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Paweł Szałamacha

polnischer Politiker, Mitglied des Sejm
Paweł Szałamacha (2016)

Paweł Włodzimierz Szałamacha (* 24. Januar 1969 in Gorzów Wielkopolski) ist ein polnischer Politiker und Jurist. Von 2015 bis 2016 war er Finanzminister im Kabinett Szydło.

LebenBearbeiten

Szałamacha beendete ein Studium an der Fakultät für Recht und Verwaltung an der Adam-Mickiewicz-Universität Posen und dem College of Europe.[1] Außerdem studierte er Public Management an der Harvard Kennedy School und erreichte den akademischen Grad Master of Public Administration.[2]

Von 1994 bis 2004 arbeitete er in der Kanzlei Clifford Chance in Warschau. Er nahm an Beratergruppen bezüglich Privatisierungen teil. 1998 erhielt er in der Rechtsberaterkammer Posen die Zulassung zum Rechtsberater.

Er ist Autor mehrerer Publikationen aus dem Bereich des Rechts und der Wirtschaftswissenschaft. Er veröffentlichte in Zeitungen, wie Międzynarodowy Przegląd Polityczny, Rzeczpospolita, Najwyższy Czas! oder Gazeta Polska. Verfasser des Buches IV Rzeczpospolita – pierwsza odsłona (IV. Republik – erster Auftritt).[3]

Mehrere Jahre lang war Szałamacha Experte im Adam-Smith-Zentrum, einer wirtschaftsliberalen Denkfabrik. Er ist Mitbegründer des Sobieski Instituts und bekleidete dort Leitungspositionen.[4]

Er war in der Union für Realpolitik aktiv. Zwischen 2005 und 2007 arbeitete Szałamacha im Schatzministerium,[5] zuerst als Unterstaatssekretär und dann als Staatssekretär. 2010 wurde er vom damaligen Präsidenten Lech Kaczyński in den Nationalen Entwicklungsrat (polnisch Narodowa Rada Rozwoju) berufen.[6] Auf der Wahlliste der PiS-Partei kandidierend, errang er für die VII. Wahlperiode bei der Parlamentswahl 2011 als Parteiloser mit 12.009 Wählerstimmen ein Abgeordnetenmandat.[7] Anlässlich der Parlamentswahl 2015 bemühte er sich erfolglos um eine Wiederwahl im Wahlkreis Posen. Am 16. November 2015 wurde er zum Finanzminister im Kabinett Szydło ernannt und schied am 28. September 2016 aus dem Amt.[8][9] Im Oktober 2016 wurde er zum Vorstandsmitglied in der polnischen Zentralbank NBP berufen.[10]

AuszeichnungBearbeiten

Im Jahr 2006 wurde Szałamacha mit dem Ordine della Stella della Solidarietà Italiana (Kommandeur) ausgezeichnet.[11]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Paweł Szałamacha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Sejm Rzeczypospolitej Polskiej. VII kadencja. Przewodnik, Wydawnictwo Sejmowe, Warszawa 2012, S. 404.
  2. Paweł Szałamacha. In: premier.gov.pl. Abgerufen am 2. April 2016 (polnisch).
  3. IV Rzeczpospolita – pierwsza odsłona. Dlaczego się nie udało, co trzeba zrobić. In: zysk.com.pl. Abgerufen am 17. November 2015 (polnisch).
  4. Informacje na stronie Instytutu Sobieskiego. (Nicht mehr online verfügbar.) In: sobieski.org.pl. Archiviert vom Original am 24. September 2015; abgerufen am 17. November 2015 (polnisch).   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sobieski.org.pl
  5. Filmowa kariera wiceministra skarbu. In: wyborcza.pl. 24. September 2008, abgerufen am 17. November 2015 (polnisch).
  6. Członkowie Narodowej Rady Rozwoju. In: prezydent.pl. Abgerufen am 17. November 2015 (polnisch).
  7. Serwis PKW – Wybory 2011. In: pkw.gov.pl. Abgerufen am 17. November 2015 (polnisch).
  8. Prezydent powołał rząd. In: archive.org. 16. November 2015, archiviert vom Original am 16. November 2015; abgerufen am 17. November 2015 (polnisch).
  9. Premier Beata Szydło odwołała ministra finansów. In: Onet.pl. 28. September 2016, abgerufen am 28. September 2016 (polnisch).
  10. Szałamacha w NBP. Były minister finansów został członkiem zarządu. In: money.pl. 7. Oktober 2016, abgerufen am 7. Oktober 2016 (polnisch).
  11. Commendatore dell'Ordine della Stella della solidarietà italiana. In: quirinale.it. 17. August 2006, abgerufen am 17. November 2015 (italienisch).