Reinhart Meyer-Kalkus

deutscher Germanist

Reinhart Meyer-Kalkus (* 1949) ist ein deutscher Germanist. Meyer-Kalkus ist außerplanmäßiger Professor an der Universität Potsdam und auch am Wissenschaftskolleg zu Berlin tätig. Er ist mit Veröffentlichungen zum Phänomen der Stimme und zur Sprechkunst im 20. Jahrhundert bekannt geworden.

Meyer-Kalkus promovierte im Jahr 1986 mit einer Arbeit über „Wollust und Grausamkeit. Affektdarstellung und Affekttheorie in Lohensteins ‚Agrippina‘“ an der Universität Göttingen. Er habilitierte sich 1996 an der Universität Potsdam mit einer Arbeit über „Stimme und Sprechkünste im 20. Jahrhundert“.[1] Neben der Germanistik sind auch die deutsch-französischen Wissenschaftsbeziehungen ein Arbeitsgebiet von Meyer-Kalkus.

Meyer-Kalkus ist außerplanmäßiger Professor für neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam und betreut am Wissenschaftskolleg Berlin das Fellow-Forum.[2]

SchriftenBearbeiten

  • Wollust und Grausamkeit. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1986, ISBN 3-525-20551-1.
  • Fortgesetze Mißverständnisse, produktiver Kontakt: Zu Unterschieden der Sprach- und Wissenskulturen in Frankreich und Deutschland. In: Merkur. 498 (August 1990, Heft 8), S. 694–700.
  • Stimme und Sprechkünste im 20. Jahrhundert. Akademie-Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-05-003596-X. (zugleich Habilitationsschrift an der Universität Potsdam, 1996)
  • als Hrsg.: György Ligeti, Gerhard Neuweiler: Motorische Intelligenz. Zwischen Musik und Naturwissenschaft. Wagenbach-Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-8031-5175-9.
  • Das Gedicht läuft beim Sprechen durch den ganzen Körper, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. Februar 2014, Seite N4 (über den Auftritt von Paul Celan vor der Gruppe 47 im Jahr 1952 in Niendorf)
  • als Übersetzer: Sheldon Pollock: Philologie und Freiheit. Matthes & Seitz, Berlin 2016, ISBN 978-3-95757-239-4.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. siehe Wie die Stimme, so der Mensch. auf: faz.net, 4. Dezember 2001. Rezension der veröffentlichten Habilitation
  2. siehe Seite über das Fellow-Forum am Wissenschaftskolleg