Kooperation mit dem Landesamt für regionale Landesentwicklung Braunschweig und dem Steuerungsausschuss Südniedersachsen wird die SüdniedersachsenStiftung eine neue Regionalstrategie erarbeiten. Das daraus hervorgehende „Südniedersachsenprogramm 2.0“ soll das bisher aufgebaute Zusammenspiel zwischen den Gebietskörperschaften, den Wissenschaftseinrichtungen und vor allem der Wirtschaft in Südniedersachsen weiterentwickeln und stärken.[20]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vorstand. SüdniedersachsenStiftung, abgerufen am 5. August 2019.
  2. Stiftungsrat. SüdniedersachsenStiftung, abgerufen am 5. August 2019.
  3. Auf dem Weg zum „Südniedersachsenprogramm 2.0“. Abgerufen am 5. August 2019.
  4. SüdniedersachsenInnovationscampus (SNIC). Südniedersachsenprogramm, abgerufen am 5. August 2019.
  5. SNIC – Partner. Abgerufen am 5. August 2019.
  6. Land fördert InnovationsCampus weiter. Abgerufen am 5. August 2019.
  7. Redaktion > Fachkräftebündnis Südniedersachsen erhält Anerkennungsbescheid. StadtRadio Göttingen, abgerufen am 5. August 2019.
  8. Förderung der Fachkräfte. faktor-magazin.de, abgerufen am 5. August 2019.
  9. Land unterstützt Regionale Fachkräftebündnisse. Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, abgerufen am 5. August 2019.
  10. Regionale Fachkräftestrategie. Fachkräftebündnis, abgerufen am 5. August 2019.
  11. Projekte. Fachkräftebündnis, abgerufen am 5. August 2019.
  12. Stefanie Fengler: TOPAS: SüdniedersachsenStiftung und IHK zeichnen Unternehmen aus. In: nw-ihk.de. 13. März 2019, abgerufen am 5. August 2019.
  13. TOPAS-Seminare. SüdniedersachsenStiftung, abgerufen am 5. August 2019.
  14. 4. Runde für TOPAS. faktor-magazin.de, abgerufen am 5. August 2019.
  15. TOPAS-Unternehmen. SüdniedersachsenStiftung, abgerufen am 5. August 2019.
  16. Qualifizierte Zuwanderung: Südniedersachsen will Berufsstart erleichtern. 29. Mai 2019, abgerufen am 5. August 2019.
  17. Welcome Centre geht in die Nachhaltigkeitsphase. Abgerufen am 5. August 2019.
  18. Welcome Centre nimmt ab Juni Regelbetrieb auf. Abgerufen am 5. August 2019.
  19. Von Zuhause in die Zukunft schauen hrsg=Südniedersachsenprogramm. Abgerufen am 5. August 2019.
  20. Südniedersachsenprogramm 2.0. Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, abgerufen am 5. August 2019.