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Paul Podolay, 2007

Paul Viktor Podolay (slowakisch Pavol Podolay; * 30. Mai 1946 in Bratislava, Tschechoslowakei) ist ein slowakisch-deutscher Politiker (AfD, ehemals CSU) und Präsident der Deutsch-Slowakischen Wirtschaftsunion. 2003 wurde er zum Honorarrepräsentanten der Regierung der Region Bratislava im Freistaat Bayern ernannt.[1] Er wurde im Jahr 2017 in den 19. Deutschen Bundestag gewählt.

LebenBearbeiten

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Podolay wuchs in der Tschechoslowakei auf und arbeitete als Medizintechniker am Universitätsklinikum in Bratislava, wo er 1968 an der ersten Herztransplantation im Ostblock mitwirkte. Dabei absolvierte er ein Auslandspraktikum an der ETH Zürich und studierte an der Slowakischen Technischen Universität Bratislava Bauwesen, mit Schwerpunkt Wirtschaft. Später arbeitete er am Institut für Ärztliche Kosmetik in Bratislava.

Er verließ mit seiner Frau und seinen zwei Kindern im Dezember 1982 die Tschechoslowakei und wanderte nach Deutschland aus.[2] Danach war er an der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der Technischen Universität München tätig. An der Hochschule für Politik München studierte Podolay im fortgeschrittenen Alter neun Semester Politikwissenschaften.

Podolay wurde später zum Vorstandsvorsitzenden der Spektrum AG in Prag bestellt und war auch Senior-Partner der Paradigm Capital AG in Grünwald. Er ist Repräsentant der CHECKus Media Group in Deutschland.

Podolay beteiligte sich über 22 Jahre lang an Automobil-Rallyes und Bergrennen. Danach gründete er ein eigenes Team in der internationalen deutschen Formel 3-Meisterschaft.

PolitikBearbeiten

Podolay war lange Jahre in der CSU aktiv, bis er 2015 in die AfD übertrat.[3] Podolay gilt als Eurokritiker. 2012 schloss er sich einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den EU-Fiskalpakt und den Rettungsschirm ESM an. Bei der Europawahl 2014 kandidierte Podolay in der Slowakei als unabhängiger Kandidat der Partei Sloboda a Solidarita.

Bei der Bundestagswahl 2017 trat er für die AfD im Bundestagswahlkreis Erlangen als Direktkandidat an und zog über den 10. Platz der Landesliste Bayern in den 19. Deutschen Bundestag ein.

Podolay will die Zahl benötigter Organspenden durch mehr Prävention senken, da Kliniken seiner Meinung nach auch medizinisch nicht indizierte Transplantationen vornehmen würden. Er sprach sich am 26. Juni 2019 gegen die von der Bundesregierung vorgeschlagene Widerspruchslösung aus.[4]

Im Juni 2019 wurde Podolay von der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag als vierter Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages nominiert, nachdem zuvor drei Kandidaten der AfD bei der Wahl gescheitert waren.[5] Bei der Wahl am 26. September 2019 wurde er nicht gewählt.[6] Auch sein zweiter Versuch, Vizepräsident zu werden, scheiterte am 7. November 2019.[7]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Honorary Representatives. Abgerufen am 17. August 2019.
  2. Christian Bauriedel: Im Porträt: der AfD-Kandidat Paul Podolay. In: inFranken.de. 28. August 2017, abgerufen am 7. Oktober 2017.
  3. Kai Biermann, Astrid Geisler, Christina Holzinger, Paul Middelhoff, Karsten Polke-Majewski: AfD-Fraktion: Rechts bis extrem im Bundestag. In: Zeit Online. 26. September 2017, abgerufen am 25. Juni 2019.
  4. Stenographischer Dienst: Plenarprotokoll 19/106. (PDF) In: Deutscher Bundestag. Stenographischer Dienst, 26. Juni 2019, abgerufen am 27. Juni 2019.
  5. AfD nominiert vierten Kandidaten für Bundestagsvizepräsidentschaft. In: zeit.de. 25. Juni 2019, abgerufen am 30. August 2019.
  6. Auch AfD-Kandidat Podolay scheitert tagesschau.de, abgerufen am 26. September 2019
  7. Vierter Kandidat der AfD scheitert bei Wahl zum Vizepräsidenten. In: spiegel.de. 7. November 2019, abgerufen am 11. November 2019.