Ranheim Fotball

norwegischer Fußballverein

Ranheim IL fotball Topp (RIL), bekannt unter dem Namen Ranheim Fotball, ist ein norwegischer Fußballverein aus dem Stadtteil Ranheim in Trondheim.

Ranheim
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Basisdaten
Name Ranheim Fotball
Sitz Trondheim
Gründung 17. Februar 1901
Farben Blau/Weiß
Präsident Geir Mæland
Website ranheimfotball.no
Erste Fußball-Mannschaft
Cheftrainer Svein Maalen
Spielstätte EXTRA-Arena
Plätze 3.000
Liga OBOS-ligaen
2019   16. Platz, Eliteserien
Heim
Auswärts
Alternativ

Ranheim Fotball ist die Fußballabteilung des sogenannten Allianz-Sportvereins (norwegisch Allianseidrettslag) Ranheim Idrettslag (abgekürzt Ranheim IL).

Ranheim IL wurde am 17. Februar 1901 gegründet. Am 4. Februar 2010 wurde die Fußballabteilung als eigene Einheit unter dem Namen Ranheim Fotball ausgegliedert.

GeschichteBearbeiten

Ranheim war ursprünglich ein Ortsteil der Landkommune Strinda. 1964 wurde Strinda als Kommune aufgelöst und Ranheim in die Stadtkommune Trondheim eingemeindet. Diese Fakten haben eine gewisse Bedeutung für die Geschichte und die Erfolge des Vereins.

In der Vorkriegszeit gehörten die Vereine innerhalb und außerhalb der Stadtgrenze von Trondheim unterschiedlichen Kreisverbänden an. Von 1923 bis 1937, als die Kreisligen das höchste Liganiveau in Norwegen bildeten, wurde Ranheim fünfzehn Mal in Folge Meister des Kreises Sør-Trøndelag. Obwohl Trondheim auch ein Teil der politischen Region Sør-Trøndelag war, waren die Fußballvereine der Stadt in einem separaten Kreisverband organisiert. Es wurden also in der Region Sør-Trøndelag zwei Kreismeister ermittelt, einer für die Stadt Trondheim und einer für den Rest der Region. Wenn die Stadtgrenze damals so wie heute verlaufen wäre und Ranheim sich den Trondheimer Vereinen bei der Kreismeisterschaft hätte stellen müssen, wäre sicherlich der fünfzehnfache Erfolg nur schwer erreichbar gewesen.

Von den 1920er Jahren bis zum Ende der 1950er Jahre war Ranheim einer der bedeutendsten Fußballvereine der Region Trøndelag. Nach der Ligareform 1937, bei der die Kreisligen durch ein landesweites Ligasystem ersetzt wurden, pendelte der Verein über die Jahre zwischen der höchsten und der zweithöchsten Spielklasse. Am Ende der 1950er Jahre versank er aber in den unteren Ligen und nach der Ligareform 1963, bei der die Ligapyramide radikal verschlankt wurde, war der Verein meistens in der vierthöchsten Spielklasse zu finden.

Eine Wende wurde 2004 durch den Aufstieg in die 2. Divisjon (dritthöchste Spielklasse) eingeleitet. Zu dieser Zeit war Rosenborg, die dominierende Mannschaft der Region, auf der Suche nach einem Kooperationspartner. Man war der Meinung, dass die dritte Liga, in der die zweite Mannschaft Rosenborgs spielte, nicht das erforderliche Niveau habe, um die Talente, die noch nicht in der ersten Mannschaft spielen durften, zu fördern. Da die zweite Mannschaft regulär nicht in die zweithöchste Liga aufsteigen durfte, war die Alternative, diese Spieler in einer anderen Mannschaft der Stadt spielen zu lassen. Seinerzeit spielten außer Ranheim die drei Vereine Kollstad, Byåsen und Strindheim in der dritten Liga, keine aber in der gewünschten zweiten. Rosenborg wollte nun einen der Vereine fördern, damit er in die zweithöchste Liga aufsteigen und sich dort etablieren könne. Unter den Drittligavereinen entstand nun ein reger Wettbewerb um die Gunst des Erstligisten. Das Rennen machte dann Ranheim und im November 2006 startete das Projekt. 2009 gelang schließlich der Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse.

In den Folgejahren war in keiner Saison der Klassenerhalt gefährdet. Im Gegenteil, Ranheim spielte in fast jedes Jahr um den Aufstieg mit. 2017 war es dann auch soweit. Nach vier Relegationsspielen eroberte Ranheim den letzten Aufstiegsplatz und war ab 2018 in der höchsten Spielklasse, Eliteserien genannt, dabei. Am Ende der Spielzeit wurde mit dem 7. Platz die Klasse gehalten und Trainer Svein Maalen wurde für diesen Überraschungserfolg als Trainer des Jahres ausgezeichnet.[1] In der folgenden Saison konnte Ranheim dann den Abstieg als Tabellenletzter nicht abwenden.

