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Nationalpark Bernardo O’Higgins

Nationalpark in Chile

Der Nationalpark Bernardo O’Higgins (span. Parque Nacional Bernardo O’Higgins) ist mit ca. 35.000 km² der größte Nationalpark in Chile und liegt in den Anden. Der Park ist nach Bernardo O’Higgins, dem ersten Präsidenten Chiles, benannt.

Nationalpark Bernardo O’Higgins
Gletschergebiet Campo de Hielo Sur
Gletschergebiet Campo de Hielo Sur
Nationalpark Bernardo O’Higgins (Chile)
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Koordinaten: 50° 0′ 0″ S, 74° 0′ 0″ W
Lage: Magallanes und Chilenische Antarktis, Chile
Nächste Stadt: Puerto Natales
Fläche: 35259 km²
Gründung: 1969 Chile
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GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Der Nationalpark liegt zwischen der Región de Aisén und der Región de Magallanes y de la Antártica Chilena im Süden Chiles zwischen dem 48° und 51° 38' südlicher Breite. Er beginnt im Süden über der Isla Evans und reicht bis etwa Villa O’Higgins ca. 400 km nördlich. Die Stadt Puerto Natales liegt etwa 100 km südöstlich. Man reist über den Última Esperanza-Fjord von Puerto Natales und Puerto Toro zu den Gletschern Serrano und Balcemeda. Man trifft oft auf treibende Eisberge in den Fjorden.

Benachbarte Nationalparks rund um den Nationalpark Bernardo O'Higgins sind im Osten der Torres del Paine (Chile, 50 km) und der Los Glaciares (Argentinien) und im Norden der Laguna San Rafael (Chile). Im Nordwesten befindet sich zudem das Alacalufes Reservat, im Südwesten das Katalalixar Reservat.

GletscherBearbeiten

Der Park schließt einen großen Teil des Campo de Hielo Sur-Gletschergebietes ein. Eine der Hauptattraktionen ist der Pío XI-Gletscher, der größte Inlandsgletscher des Campo de Hielo Sur. Mit einer Fläche von 1.265 km² und einer Höhe von bis zu 75 m ist der Pío XI der größte Gletscher der Südhalbkugel außerhalb der Antarktis. Der Gletscher ist in den letzten 50 Jahren etwa 10 km vorgerückt.

NaturBearbeiten

An den Klippen in der Nähe von Punta Barrosa kann man Andenkondore und Adler beobachten. Häufig trifft man auf Mähnenrobben- und große Kormoran-Kolonien.

BesonderheitenBearbeiten

Im Juni 2007 wurde das vorübergehende Verschwinden des erst 1986 entstandenen, etwa 2 ha großen Gletschersees Tempanos im Park vermeldet. Während Ende März 2007 von den Parkwächtern noch keine Veränderungen am See festgestellt wurde, war bei dem nächsten Besuch der Parkwächter nur noch ein etwa 30 m tiefer Krater vorhanden. Der Grund für das Verschwinden des Wassers aus dem Gletschersee ist vermutlich ein Gletscherlauf. Einige Wochen später wurde festgestellt, dass sich der See sehr langsam wieder mit Wasser füllt.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten