Rosengarten (Landkreis Schwäbisch Hall)

Gemeinde in Deutschland, Baden-Württemberg

Rosengarten ist eine Gemeinde im Landkreis Schwäbisch Hall im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs. Die Gemeinde wurde am 1. Januar 1972 durch die Vereinigung der zuvor selbständigen Gemeinden Rieden, Uttenhofen und Westheim gebildet.[2]

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rosengarten
Rosengarten (Landkreis Schwäbisch Hall)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rosengarten hervorgehoben

Koordinaten: 49° 4′ N, 9° 44′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Schwäbisch Hall
Höhe: 370 m ü. NHN
Fläche: 31,01 km2
Einwohner: 5174 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 167 Einwohner je km2
Postleitzahl: 74538
Vorwahl: 0791
Kfz-Kennzeichen: SHA, BK, CR
Gemeindeschlüssel: 08 1 27 100
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 39
74538 Rosengarten am Kocher
Website: www.rosengarten.de
Bürgermeister: Julian Tausch
Lage der Gemeinde Rosengarten im Landkreis Schwäbisch Hall
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Über dieses Bild

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Rosengarten hat Anteil an den Naturräumen Schwäbisch-Fränkische Waldberge und Hohenloher-Haller Ebene.[3] Die Gemeinde liegt am Kocher, am Kocherzufluss Bibers und der ebenen Fläche dazwischen.

NachbargemeindenBearbeiten

Die Gemeinde grenzt im Norden und Westen an die Kreisstadt Schwäbisch Hall, im Osten an Michelbach an der Bilz, im Süden an die Stadt Gaildorf und an Oberrot.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Rosengarten besteht aus den früher selbständigen Gemeinden Westheim, Uttenhofen sowie Rieden. Die Verwaltung hat ihren Sitz in Uttenhofen.

BauwerkeBearbeiten

Signifikante Bauwerke in der Gemeinde sind die historische Marienkirche in Rieden, die evangelische Kirche St. Martin im Ortsteil Westheim, welche aufgrund ihrer exponierten Lage insbesondere vom Süden her dominant ist, der Wasserturm im Ortsteil Uttenhofen, das Schloss im Ortsteil Tullau und die Sigismundkapelle im Ortsteil Uttenhofen. Zudem die Kirchhofkapelle im Ortsteil Westheim und die Wolfgangskirche im Ortsteil Tullau.

FlächenaufteilungBearbeiten

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[5]

GeschichteBearbeiten

Bis zum Untergang des Heiligen Römischen Reichs gehörten Rieden, Uttenhofen und Westheim zum Amt Rosengarten der Reichsstadt Schwäbisch Hall und fielen 1802 an Württemberg. Nach der Gründung des Königreichs Württemberg wurden diese Orte dem Oberamt Hall zugeordnet. Bei der Kreisreform während der NS-Zeit in Württemberg gelangten die Gemeinden 1938 zum neu umrissenen Landkreis Schwäbisch Hall. 1945 geriet das Gebiet in die Amerikanische Besatzungszone und gehörte somit zum neu gegründeten Land Württemberg-Baden, das 1952 im jetzigen Bundesland Baden-Württemberg aufging.

Am 1. Januar 1972 wurden Westheim, Uttenhofen und Rieden aufgrund der Gebietsreform in Baden-Württemberg zur neuen Gemeinde Rosengarten zusammengeschlossen.[6] Der Name der neuen Gemeinde erinnert an das alte Amt Rosengarten der früheren Reichsstadt Schwäbisch Hall.

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

  • Ernst Weidner (1924–2012), 1972–1988
  • Jürgen König (* 1961), 1988–2019
  • Julian Tausch (* 1985), seit 2019[7]

Bürgermeister Julian Tausch (parteilos), wurde im Mai 2019 mit 54,3 % der Stimmen gewählt.[8]

Bürgermeister der früheren GemeindenBearbeiten

Bürgermeister von Rieden
Name Lebensdaten Amtszeit Anmerkungen
Glock, Friedrich 1880–1934 1924–1934
Bauer, Erwin 1909–2006 1934–1945
Eckstein, Heinrich 1888–1961 1945–1948
Canz, Willi 1920–1995 1948–1952
Frenz, Hermann 1918–1987 1952–1971
Bürgermeister von Uttenhofen
Name Lebensdaten Amtszeit Anmerkungen
Bräuninger, Michael 1857–1909 1891–1909
Kübler, Eugen 1879–1969 1909–1937
Kurz, Heinrich 1894–1959 1938–1945 Erster Beigeordneter
Dierolf, Friedrich 1910–1955 1946–1947
Dierolf, Karl 1919–1993 1947–1949
Frenz, Hermann 1918–1987 1949–1971
Bürgermeister von Westheim
Name Lebensdaten Amtszeit Anmerkungen
Eisenmenger, Friedrich 1846–1915 1874–1915
Henßler, Fritz 1888–1938 ? Daten fehlen
Kilb, Anton 1886–1953 1922–1937
Bauer, Erwin 1909–2006 1937–1945
Scheu, Karl 1903–1980 1946–1954
Weidner, Ernst 1924–2012 1954–1971

Alle Daten nach der Gemeindewebsite von Rosengarten.[7]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Teile der ansässigen Unternehmen und Gewerbetreibenden haben sich im Handels- und Gewerbeverein Rosengarten e. V. (HGV) zusammengeschlossen. Dieser Verein richtet im mehrjährlichen Rhythmus Leistungsschauen aus.

BildungBearbeiten

Im Ortsteil Westheim befindet sich eine Grundschule. Weiterführende Schulen werden von den Kindern der Gemeinde in Schwäbisch Hall, Michelbach an der Bilz oder Gaildorf besucht.

LiteraturBearbeiten

  • Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg, als Einzelblatt Nr. 6923 Sulzbach an der Murr und Nr. 6924 Gaildorf
  • Rieden. In: Rudolf Moser (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Hall (= Die Württembergischen Oberamtsbeschreibungen 1824–1886. Band 23). Cotta’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart / Tübingen 1847, S. 236–239 (Volltext [Wikisource]).
  • Sanzenbach. In: Rudolf Moser (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Hall (= Die Württembergischen Oberamtsbeschreibungen 1824–1886. Band 23). Cotta’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart / Tübingen 1847, S. 239–241 (Volltext [Wikisource]).
  • Uttenhofen. In: Rudolf Moser (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Hall (= Die Württembergischen Oberamtsbeschreibungen 1824–1886. Band 23). Cotta’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart / Tübingen 1847, S. 293–298 (Volltext [Wikisource]).
  • Westheim. In: Rudolf Moser (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Hall (= Die Württembergischen Oberamtsbeschreibungen 1824–1886. Band 23). Cotta’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart / Tübingen 1847, S. 314–317 (Volltext [Wikisource]).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2020 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 456.
  3. Naturräume Baden-Württembergs. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, Stuttgart 2009.
  4. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 555–558.
  5. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Rosengarten.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 456.
  7. a b Bürgermeister & Schultheißen. Bürgermeisteramt Rosengarten, abgerufen am 25. August 2019.
  8. Südwest Presse Online-Dienste GmbH: Bürgermeisterwahl in Rosengarten: Julian Tausch ist der neue Bürgermeister von Rosengarten. 27. Mai 2019, abgerufen am 25. August 2019.

WeblinksBearbeiten

Commons: Rosengarten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien