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Narziss Sokatscheff

bulgarischer Schauspieler

Narziss Raymond Sokatscheff, auch Narziß Sokatscheff (* 13. Mai 1927 in Warna[1]) ist ein bulgarischstämmiger Schauspieler in Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Sokatscheff hatte Schauspielunterricht bei Hermine Körner erhalten und seine Theaterlaufbahn in Neuss begonnen. 1949 wechselte er ans Neue Theater in Düsseldorf, 1955 an das Theater im Zimmer in Hamburg. Dort spielte Sokatscheff Nebenrollen in modernen Stücken wie Komm wieder, kleine Sheba!. In den 1960er Jahren ging er nach Berlin, wo er unter anderem an den Berliner Kammerspielen auftrat.

Parallel zu seiner Theaterarbeit begann Sokatscheff 1960 zu filmen. Anfangs verpflichtete ihn vor allem Will Tremper. Gleich in seinem Leinwanddebüt, dem Ost-West-Fluchtdrama Flucht nach Berlin, überließ Tremper ihm die Hauptrolle. Dort verkörperte Sokatscheff den Sachsen-Anhaltischen Bauern Hermann Güden, der sich der Zwangskollektivierung entziehen will und, nachdem seine Frau und beider Kind sicher in West-Berlin angekommen sind, mit Hilfe einer Schweizer Modejournalistin auf halsbrecherischer Autobahnfahrt in den Westen zu entkommen versucht. 1963 spielte er abermals in zwei Filmen von Will Tremper: Die endlose Nacht und in Verspätung in Marienborn. Sokatscheffs Filmaufgaben wurden nach seinem Filmdebüt in Flucht nach Berlin sukzessive kleiner, seit Mitte der 1960er Jahre gewann das Fernsehen mehr und mehr an Bedeutung.

Von der optischen Erscheinung südländisch wirkend, besetzte man Sokatscheff oftmals als ausländischen Diplomaten und Offizier, aber auch als Finsterling. Mitte der 1980er Jahre verschwand er aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit.

FilmografieBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Geburtsdatum und -ort laut Filmarchiv Kay Weniger. Andere Quellen benennen nur das Geburtsdatum 12. Mai 1927