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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Vellberg
Vellberg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Vellberg hervorgehoben
Koordinaten: 49° 5′ N, 9° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Schwäbisch Hall
Höhe: 375 m ü. NHN
Fläche: 31,88 km2
Einwohner: 4446 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 139 Einwohner je km2
Postleitzahl: 74541
Vorwahl: 07907
Kfz-Kennzeichen: SHA, BK, CR
Gemeindeschlüssel: 08 1 27 089
Adresse der
Stadtverwaltung:
Im Städtle 28
74541 Vellberg
Website: www.vellberg.de
Bürgermeisterin: Ute Zoll (parteilos[2])
Lage der Stadt Vellberg im Landkreis Schwäbisch Hall
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Über dieses Bild
Vellberg, Lageplan mit Schloss, Kornkasten, Torturm und Tore.

Vellberg ist eine Stadt im Landkreis Schwäbisch Hall im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs. Die Stadt ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Vellberg liegt in Luftlinie etwa elf Kilometer südsüdöstlich der Kreisstadt Schwäbisch Hall und etwa 15 Kilometer westsüdwestlich der Stadt Crailsheim an der Bühler. Die Stadt hat Anteil an den Naturräumen Schwäbisch-Fränkische Waldberge und Hohenloher-Haller Ebene.[3]

StadtgliederungBearbeiten

Zur Stadt Vellberg mit der ehemals selbstständigen Gemeinde Großaltdorf gehören neben Vellberg zwölf weitere Dörfer, Weiler, Höfe und Häuser.

Zur ehemaligen Gemeinde Großaltdorf gehören das Dorf Großaltdorf und die Weiler Kleinaltdorf und Lorenzenzimmern sowie die abgegangenen Ortschaften Regenheresweiler und Steffensbach.

Zur Stadt Vellberg im Gebietsstand vom 31. Dezember 1971 gehören die Stadt Vellberg, die Weiler Eschenau, Merkelbach, Schneckenweiler und Stöckenburg (Kirche und drei Wohnhäuser), ebenso der Gemeindeteil Talheim, die Höfe Hilpert (mit drei Wohnhäusern) und Rappolden (seit 1970 unbewohnt, seit 1986/87 steht nur noch eine Scheune) und die Häuser Dürrsching (Wohngebiet) und Hörgershof sowie die abgegangenen Ortschaften Birnbach und Hockenberg.[4]

FlächenaufteilungBearbeiten

 

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[5]

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbarstädte und -gemeinden Vellbergs sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden): Ilshofen, Crailsheim, Frankenhardt, Obersontheim und Schwäbisch Hall. Alle gehören zum Landkreis Schwäbisch Hall.

GeschichteBearbeiten

Die Familie von Vellberg wird in einer Urkunde vom 3. Mai 1102 mit Heinrich von Vellberg erstmals erwähnt. Im Jahre 1500 erteilte Kaiser Maximilian die Marktrechte für Vellberg und bereits sechs Jahre später erhielt die Stadt das Stadtrecht zugesprochen.

1802 fiel Vellberg an Württemberg. Bei der Umsetzung der neuen Verwaltungsgliederung im Königreich Württemberg wurde die Stadt dem Oberamt Hall zugeordnet.

Am 21. Oktober 1901 gab es einen Stadtbrand, schon am 26. September 1902 einen zweiten, beide vermutlich ausgelöst durch Brandstiftung.[6]

Bei der Kreisreform während der NS-Zeit in Württemberg gelangte Vellberg 1938 zum Landkreis Schwäbisch Hall. 1945 geriet die Stadt in die Amerikanische Besatzungszone und gehörte dann zum neu gegründeten Land Württemberg-Baden, das 1952 im jetzigen Bundesland Baden-Württemberg aufging.

Am 1. Januar 1972 wurde Großaltdorf nach Vellberg eingemeindet.[7]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Seit der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 hat der Gemeinderat 14 Mitglieder, davon sind vier Frauen. Zusätzlich hat auch die Bürgermeisterin Sitz und Stimme in dem Gremium, dessen Vorsitzende sie ist.

