Hauptmenü öffnen

Peter Aust

deutscher Schauspieler (1939-1996)

LebenBearbeiten

Peter Aust erlernte zunächst den Beruf des Maurers und wollte Sänger werden. Von 1960 bis 1964 studierte er an der staatlichen Schauspielschule in Berlin, woran sich Engagements in Zittau und Görlitz anschlossen. Danach wechselte er nach Berlin, spielte dort zunächst am Deutschen Theater und Ende der 1970er-Jahre am Berliner Ensemble, wo er seine Vielseitigkeit ein ums andere Mal unter Beweis stellte. Neben der Schauspielerei war er häufig auch als Chansonsänger zu hören.

Ende der 1960er-Jahre trat Aust in Produktionen der DEFA und des DFF auf. Er spielte meist Hauptrollen in Gegenwartsfilmen und Literaturverfilmungen. Von seiner Rolle als Teufel Flammfuß im Märchenfilm Hans Röckle und der Teufel (1974) meinte Aust später, dass sie ihm am meisten Spaß bereitet hatte. Nachdem die Dieter Noll-Verfilmung Kippenberg beendet wurde, verließ Aust die DDR in Richtung Westen. Dort angelangt spielte er zunächst in West-Berlin am Schillertheater, ließ sich dann aber in Hamburg als freier Schauspieler nieder.

Daneben arbeitete Aust umfangreich als Synchronsprecher und lieh seine markante Stimme international bekannten Schauspielern wie Rutger Hauer, Michel Piccoli (Die Jungfrauen von Rom), Peter Cushing (Teuflisches Alibi), John Lithgow (Footloose), Jean Poiret (Hühnchen in Essig) und Steven Berkoff (Rambo II – Der Auftrag). Oft synchronisierte er auch Serienrollen wie den Staatssekretär „Sir Humphrey Appleby“ (Nigel Hawthorne) in Yes, Minister, den skrupellosen „Grafen Baltar“ (John Colicos) in Kampfstern Galactica und den „Lt. Castillo“ (Edward James Olmos) in der Krimiserie Miami Vice. Für die Video-Erstveröffentlichung von Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert sprach er zudem den Part des Capt. Picard (Patrick Stewart).

Aust verstarb am 26. Januar 1996 in Bad Wildungen im Alter von 56 Jahren an den Folgen einer Operation.[1]

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

TheaterBearbeiten

HörspieleBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Deutsches Bühnen-Jahrbuch, 1997.