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Petra Gehring

deutsche Philosophin, Hochschullehrerin

Petra Gehring (* 8. Oktober 1961 in Düsseldorf) ist eine deutsche Professorin für Philosophie.

Inhaltsverzeichnis

WerdegangBearbeiten

Petra Gehring studierte Philosophie, Politikwissenschaften und Rechtswissenschaft in Gießen, Marburg und Bochum. Ihr Studium schloss sie im Jahr 1988 mit dem Magister ab. 1992 wurde sie promoviert, und 2000 habilitierte sie sich. Später folgten Forschung und Lehre an den Universitäten Bochum und Hagen.

Seit 2002 ist sie Professorin für Philosophie an der TU Darmstadt.

Im Studienjahr 2010/2011 war sie Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Von 2008 bis 2013 war Petra Gehring Vizepräsidentin der Technischen Universität Darmstadt. Seit 2014 ist sie Mitglied im Rat für Informationsinfrastrukturen der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern, dessen Vorsitzende sie seit November 2017 ist. Ein Jahr zuvor war sie Fellow der DFG-Kollegforschergruppe "Medienkulturen der Computersimulation" (MECS) an der Leuphana Universität Lüneburg.

ForschungBearbeiten

Schwerpunkte
  • Metaphysik und Metaphysikkritik – insbesondere des 19. und 20. Jahrhunderts
  • Klassische und nachklassische Phänomenologie
  • Strukturalismus und 'poststrukturalistische' Theorien
  • Theorie und Kritik der Biowissenschaften und ihrer Technologien, digitale Medien, Technik und Macht
  • Philosophie des Rechts
  • Philosophische Begriffsgeschichte und Metaphorologie
  • Ausgewählte Probleme der Ästhetik (Zeichen, Text, Stimme)
Aktuelle Forschungsschwerpunkte
  • Geschichte und Metaphysik des Lebensbegriffs
  • Gewaltaspekte der Rechtsform
  • Modale Konzepte des Wirklichen, der „Wirklichkeit“
  • Theorieprobleme der Macht

VeröffentlichungenBearbeiten

Bücher und Monographien

  • Französische Philosophie der Gegenwart II. Gemeinsam mit Kurt Röttgers. Studienbrief der FernUniversität Hagen. Verlag der Hochschule, Hagen 1994.
  • Innen des Außen – Außen des Innen. Foucault, Derrida, Lyotard. Fink, München 1994 ISBN 3-7705-2936-7
  • Juridische Normativität. Institution – System – Medium – Dispositiv. Habilitationsschrift 1999. (Publikation in Vorbereitung.)
  • Sterbehilfe. Die neue Zivilkultur des Tötens? Mabuse, Frankfurt 2002.
  • Foucault – Die Philosophie im Archiv. Campus, Frankfurt 2004 ISBN 3-593-37393-9
  • Was ist Biomacht? Vom zweifelhaften Mehrwert des Lebens. Campus, Frankfurt 2006 ISBN 3-593-38007-2
  • Ambivalenzen des Todes. Wirklichkeit des Sterbens und Todestheorien heute. Gemeinsam mit Marc Rölli u. Maxine Saborowski. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2007 ISBN 978-3-534-20482-3
  • Die Körper und die Macht. In: Ralf Krause u. Marc Rölli (Hrsg.): Macht. Begriff und Wirkung in der politischen Philosophie der Gegenwart. Transcript, Bielefeld 2008 ISBN 978-3-89942-848-3, S. 175–192.
  • Traum und Wirklichkeit. Zur Geschichte einer Unterscheidung. Campus, Frankfurt 2008 ISBN 978-3-593-38735-2
  • Michel Foucault. Geometrie des Verfahrens. Schriften zur Methode. Auswahl der Texte und Nachwort Suhrkamp, Frankfurt am Main 2009 ISBN 978-3-518-29534-2
  • Theorien des Todes. Zur Einführung. Junius, Hamburg 2010 ISBN 978-3-88506-676-7
  • Weshalb die Trennung des Ministers vom Plagiator scheitert. Zweikörpertheorie und Politik der Politik In: Oliver Lepsius, Reinhart Meyer-Kalkus (Hg.):Inszenierung als Beruf. Der Fall Guttenberg. Suhrkamp, Berlin 2011, ISBN 978-3-518-06208-1
  • Parrhesia. Foucault und der Mut zur Wahrheit Gemeinsam mit Andreas Gelhard. Diaphanes, Zürich 2012 ISBN 978-3-03734-173-5
  • Fragliche Expertise. Zur Etablierung von Bioethik in Deutschland In: Michael Hagner (Hrsg.): Wissenschaft und Demokratie edition unseld, Berlin 2012 ISBN 978-3-518-260470
  • Keine Frage der Moral In: Alice Schwarzer (Hrsg.): Es reicht! Gegen Sexismus im Beruf kiwi, Köln 2013 ISBN 978-3-462-04588-8
  • Städte unterscheiden lernen: Zur Analyse interurbaner Kontraste: Birmingham, Dortmund, Frankfurt, Glasgow (Interdisziplinäre Stadtforschung) Herausgegeben gemeinsam mit Sybille Frank, Julika Griem und Michael Haus, Campus Frankfurt am Main/ New York, 2014, ISBN 978-3593502113
  • Die Stunde der Mänaden, Zeitschrift für Ideengeschichte Heft IX/4 Winter 2015: Die Party, C.H. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-67384-9
  • Viele Fronten. Digitale Methoden fordern neue Prozesse: Wie kann Forschungspolitik Qualität und Verknüpfbarkeit von Daten sowie Datensouveränität sichern? In: Forschung und Lehre, September 2018
  • Über die Körperkraft von Sprache.Studien zum Sprechakt, Campus, Frankfurt 2019. ISBN 9783593510569

Fachzeitschrift

WeblinksBearbeiten