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Peter P. Schweger

deutscher Architekt
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Peter Paul Schweger (* 1935 in Mediasch, Rumänien) ist ein deutsch-österreichischer Architekt sowie Mitgründer und Namensgeber der Architekturbüros Schweger associated architects, Schweger + Partner[1] und Schweger Architekten GmbH.

Inhaltsverzeichnis

WerdegangBearbeiten

 
Main Tower

Schweger studierte an der Technischen Hochschule Budapest (heute: Technische und Wirtschaftswissenschaftliche Universität Budapest) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, an der er 1959 sein Diplom erreichte. Danach arbeitete er in verschiedenen Architekturbüros in Zürich und profilierte sich mit eigenen Wettbewerbsbeiträgen.

Nach einem erfolgreichen Gutachten für den Neubau der Fachhochschule Hamburg ging er als junger Architekt nach Hamburg und gründete 1964 eine Arbeitsgemeinschaft mit Heinz Graaf, einem erfahrenen Hamburger Architekten. 1968 ging hieraus eine Partnerschaft hervor, die sich unter verschiedenen Firmierungen und mit unterschiedlichen Partnern fortsetzte und heute unter Schweger Architekten bekannt ist.

Mehrere Lehraufträge führten ihn in den Jahren 1968 bis 1971 an die HfBK in Hamburg und an die Universität Hannover. Von 1972 bis 2000 hatte er die Professur am Lehrstuhl für Gebäudekunde und Entwerfen an der Universität Hannover inne.

Seit 1969 ist er Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg, 1971 wurde er in den BDA Bund Deutscher Architekten berufen, 2009 erhielt er den Verdienstorden der Republik Ungarn, und 2010 wurde er mit dem Fritz-Schumacher-Preis ausgezeichnet.

Seine Entwürfe sind selten wirklich spektakulär und aufdringlich, eher ruhiger Art. Seine Bauten prägen das Stadtbild und den Ort mit Kontinuität, ohne aufzufallen. Er meidet öffentliche Zurschaustellung, architektonischen Moden geht er aus dem Weg, und sein gestalterisches und städtebauliches Verständnis basiert auf ganzheitlichen, zukunftsorientierten und nachhaltigen Lösungen.

In Fachkreisen genießt Peter P. Schweger hohe Anerkennung, war als Preisrichter und Vorsitzender bei einer Vielzahl von Architektenwettbewerben tätig, und zahlreiche Bauten und Projekte seiner Büros wurden mit Preisen ausgezeichnet. In jüngster Zeit wurde u. a. 2011 die Erweiterung des Sächsischen Hauptstaatsarchiv mit einem erstmals vergebenen und international ausgelobten Architekturpreis „Passivhaus“ ausgezeichnet, ebenfalls 2011 wurde der bereits 2001 fertiggestellte Main Tower als Bestandsgebäude nachträglich mit LEED Gold zertifiziert.

Peter P. Schweger lebt in Hamburg und betreibt mit mehreren Partnern das Büro Schweger Architekten GmbH.

Wichtige BautenBearbeiten

 
Plenarsaal des Bundesrates
 
Turm B am 28. Juni 2006
 
Preußisches Herrenhaus, Sitz des Bundesrates, in der Leipziger Straße
  • 1967–1971 Ingenieurschule Hamburg-Bergedorf (Graaf-Schweger)
  • 1971–1974 Hauptverwaltung Hamburg-Mannheimer City Nord (Graaf-Schweger mit Friedrich Spengelin)
  • 1973 Pavillon Gerhart-Hauptmann-Platz, Hamburg (Graaf-Schweger)
  • 1976–1978 Umbau Kaufmannshaus, Hamburg, Große Bleichen (Graaf-Schweger)
  • 1977–1979 Geschäftshaus und Passage Gänsemarkt (Graaf-Schweger)
  • 1985–1989 Techniker Krankenkasse, Hamburg
  • 1991–1994 Kunstmuseum Wolfsburg und Rathaus B, Wolfsburg
  • 1994–2000 ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe (in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekt Dieter Kienast)
  • 1995–1997 Center Court DTB Rothenbaum, Hamburg
  • 1996–2001 Sanierung und Umbau des Preußischen Herrenhauses, Bundesrat
  • 1996–2000 A + T Hochhaus Potsdamer Platz, Berlin
  • 1996–1998 Haus der Deutschen Bauindustrie, Berlin
  • 1996–1999 Haus der Deutschen Wirtschaft, Berlin
  • 1996–1998 Kaufmännische Krankenkasse, Hannover
  • 1996–2001 Main Tower, Landesbank Hessen-Thüringen, Frankfurt am Main
  • 1997–1998 NL Nord GB Netz Deutsche Bahn AG, Hannover
  • 1998–2001 Oberbaum City „NARVA“, Berlin
  • 1998–1999 Hamburg-Mannheimer Versicherung Hauptverwaltung, Hamburg
  • 1998–2001 Verlagshaus Langenscheidt, München
  • 1999 Masterplan Hafencity Hamburg (mit Kees Christiaanse/Astoc)
  • 1999–2002 Jakob-Kaiser-Haus 1 + 2 Bundestag, Berlin
  • 1999–2002 LVA Landesversicherungsanstalt, Hamburg
  • 2001–2003 Turmhaus Lennéstrasse 7, Berlin
  • 2001–2004 Neubau NDR Hörfunk, Hamburg
  • 2004–2013 Federation Towers, Federazija-Wolkenkratzer, Moskau (mit Sergei Tchoban)
  • 2004–2008 Revitalisierung BMW Hochhaus Areal (4-Zylinder), München
  • 2006–2009 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Berlin
  • 2006–2012 Collegium Hungaricum, Berlin
  • 2006–2011 Sächsisches Hauptstaatsarchiv, Dresden
  • 2008–2013 Dubai Pearl, Dubai
  • 2011–2015 Erweiterung Dienstgebäude der Regierung Oberbayern, München
  • 2011–2016 Areal West, Hamburg
  • 2012–2015 Fassadensanierung Bettenhochhaus Charité, Berlin

WeblinksBearbeiten

  Commons: Peter P. Schweger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

LiteraturBearbeiten

  • Ralf Lange: Hamburg. Wiederaufbau und Neuplanung 1943-1963. Verlag Langewiesche, Königstein im Taunus 1994, ISBN 3-7845-4610-2.
  • Volkwin Marg, Reiner Schröder: Architektur in Hamburg seit 1900. Junius-Verlag, Hamburg 1993, ISBN 3-88506-206-2.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. TRUMP TOWER: ASP Architekten. In: asp-architekten.eu. Abgerufen am 30. Oktober 2016.