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeisterin von Vellberg ist seit dem 18. April 2010 Ute Zoll, die sich bei der Bürgermeisterwahl am 31. Januar 2010 mit 65,79 % der Stimmen gegen ihre Mitbewerberin Brigitte Kieser (parteilos) durchsetzen konnte.[8] Sie löste den seit 1986 amtierenden Manfred Walter ab, der nicht wieder kandidierte.

WappenBearbeiten

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Blau unter einem goldenen rechten Obereck ein silberner Adlerflügel.“

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

Zu den historischen Bauwerken der Stadt zählen das Untere Schloss, der Kanzleiturm, der Museumsgasthof Ochsen, die Ehemalige Zehntscheune, der Marktbrunnen, der Sixische Turm, das Natur- und Heimatmuseum, Hermann-Frank-Weg 1, das Fachwerkhaus Fiebich sowie der Torturm, Pulverturm und der Kraftturm, das Ganerbenhaus „Kammerer“, der ehemalige Geschützturm und Pömpelestor, das untere Zwingertor, der Kanonenturm, die Bastion, das alte Waschhaus, die alte Kaserne, das obere Schloss, das alte Amtshaus, die Stöckenburg mit St.-Martinskirche.[9] Andere Sakralbauten sind die nach dem Krieg wieder aufgebaute Bartholomäuskirche im Ortsteil Großaltdorf sowie die Laurentiuskirche im Ortsteil Lorenzenzimmern.

MuseenBearbeiten

Im Stadtgraben befindet sich das Heimatmuseum (im Winter geschlossen).

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Jährlich am ersten Juliwochenende wird das Weinbrunnenfest gefeiert.
  • Am zweiten Dezemberwochenende wird alljährlich der Christkindlesmarkt abgehalten.

VereineBearbeiten

In Vellberg gibt es ein reges Vereinsleben. Neben dem Altenpflegeverein Vellberg gibt es den Andechser Kultur- und Sportclub Vellberg, Fanfarenzug Vellberg, den Fischereiverein Vellberg, die Freiwillige Feuerwehr Vellberg (mit Jugendfeuerwehr), den Gesangverein Vellberg, die Hohenloher Hundefreunde Vellberg, den Kulturkreis Vellberg, den Landfrauenverein Vellberg, den Posaunenchor Stöckenburg, den Posaunenchor Vellberg, die Stadtkapelle Vellberg, den Turn- und Sportverein Vellberg und den Vellberger Tennisclub.

BildungBearbeiten

In Vellberg befindet sich eine Grundschule.

Ritter zum krummen BalkenBearbeiten

Dieser Orden wurde vom Kulturkreis Vellberg e. V. unter dem Leitspruch "Die Geschichte der Lüge ist so alt wie die Geschichte der Wahrheit, denn ohne Lüge gibt es keine Wahrheit" u. a. an Gerhard Raff, Manfred Rommel, Reinhold Würth und Hellmuth Karasek verliehen.[10]

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

  • August Halm (1869–1929), Komponist und Musikpädagoge, geboren im Teilort Großaltdorf

LiteraturBearbeiten

  • Hansmartin Decker-Hauff (Hrsg.): Vellberg, in Geschichte und Gegenwart Bd.I. Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1984, ISBN 3-7995-7625-8 (Thorbecke), ISBN 3-921429-26-9 (Histor. Verein für Württemberg, Franken)
  • 900 Jahre Vellberg 1102–2002. Festbuch und Dokumentation. Stadt Vellberg, Vellberg 2002

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Jochen Korte: Vellberger haben Qual der Wahl@1@2Vorlage:Toter Link/www.swp.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. swp.de, 19. Januar 2010 (abgerufen am 15. April 2010)
  3. Naturräume Baden-Württembergs. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, Stuttgart 2009
  4. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 497–500
  5. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Vellberg.
  6. Roland Bauer: Impressionen aus Hohenlohe: Ansichten aus Schwäbisch Hall und seiner Umgebung von Johann Friedrich Reik (1836–1904). Umschau/Braus, 1999, S. 180f.
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 456.
  8. https://www.staatsanzeiger.de/staatsanzeiger/wahlen/buergermeisterwahlen/vellberg/
  9. http://www.vellberg.de/index.php?id=216
  10. Kulturkreis Vellberg e. V.: Ritter zum krummen Balken (Memento des Originals vom 13. Juli 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kulturkreis-vellberg.de