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Peter Moreth

deutscher Politiker (DDR), MdV

Peter Moreth (* 28. Juli 1941 in Mittweida; † 4. Februar 2014 in Berlin) war ein deutscher Funktionär der DDR-Blockpartei LDPD. Er war Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates der DDR und erster Vorsitzender des Direktoriums der Treuhandanstalt.

LebenBearbeiten

Der Sohn eines Einzelhändlers absolvierte nach dem Besuch der Grundschule von 1955 bis 1957 eine Lehre als Maurer und von 1957 bis 1959 eine Lehre als Fachverkäufer. Anschließend war er als Verkäufer und von 1961 bis 1968 als Einzelhändler mit Kommissionshandelsvertrag in Mittweida tätig. 1962 wurde er Mitglied der LDPD und war dann bis 1968 Kommunalpolitiker in Mittweida.

1968 wurde er hauptamtlicher Mitarbeiter des Bezirksverbandes Karl-Marx-Stadt der LDPD und 1970 Stellvertreter des Oberbürgermeisters für Handel und Versorgung von Karl-Marx-Stadt. Von 1971 bis 1983 war er Vorsitzender des Bezirksverbandes Cottbus der LDPD und Abgeordneter des Bezirkstages Cottbus. In der LDPD war er zunächst von 1967 bis 1972 Nachfolgekandidat und seit 1972 Mitglied des Zentralvorstandes. 1977 stieg er zum Mitglied des Politischen Ausschusses des Zentralvorstandes der LDPD auf. Im Mai des gleichen Jahres wurde er zum Dr. oec. promoviert.[1]

Vom 8. Juli 1983 bis 20. November 1989 fungierte er als Vorsitzender des Bezirksverbandes Magdeburg der LDPD. Vom 16. Juni 1986 bis 17. November 1989 gehörte er dem Staatsrat der DDR als Mitglied an. Moreth wurde am 19. November 1989 in der Regierung Modrow neben Christa Luft und Lothar de Maizière stellvertretender Ministerpräsident und Minister für örtliche Staatsorgane, in diesen Bereich fielen die Verwaltung und die Stasi. Am 30. November 1989 wurde er als Leiter der Regierungskommission zur Entwicklung der Stadt Leipzig benannt.[2]

Am 1. März 1990 wurde Moreth erster Vorsitzender des Direktoriums der Treuhandanstalt der DDR. Am 15. Juli 1990 löste ihn Reiner Maria Gohlke ab. Danach lebte er als Unternehmensberater in Berlin, wo er im Februar 2014 starb.

AuszeichnungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Der Morgen vom 13. Mai 1977
  2. Neues Deutschland vom 1. Dezember 1989