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Ostgroßefehn

Ort in Ostfriesland, Niedersachsen, Deutschland

Ostgroßefehn ist der jüngste Ortsteil der Gemeinde Großefehn im Landkreis Aurich in Niedersachsen. Die älteren Gemeindeteile sind Westgroßefehn und Mittegroßefehn.

Ostgroßefehn
Gemeinde Großefehn
Koordinaten: 53° 24′ 4″ N, 7° 36′ 13″ O
Höhe: 4 m ü. NN
Fläche: 9,3 km²
Einwohner: 3643 (2014)
Bevölkerungsdichte: 392 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 26629
Vorwahlen: 04943, 04944

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Mit der Besiedlung des heutigen Ostgroßefehns wurde um 1790 begonnen. Die Gemeindegrenze zu Mittegroßefehn bildet im Westen die heutige Bundesstraße 72, im Osten grenzt der Ort an das Stadtgebiet von Wiesmoor.

Inwieken, wie sie bei anderen Fehnsiedlungen üblich sind, wurden in Ostgroßefehn erst sehr spät angelegt. So wurde mit der Anlegung der Rolofswieke um 1885, der Westerwieke um 1890, mit der Louisenwieke um 1895 und die Stelzenwieke um 1933/34 begonnen. Heute gehört nur noch ein Teil der Rolofswieke zum Gemeindegebiet, die anderen Inwieken gehören heute zur Stadt Wiesmoor.

In der Zeit von 1828 bis 1882 gab es eine Glashütte in Ostgroßefehn. Dort wurden Blumentöpfe, Blumenstangen, Gläser und Flaschen für Apotheken, Weinhandlungen, Bierbrauereien und Gastwirtschaften hergestellt. Fensterglas wurde ebenfalls gefertigt. Dieses war allerdings nicht hell genug, so dass die Produktion bald eingestellt wurde.

Im Jahr 1835 wurde anlässlich der 200-Jahr-Feier Großefehns am damaligen Ende des Kanalbettes ein Erdhügel aufgeschüttet, der nach dem damaligen Fehndirektor Arend Hoppe Arendshügel genannt wurde. Arend Hoppe hat die erste Karre mit Erdaushub aufgeschüttet. Heute ist der Hügel ein beliebter Aussichtspunkt für Radwanderer.

Die Ostgroßefehner Kirche wurde am 22. Dezember 1895 eingeweiht.

Am 1. Juli 1972 wurde Ostgroßefehn in die neue Gemeinde Großefehn eingegliedert.[1]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 261.