Oberkossa

Ortsteil von Starkenberg

Oberkossa ist ein Ortsteil der Gemeinde Starkenberg im Landkreis Altenburger Land in Thüringen.

Oberkossa
Gemeinde Starkenberg
Koordinaten: 50° 57′ 48″ N, 12° 15′ 43″ O
Höhe: 265 m ü. NN
Einwohner: 62 (2016)
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Eingemeindet nach: Kraasa
Postleitzahl: 04617
Vorwahl: 034495
Oberkossa (Thüringen)
Oberkossa

Lage von Oberkossa in Thüringen

LageBearbeiten

Das Dorf liegt nordöstlich von Dobitschen und 2 Kilometer von Starkenberg sowie 15 Kilometer westlich von Altenburg entfernt. Die Gemarkung des Dorfes befindet sich im Altenburger-Zeitzer Lösshügelland am Rande der Leipziger Tieflandsbucht. Im Südosten wird Oberkossa von dem im Güterverkehr betriebenen Reststück der Bahnstrecke Meuselwitz–Ronneburg begrenzt. Dort lag auch der 1972 geschlossene Bahnhof Dobitzschen.

 
Ehemaliger Bahnhof Dobitschen an der Ortsgrenze von Oberkossa

GeschichteBearbeiten

Im Jahr 1190 fand die urkundliche Ersterwähnung des Orts statt.[1] Die Gemeinde geht von 1291 aus. Wie seine Nachbarorte Kraasa und Dobraschütz lag Oberkossa an der Westgrenze des wettinischen Amts Altenburg,[2][3] welches ab dem 16. Jahrhundert aufgrund mehrerer Teilungen im Lauf seines Bestehens unter der Hoheit folgender Ernestinischer Herzogtümer stand: Herzogtum Sachsen (1554 bis 1572), Herzogtum Sachsen-Weimar (1572 bis 1603), Herzogtum Sachsen-Altenburg (1603 bis 1672), Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg (1672 bis 1826). Bei der Neuordnung der Ernestinischen Herzogtümer im Jahr 1826 kam der Ort wiederum zum Herzogtum Sachsen-Altenburg. Nach der Verwaltungsreform im Herzogtum gehörte Oberkossa bezüglich der Verwaltung zum Ostkreis (bis 1900)[4] bzw. zum Landratsamt Altenburg (ab 1900).[5] Juristisch war ab 1879 das Amtsgericht Altenburg und seit 1906 das Amtsgericht Meuselwitz für den Ort zuständig. Das Dorf gehörte ab 1918 zum Freistaat Sachsen-Altenburg, der 1920 im Land Thüringen aufging. 1922 kam es zum Landkreis Altenburg.

Am 1. Juli 1950 wurde Oberkossa gemeinsam mit Dobraschütz nach Kraasa eingemeindet.[6] Bei der zweiten Kreisreform in der DDR wurden 1952 die bestehenden Länder aufgelöst und die Landkreise neu zugeschnitten. Somit kam Oberkossa als Ortsteil der Gemeinde Kraasa mit dem Kreis Altenburg an den Bezirk Leipzig, der seit 1990 als Landkreis Altenburg zu Thüringen gehörte und 1994 im Landkreis Altenburger Land aufging. Am 1. Januar 1957 wurde die Gemeinde Kraasa mit ihren beiden Ortsteilen in die aus dem Kreis Schmölln (Bezirk Leipzig) in den Kreis Altenburg umgegliederte Gemeinde Naundorf eingegliedert.[7] Mit der Eingliederung der Gemeinde Naundorf in die Gemeinde Starkenberg wurde Oberkossa am 1. Dezember 2008 ein Ortsteil der Gemeinde Starkenberg. Im weilerartigen Dorf lebten 2012 insgesamt 54 Einwohner.[8]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 207
  2. Das Amt Altenburg im Buch „Geographie für alle Stände“, ab S. 201
  3. Die Orte des Amts Altenburg ab S.83
  4. Der Ostkreis des Herzogtums Sachsen-Altenburg im Gemeindeverzeichnis 1900
  5. Das Landratsamt Altenburg im Gemeindeverzeichnis 1900
  6. Oberkossa auf gov.genealogy.net
  7. Kraasa auf gov.genealogy.net
  8. Oberkossa auf der Webseite der Gemeinde Starkenberg Abgerufen am 13. Mai 2012

WeblinksBearbeiten

 Commons: Oberkossa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien