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Rinderfeld

Stadtteil von Niederstetten, Baden-Württemberg, Deutschland

Rinderfeld ist ein Stadtteil von Niederstetten im Main-Tauber-Kreis im Nordosten von Baden-Württemberg. Zu Rinderfeld gehören die Weiler Dunzendorf und Streichental.

Rinderfeld
Wappen von Rinderfeld
Koordinaten: 49° 25′ 10″ N, 9° 59′ 19″ O
Höhe: 433 m
Einwohner: 250
Eingemeindung: 1. Februar 1972
Postleitzahl: 97996
Vorwahl: 07932

Lage und VerkehrsanbindungBearbeiten

Das Haufendorf liegt auf einer Hochebene, etwa drei Kilometer nordöstlich von Niederstetten an der Landesstraße L 1020. Westlich verläuft die B 290 und östlich die A 7.

GeschichteBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung war 1343 als Ryndervelt. Damals war der Ort hohenlohisch, nach wechselnden Besitzern kam die Gemeinde 1810 zum Oberamt Mergentheim. Anlässlich der Gemeindereform wurde Rinderfeld am 1. Februar 1972 nach Niederstetten eingemeindet.[1]

Die seit 1360 bestehende Pfarrei ist seit 1528 evangelisch.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Auf einer Anhöhe mitten im Dorf, innerhalb des Friedhofes, liegt die romanische Chorturmkirche, 1607 wurde sie gotisch umgestaltet.
  • Neben der Kirche steht das Rathaus mit Natursteinsockel und Fachwerk. Bis 1898 diente es als Schulhaus, danach bis 1962 als Landjägerhaus und Polizeiposten.
  • Das 1898 erbaute neue Schulhaus, das hinter dem Friedhof liegt, ist ein zweistockiger Backsteinbau mit Mittelrisalit und reichem historisierendem Portal. Heute wird das „Alte Schule“ genannte Gebäude als Dorfgemeinschaftshaus genutzt.
  • Die intakte Rinderfelder Dorfschmiede stammt aus dem Jahre 1840
  • An der Straße nach Rothenburg ob der Tauber liegt der ca. 300 Jahre alte Hochzeitswald von Streichental, in dem nach altem Brauch nur Hochzeitspaare aus Streichental zur Hochzeit eine Eiche pflanzen dürfen. Ein Denkmal in der Nähe erinnert an den abgegangenen Weiler Wiesetweiler, der ebenfalls zu Rinderfeld gehört hatte.

Am südlichen Ortsrand erstreckt sich der Mitte der 1990er Jahre als Regenrückhaltebecken erbaute Rinderfelder See[2]. Aus ihm heraus fließt der Rindbach in nördlicher Richtung und durch den Ort hindurch. Auf der Gemarkung Rinderfeld liegt das 0,84 ha große Naturschutzgebiet Erlenbruchwald beim Lichteler Landturm (siehe Liste der Naturschutzgebiete im Main-Tauber-Kreis).

WappenBearbeiten

Wappenbeschreibung: „In Blau auf grünem Boden ein stehendes goldenes Rind“[3]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Rinderfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 453.
  2. Rinderfelder See auf seen.de
  3. Liste der Wappen im Main-Tauber-Kreis#Blasonierungen