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Leben und KarriereBearbeiten

Obidah Trice wurde von seiner alleinerziehenden Mutter Eleanor Trice großgezogen. Mit elf Jahren begann er zu rappen, als er eine Karaoke-Maschine geschenkt bekam. Er hatte schon mehrere Underground-Hits wie Respect, My Club, Dope Jobs Homeless oder The Well Known Asshole, bevor er 2000 bei Shady Records unterschrieb.

Als ein Freund von Bizarre, einem Mitglied der Rapgruppe D12, machte er persönliche Bekanntschaft mit Eminem. Diesem gefiel Obies Stil und so überließ er ihm die Eröffnung seines Liedes Without Me auf dem Album The Eminem Show („Obie Trice: Real name, no gimmicks“) und die erste Strophe seines Liedes „Drips“. Die Zeile „Real name, no gimmicks“ wurde zu seinem Slogan (auch der Song Oh! feat. Busta Rhymes fängt mit diesem Satz an). Obie übernahm diesen von seinem Freund und Detroiter Rapper Proof: Zuvor, als Obie Trice (bekannt unter dem Namen „Obie 1“) sich bereits als Battle-Rapper in Detroit einen Namen machen konnte, nahm er an den local bekannten Battles im „Hip-Hop Shop“ teil, die von Proof gehostet wurden. Als dieser den jungen Rapper auf der Bühne der Menge vorstellen wollte und er seinen Namen „Obie 1“ nannte, soll Proof ihn eine Weile angesehen und dann gesagt haben: „Tell me your name. Your real name, no gimmicks.“ Das war schließlich ausschlaggebend für Obie und er nutzte nun seinen richtigen, offiziellen Namen weiterhin als Rap-Name.

Auftritte auf dem offiziellen Shady-Records-Mixtape Invasion von DJ Green Lantern erlaubten Obie seinen Bekanntheitsgrad weiter zu steigern. Kurz vor dem Erscheinen des ersten Invasion-Mixtapes wurde Obie in ein Beef zwischen Eminem und Benzino verwickelt, nachdem Benzino ihn in einem Lied, gerichtet an Eminem und Shady Records, mit der Zeile „Obie Trice / You's a buster“ disste. Als Antwort brachte Obie den Song Welcome to Detroit City auf dem ersten Invasion-Mixtape. Er beteiligte sich auch in dem stark publizierten Beef zwischen 50 Cent und Ja Rule, bekam jedoch nie eine Antwort von Ja Rule.

Sein Debüt-Album Cheers mit seiner ersten Single Got Some Teeth kam am 22. September 2003 heraus. Weitere Singles auf dieser CD sind Don't Come Down und The Set Up. Im ganzen besteht das Album aus 17 Musikstücken von den Produzenten Eminem, Dr. Dre, Timbaland, Mike Elizondo, Emile, Fredwreck und Denaun Porter. Das Album wurde von der RIAA mit Gold ausgezeichnet.

In der Nacht vom 30. Dezember auf den 31. Dezember 2005 war Obie Trice auf einem Highway in seiner Heimatstadt Detroit mit dem Auto unterwegs, als aus einem anderen Fahrzeug heraus zweimal auf ihn geschossen wurde. Eine Kugel drang in seinen Hinterkopf ein. Er konnte den Wagen zur nächsten Ausfahrt steuern. Seine mit im Auto sitzende Freundin hielt ein Polizeiauto an. Trice wurde im Krankenhaus behandelt und wenige Stunden nach dem Vorfall wieder entlassen, ohne dass das Projektil entfernt werden konnte, da die Entfernung lebensgefährlich wäre.[1][2]

2005 begann er an seinem zweiten Album Second Round’s on Me zu arbeiten, dessen Erscheinungstermin ursprünglich für Dezember 2005 angesetzt war. Die Produktion verzögerte sich jedoch immer wieder und so wurde das Album erst Mitte 2006 veröffentlicht. Das Album wurde erneut von Shady Records herausgegeben und weist einige Gastauftritte von Rappern der Detroit-Rap-Szene auf. Obie Trice verließ Shady Records am 30. Juni 2008.[3]

Am 3. April 2012 erschien schließlich sein drittes Studioalbum Bottoms Up über sein eigenes Independent-Label Black Market Entertainment. Das Album erreichte lediglich Platz 130 der US-Charts und konnte nicht mehr an die kommerziellen Erfolge der ersten beiden Tonträger anknüpfen. Obie Trices viertes Soloalbum The Hangover wurde am 7. August 2015 veröffentlicht.

DiskografieBearbeiten

StudioalbenBearbeiten

Jahr Titel Chartplatzierungen[4] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
2003 Cheers
63
(3 Wo.)
300! 36
(6 Wo.)
11
 Gold

(8 Wo.)
5
 Gold

(22 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. September 2003
2006 Second Round’s on Me
300! 300! 31
(3 Wo.)
46
(2 Wo.)
8
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. August 2006
2012 Bottoms Up
300! 300! 300! 300! 130
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. April 2012
2015 The Hangover
300! 300! 300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 7. August 2015

KompilationenBearbeiten

Jahr Titel Chartplatzierungen[4] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
2009 Special Reserve
300! 300! 300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 15. Dezember 2009
2014 Shady XV
8
(5 Wo.)
13
(3 Wo.)
7
(5 Wo.)
5
(16 Wo.)
3
 Gold

(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. November 2014

KollaborationenBearbeiten

Jahr Titel Chartplatzierungen[4] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
2006 Eminem Presents: The Re-Up
15
(10 Wo.)
12
(10 Wo.)
9
 Gold

(13 Wo.)
3
 Gold

(25 Wo.)
2
 Platin

(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Dezember 2006

Singles mit ChartplatzierungenBearbeiten

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[4] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
2003 Got Some Teeth
Cheers
300! 300! 300! 8
(17 Wo.)
54
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. August 2003
2004 The Set Up (You Don’t Know)
Cheers
300! 300! 53
(9 Wo.)
32
(5 Wo.)
73
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. Januar 2004
feat. Nate Dogg
2006 Snitch
Second Round’s on Me
300! 300! 300! 44
(3 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 23. Mai 2006
feat. Akon

StatistikBearbeiten

ChartauswertungBearbeiten

Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
Nummer-eins-Alben
Top-10-Alben 1 2 2 4
Alben in den Charts 3 2 4 4 5
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
Nummer-eins-Singles
Top-10-Singles 1
Singles in den Charts 1 3 2

Auszeichnungen für MusikverkäufeBearbeiten

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/Region   Gold   Platin Ver­käu­fe Quel­len
Schweiz  Schweiz (IFPI) 1 0! P 15.000 hitparade.ch
Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten (RIAA) 2 1 2.000.000 riaa.com
Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich (BPI) 2 0! P 200.000 bpi.co.uk
Insgesamt 5 1

QuellenBearbeiten

  1. Billboard: Rapper Obie Trice Shot In Detroit, 2. Januar 2006 (englisch)
  2. Interview mit Obie Trice über den Angriff auf ihn
  3. ballerstatus.com: Obie Trice Leaves Shady Records (Memento des Originals vom 3. Dezember 2008 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ballerstatus.com (englisch)
  4. a b c d Chartquellen: DE AT CH UK US

WeblinksBearbeiten