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Peter Brang (* 23. Mai 1924 in Frankfurt am Main; † 14. April 2019)[1] war ein Schweizer Slawist deutscher Herkunft.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Peter Brang besuchte die Hohe Landesschule in Hanau.[2] Er wurde 1952 bei Ludolf Müller promoviert und habilitierte sich 1959 an der Universität Bonn. Ab 1961 war er außerordentlicher, ab 1964 ordentlicher Professor an der Universität Zürich. Von 1968 bis 2009 war er Mitherausgeber der „Zeitschrift für slavische Philologie“. Seit 1987 war Brang korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz[3].

SchriftenBearbeiten

als Autor

  • Untersuchungen über Puškins Verhältnis zur Sprache. Dissertation. Universität Bonn. Marburg 1952.
  • Puškin und Krjukov. Zur Entstehungsgeschichte der „Kapitanskaja dočka“. Harrassowitz, Berlin 1957.
  • Studien zu Theorie und Praxis der russischen Erzählung. 1770–1881. Habilitationsschrift. Universität Bonn. Harrassowitz, Wiesbaden 1960.
  • I. S. Turgenev. Sein Leben und sein Werk. Harrassowitz, Wiesbaden 1977, ISBN 3-447-01777-5.
  • mit Monika Züllig unter Mitwirkung von Karin Brang: Kommentierte Bibliographie zur slavischen Soziolinguistik. Band 1–3. Lang, Bern 1981, ISBN 3-261-04958-8.
  • Das Klingende Wort. Zu Theorie und Praxis der Deklamationskunst in Russland. Verlag der ÖAW, Wien 1988, ISBN 3-7001-1484-2.
  • Ein unbekanntes Russland. Kulturgeschichte vegetarischer Lebensweisen von den Anfängen bis zur Gegenwart. Böhlau, Köln 2002, ISBN 3-412-07902-2.

als Herausgeber

  • Landschaft und Lyrik. Die Schweiz in Gedichten der Slaven. Eine kommentierte Anthologie. Schwabe, Basel 1998, ISBN 3-7965-1181-3 (deutsch, russisch, polnisch, übersetzt von Christoph Ferber).
  • Bild und Begegnung. Kulturelle Wechselseitigkeit zwischen der Schweiz und Osteuropa im Wandel der Zeit. Helbing & Lichtenhahn, Basel 1996, ISBN 3-7190-1491-6.
  • Den Blick nach Osten weiten. 50 Jahre Slavisches Seminar der Universität Zürich, 1961–2011. Chronos, Zürich 2011, ISBN 978-3-0340-1099-3.
  • Festschrift für Margarete Woltner zum 72. Geburtstag am 4. Dezember 1967. Winter, Heidelberg 1967.
  • Die Schweiz und ihre Landschaft in slavischer Literatur. Mit vergleichendem Blick auf die westeuropäische Dichtung, Malerei und Musik. Steiner, Stuttgart 2000, ISBN 3-515-07714-6.

LiteraturBearbeiten

  • Walter Koschmal: Peter Brang zum 85. Geburtstag. In: Bulletin der deutschen Slavistik 15, 2009, S. 27–31.
  • Carsten Goehrke, Robin Kemball und Daniel Weiss (Hrsg.): Primi sobran’e pestrych glav. Slavistische und slavenkundliche Beiträge für Peter Brang zum 65. Geburtstag (= Slavica Helvetica. 33). Lang, Bern et al. 1989, ISBN 3-261-04101-3.
  • Peter Thiergen: Lavreckij als „Potenzierter Bauer“. Zu Ideologie und Bildsprache in I. S. Turgenevs Roman „Das Adelsnest“. Peter Brang zum 65. Geburtstag (Turgenew-Studien; Bd. 6). Sagner, München 1989, ISBN 3-87690-426-9.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gedenkseite von Peter Brang | trauer.nzz.ch. Abgerufen am 21. April 2019 (deutsch).
  2. Peter Brang: Peter Brang. In: Barbara Bingel (Hrsg.): Wir waren Schüler der Hohen Landesschule. Was sie sind, was sie erinnern. Dausien, Hanau 1989, ISBN 3-7684-0915-5, S. 31–35.
  3. Mitgliedseintrag von Peter Brang bei der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, abgerufen am 11.10.17