Erfolge der FußballmannschaftBearbeiten

Liga bis 1937 (Ligaspiele nur auf Kreisebene)Bearbeiten

  • 15 Mal Kreismeister (Sør-Trøndelag) (1923, 1924, 1925, 1926, 1927, 1928, 1929, 1930, 1931, 1932, 1933, 1934, 1935, 1936, 1937)

Liga 1937–1948 (8 parallele Ligen in 11 Staffeln – höchste Spielklasse)Bearbeiten

Liga 1948–1962 (2 parallele Ligen – höchste Spielklasse)Bearbeiten

Liga nach 1963 (eingleisige erste Spielklasse)Bearbeiten

PokalBearbeiten

  • Halbfinale: 1953, 2019
  • Viertelfinale: 1948, 2010

Platzierungen der Fußballmannschaft in der Liga – ab 1949Bearbeiten

Saison Liga Platz sonstiges
1948/49 1. Division, Distrikt VIII 1 Aufstieg
1949/50 Hovedserien, Gruppe B 7 Abstieg
1950/51 1. Division, Distrikt VIII 2
1951/52 Landsdelsserien Trøndelag 1 Aufstieg
1952/53 Hovedserien, Gruppe B 8 Abstieg
1953/54 Landsdelsserien Trøndelag 1 Aufstieg
1954/55 Hovedserien, Gruppe B 6
1955/56 Hovedserien, Gruppe B 8 Abstieg
1956/57 Landsdelsserien Trøndelag 7 Abstieg
1957/58 3. Division, Distrikt VIII, Gruppe A1 1 Relegation verloren
1958/59 3. Division, Distrikt VIII, Gruppe A1 1 Aufstieg
1959/60 Landsdelsserien Trøndelag 7 Abstieg
1960/61 3. Division, Distrikt VIII, Gruppe B 1 Aufstieg
1961/62 Landsdelsserien Trøndelag 7 Abstieg
1963 3. Division Trøndelag 7
1964 3. Division Trøndelag 8 Abstieg
1965 4. Division, Distrikt VIII, Gruppe B 2
1966 4. Division, Distrikt VIII, Gruppe B 2
1967 4. Division, Distrikt VIII, Gruppe B 5
1968 4. Division, Distrikt VIII, Gruppe B 1 Aufstieg
1969 3. Division Trøndelag 6
1970 3. Division Trøndelag 8 Abstieg
1971 4. Division, Distrikt VIII, Gruppe C 5
1972 4. Division, Distrikt VIII, Gruppe C 6
1973 4. Division, Distrikt VIII, Gruppe C 1 Relegation verloren
1974 4. Division, Distrikt VIII, Gruppe C 4
1975 4. Division, Distrikt VIII, Gruppe C 3
1976 4. Division, Distrikt VIII, Gruppe C 1 Aufstieg
1977 3. Division Trøndelag 3
1978 3. Division Trøndelag 8
1979 3. Division Trøndelag 4
1980 3. Division E 11 Abstieg
1981 4. Division Trøndelag A 3
1982 4. Division Trøndelag A 7
1983 4. Division Trøndelag A 7
1984 4. Division Trøndelag A 3
1985 4. Divi sionTrøndelag A 2
1986 4. Division Trøndelag A 2
1987 4. Division Trøndelag Nord 2
1988 4. Division Trøndelag Sør 2
1989 4. Division N 7
1990 4. Division N 7
1991 3. Division N 5
1992 3. Division O 6
1993 3. Division O 2
1994 3. Division 14 3
1995 3. Division 14 2
1996 3. Division 15 1 Aufstieg
1997 2. Division 6 3
1998 2. Division 7 6
1999 2. Division 6 8
2000 2. Division 7 3
2001 2. Division 3 14 Abstieg
2002 3. Division 19 3
2003 3. Division 20 2
2004 3. Division 19 1 Aufstieg
2005 2. Division 4 8
2006 2. Division 2 3
2007 2. Division 2 3
2008 2. Division 2 2
2009 Fair-Play-Liga 4 1 Aufstieg
2010 Adeccoliga 5 Relegation verloren
2011 Adeccoliga 4
2012 Adeccoliga 7
2013 Adeccoliga 4 Relegation verloren
2014 1. Division 7
2015 OBOS-Liga 6 Relegation verloren
2016 OBOS-Liga 9
2017 OBOS-Liga 4 Aufstieg
2018 Eliteserie 7
2019 Eliteserie 16 Abstieg
2020 OBOS-Liga
Spielklasse
1.
2.
3.
4.
5.
6.

Kader der Saison 2020Bearbeiten

Stand: 13. August 2020[2]

Nr. Nat. Name
Tor
01 Norwegen  Even Barli
12 Norwegen  Magnus Rønnekleiv Lenes
Abwehr
03 Norwegen  Daniel Kvande
04 Norwegen  Martin Lundal
05 Norwegen  Øyvind Alseth
13 Norwegen  Robert Williams
14 Norwegen  Torbjørn Lysaker Heggem
15 Norwegen  Erik Tønne
Norwegen  Sondre Klingen Langås
Mittelfeld
06 Norwegen  Magnus Blakstad
07 Norwegen  Mads Reginiussen (C) 
08 Norwegen  Magnus Stamnestrø
10 Norwegen  Vegard Erlien
11 Norwegen  Eirik Valla Dønnem
17 Norwegen  Sondre Sørløkk
21 Norwegen  Jakob Tromsdal
22 Norwegen  Sivert Solli
23 Spanien  Adrià Mateo López
Sturm
09 Norwegen  Michael Karlsen
18 Norwegen  Ivar Sollie Rønning
19 Norwegen  Ruben Kristensen Alte
20 Norwegen  Ole Sæter

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Marius Dahl: Ingen trodde laget hans hadde en sjanse i Eliteserien: Søndag ble Maalen kåret til «Årets trener». In: aftenposten.no. Aftenposten, 25. November 2018, abgerufen am 13. August 2020 (norwegisch).
  2. Ranheim Fotball – Kader. In: ranheimfotball.no. Abgerufen am 13. August 2020 (norwegisch).