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Paul Schmitz (* 16. April 1898 in Hamburg; † 6. Februar 1992 in München) war ein deutscher Dirigent.

LebenBearbeiten

Schmitz studierte neben Klavier und Orgel auch Komposition bei Ernst Toch (1887–1964) und lernte bei Wilhelm Furtwängler das Dirigieren.[1] Nach Abschluss seiner Studien war er zunächst als Korrepetitor und Liedbegleiter tätig, spielte aber auch als Pianist in einer Unterhaltungskapelle.[1] 1921 wurde er Kapellmeister in Weimar (siehe auch hier) und später an der Stuttgarter Oper. 1927 wurde er als Erster Staatskapellmeister der Münchner Staatsoper engagiert und folgte dort auf Karl Böhm. 1933 trat er als Nachfolger des aus Deutschland geflohenen Bruno Walter die Stelle als Generalmusikdirektor in Leipzig an; diese behielt er bis 1951.[2] Er folgte dann einem Angebot aus Westdeutschland und arbeitete bis 1963 als Generalmusikdirektor in Kassel, kehrte jedoch nach seiner dortigen Pensionierung zunächst mit Gastspielen und schließlich erneut als Generalmusikdirektor nach Leipzig zurück, wo er 1973 auch seine Karriere beendete.[1]

In seiner frühen Zeit in Leipzig sind eine Reihe von Schellack-Aufnahmen entstanden.[3] 1963 spielte er für Eterna die Oper "Tiefland" von Eugen d`Albert ein.

Paul Schmitz war einer von 15 Dirigenten auf der sog. Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c rundfunkschaetze.de: Paul Schmitz - Der zweimalige Leipziger Generalmusikdirektor
  2. Die Kunst: Bibliographie zur Geschichte der bildenden Kunst, der Musik, der Literatur und des Theaters, Bd. 3 (1964), S. 271.
  3. s. nur Deutscher Rundfunkarchiv (DRA): Ein Einblick in die Schellackplattenproduktion - Musterplatten mit dem Leipziger Gewandhauskammerorchester unter Paul Schmitz