Paradise (Lied)

Lied von Coldplay

Paradise ist ein Song der britischen Alternative-Rock-Band Coldplay. Er wurde am 12. September 2011 als zweite Single aus ihrem fünften Studioalbum Mylo Xyloto veröffentlicht. Produziert wurde das Lied von Markus Dravs, Dan Green und Rik Simpson.[1] Am 30. November 2011 wurde der Song für einen Grammy Award in der Kategorie Best Pop / Duo Group Performance nominiert.[2]

Paradise
Coldplay Logo.svg
Veröffentlichung 12. September 2011
Länge 4:38
Genre(s) Alternative Rock, Indie-Rock
Autor(en) Brian Eno, Will Champion, Chris Martin, Guy Berryman, Jonny Buckland
Verlag(e) Parlophone
Album Mylo Xyloto

Paradise erreichte am 1. Januar 2012 die Spitze der britischen Singlecharts[3] und wurde so zum zweiten Nummer-eins-Hit von Coldplay in Großbritannien nach Viva la Vida.

MusikvideoBearbeiten

Das Musikvideo entstand unter der Leitung von Mat Whitecross und spielte in England und Südafrika.[4] Das Video handelt von einem afrikanischen Elefanten (gespielt von Frontmann Chris Martin), der aus einem englischen Zoo flüchtet, um in seine Heimat zurückzukehren. Er fährt mit einem Fahrrad und der London Underground bis zum Flughafen Heathrow. In einem Koffer versteckt, fliegt er in einem Flugzeug nach Südafrika. Dort kaufte er sich mit dem Geld, das er als Straßenmusiker verdient hat, ein Einrad und fährt damit weiter, bis er seine Bandmitglieder Guy Berryman, Johnny Buckland und Will Champion (alle ebenfalls im Elefantenkostüm) trifft. Im Video sieht man die Orte Kapstadt (Luftaufnahme) sowie die Straßen von Johannesburg und dem Johannesburger Stadtteil Braamfontein, wo die Nelson-Mandela-Brücke und eine Reihe von Bahnübergängen zu sehen sind. Am Schluss des Videos sieht man die Bandmitglieder, die Elefantenköpfe tragen, bei einem Konzert in Johannesburg im Soccer City. Nach dem Konzert kehrten sie wieder zurück in die Kalahari-Wüste Südafrikas.[5]

ChartsBearbeiten

ChartsChart­plat­zie­rungen Höchst­platzie­rung Wo­chen
  Deutschland (GfK)[6] 12 (31 Wo.) 31
  Österreich (Ö3)[6] 22 (23 Wo.) 23
  Schweiz (IFPI)[6] 4 (34 Wo.) 34
  Vereinigtes Königreich (OCC)[6] 1 (63 Wo.) 63
  Vereinigte Staaten (Billboard)[6] 15 (32 Wo.) 32

RezeptionBearbeiten

Für die Zeitschrift Rolling Stone ist das Lied ein „bombastischer Track mit Chor und Streichern“ und ein „solider Coldplay-Track“. Die Zeitschrift bemängelt, dass er „Freunde der "alten" Coldplay erneut enttäuschen“ werde und kritisiert den „aufgeblasenen Chor“, die „Streichersümpfe“ und die „wabernde Brian-Eno-Produktion“.[7] Auch Jens Bauszus von Focus Online spricht abwertend von einer „schwülstigen, mit Chorgesängen vollgestopften Single“.[8] Andreas Borcholte vom Nachrichtenmagazin Der Spiegel bezeichnet das Lied als „hymnischen R&B-Beat“.[9] Digital Spy bemerkt, dass die geloopten Hochglanz-Beats und schwirrenden Streicher („looping, hi-gloss beats and swooping strings“) an das Lied Apologize von Timbaland and Ryan Tedder erinnere, wohingegen das Chanting des Refrains und die schleppende „para-para paradise“ Hookline (“chant-along chorus and niggling ‘para-para paradise’ hook sounds”) reif für ein Sampling für eine bald erscheinende Single von Jay-Z wären („ripe for sampling on a not-too-distant Jay-Z single“).[10] CD-Bewertungen lobt, dass „das Lied einen gewissen Zauber“ entfalte und „eben nicht wie alle anderen Lieder“ des Albums Mylo Xyloto klinge.[11]laut.de lobt den Refrain des Liedes: „Para-Para-Paradise schreit geradezu nach ausverkauften und mitsingenden Stadien.“[1]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b laut.de
  2. jukebo.fr@1@2Vorlage:Toter Link/www.jukebo.fr (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. theofficialcharts.com
  4. grammys.radio.com@1@2Vorlage:Toter Link/grammys.radio.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. Coldplay releases SA video. Archiviert vom Original am 14. Mai 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/entertainment.iafrica.com Abgerufen am 5. Dezember 2011.
  6. a b c d e Chartquellen: DE AT CH UK US
  7. rollingstone.de
  8. Plattenkritik: Coldplay – „Mylo Xyloto“: Verfangen im bombastischen Soundbrei
  9. spiegel.de
  10. digitalspy.co.uk
  11. cd-bewertungen.de (Memento des Originals vom 9. Dezember 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cd-bewertungen.de