Hauptmenü öffnen

Penelope Fitzgerald

britische Schriftstellerin

BiografieBearbeiten

Penelope Knox entstammte einer Familie des englischen Bildungsbürgertums. Ihr Vater Edmund George Knox war von 1932 bis 1949 Herausgeber der Zeitschrift Punch. Ihre Onkel waren der Theologe und Kriminalschriftsteller Ronald Knox, der Kryptologe Dillwyn „Dilly“ Knox sowie der Theologe und Bibel-Forscher Wilfred Knox.

Nach der Schulausbildung absolvierte sie ein Studium an der Universität Oxford und war anschließend während des Zweiten Weltkrieges Mitarbeiterin der BBC. 1941 heiratete sie den irischen Soldaten Desmond Fitzgerald und hatte mit ihm drei Kinder. In den 1960er Jahren arbeitete sie als Dozentin an der Italia Conti Academy of Theatre Arts, als Lehrerin an einer Londoner Schule und Mitarbeiterin einer Buchhandlung in Southwold, Suffolk.

Fitzgeralds schriftstellerische Tätigkeit begann erst 1975 mit fast sechzig Jahren mit einer Biografie des britischen Malers und führenden Vertreters der Präraffaeliten Edward Burne-Jones. 1977 verfasste sie eine Biografie ihres Vaters und ihrer Onkel unter dem Titel The Knox Brothers.

1995 erschien ihr wohl bekanntester Roman, Die blaue Blume (The Blue Flower), in dem sie die Liebesbeziehung zwischen Novalis und Sophie von Kühn beschreibt. 1997 erhielt sie für diesen Roman als erste nichtamerikanische Schriftstellerin den National Book Critics Circle Award for Fiction.

EhrungenBearbeiten

  • 1979 Booker Prize für Offshore
  • 1998 American National Book Critics Award für The Blue Flower

Werke (Auswahl)Bearbeiten

Biographien
Erzählungen
  • The Means of Escape. Stories. 2000.
  • At Hiruharama. 2000.
Essays
  • A House of Air. Selected Writings,2005 (US-Titel: The Afterlife).
Romane
  • The Golden Child. 1977.
  • The Bookshop. 1978.
  • Offshore. 1979.
  • Human Voices. 1980.
  • At Freddie's. 1982.
  • Innocence. 1986.
  • The Beginning of Spring. 1988.
  • The Gate of Angels. 1990
    • Das Engelstor. Aus dem Englischen von Christa Krüger. Insel Verlag, Frankfurt am Main, Leipzig 1994. ISBN 3-458-16635-1
Neuausgabe: Das College. Mit einem Nachwort von Philip Hensher. Insel Verlag, Berlin 2017. ISBN 978-3-458-36285-2
Die blaue Blume. München: Verlag der Süddeutschen Zeitung 2008. (SZ-Bibliothek. 95.) ISBN 978-3-86615-545-9 (Mit einem Autorenporträt)
Briefe
  • So I Have Thought of You. The Letters of Penelope Fitzgerald. Edited by Terence Dooley, with a preface by A. S. Byatt. Fourth Estate, London 2008. ISBN 978-0-00-713640-7

VerfilmungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Julian Barnes: Der trügerische Schein von Penelope Fitzgerald. Essay, in: Am Fenster. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2016.
  • Birgit Kaußner: Die Frauengestalten in „The Blue Flower“ von Penelope Fitzgerald. Zulassungsarbeit, Universität Eichstätt 1999.
  • Hermione Lee: Penelope Fitzgerald. A Life. Chatto & Windus, London 2013. ISBN 978-0-7011-8495-7
  • Peter Wolfe: Understanding Penelope Fitzgerald. University Press, Columbia, S.C. 2004. ISBN 1-570-03561-X

WeblinksBearbeiten