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Michael Whitaker

britischer Springreiter
Michael Whitaker
Medaillenspiegel
Michael Whitaker, Paris Eiffel Jumping 2018
Michael Whitaker, Paris Eiffel Jumping 2018

Equestrian pictogram.svg Springreiten

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Olympische Ringe Olympische Spiele
0Silber0 1984 Mannschaft
(mit Overton Amanda)
Weltmeisterschaften
0Silber0 1986 Mannschaft
(mit Warren Point)
0Bronze0 1990 Mannschaft
(mit Mon Santa)
Europameisterschaften
0Gold0 1985 Mannschaft
(mit Warren Point)
0Gold0 1987 Mannschaft
(mit Overton Amanda)
0Silber0 1989 Einzel
(mit Mon Santa)
0Gold0 1989 Mannschaft
(mit Mon Santa)
0Silber0 1991 Mannschaft
(mit Mon Santa)
0Bronze0 1993 Einzel
(mit Midnight Madness)
0Silber0 1993 Mannschaft
(mit Midnight Madness)
0Silber0 1995 Mannschaft
(mit Two Step)
0Bronze0 1997 Mannschaft
(mit Ashley)
0Bronze0 2007 Mannschaft
(mit Portofino 63)
0Gold0 2013 Mannschaft
(mit Viking)
Michael Whitaker mit Viking bei den Vienna Masters 2013

Michael Whitaker (* 17. April 1960) ist ein britischer Springreiter.

Michael Whitaker lebt in Nottingham und betreibt dort einen Turnierstall.

KarriereBearbeiten

Whitaker begann mit sieben Jahren auf Ponys das Reiten, ritt mit 16 das erste Mal internationale Prüfungen und mit 20 Jahren wurde er der jüngste Sieger des berühmten Hickstead Derby.

Im September 1993 übernahm er von seinem Bruder John Whitaker die Führung der Weltrangliste.

Whitaker ist für sein untrügliches Gespür für schwierige Pferde und für seinen ökonomischen Reitstil bekannt. Des Weiteren ist er wohl der Reiter, der zu den Rekord-Teilnehmern bei Europameisterschaften und Weltcup-Springen zählt.

Im Februar 2012 befand er sich auf Rang 24 der Springreiter-Weltrangliste.[1]

PrivatesBearbeiten

Whitaker hat mit Ex-Frau Veronique drei Kinder (Jack, Molly und Katie Jane), lebt inzwischen aber mit seiner neuen Frau Melissa zusammen. Bis Sommer 2010 lebte und trainierte sein Neffe William Whitaker bei ihm, nach einer Meinungsverschiedenheit wechselte in die Shaw Stud Farms in der Nähe von Telford.[2] Michael Whitakers Sohn Jack nahm 2018 an den Olympischen Jugend-Sommerspielen teil.

DopingprobenBearbeiten

2009 wurde Whitaker aufgrund einer positiven Dopingprobe seines Pferdes Tackeray vier Monate lang gesperrt. Es wurde die Substanz Altrenogest nachgewiesen, welche bei Hengsten und Wallachen als Doping eingestuft wird. Whitaker selbst begründete dies damit, dass wahrscheinlich der Futtereimer mit dem seiner Stute Wonami van den Aart verwechselt wurde, wodurch die gefundene Substanz in den Körper von Tackeray gelangte (bei Stuten ist Altrenogest, welches zur Unterdrückung der Rosse führt, lediglich als Medikation klassifiziert, für das Turnier lag eine Genehmigung des Turnierveterinärs zum Einsatz dieses Mittels vor). Bei der Festsetzung der Sperre betrachtete die FEI auch Whitakers makellose Karriere und die Tatsache, dass er bei mehreren Hundert Dopingtests seinen Pferd nie positive Tests vorkamen.[3]

Aufgrund einer Regelung der British Olympic Association wäre er somit für alle nachfolgenden Olympischen Spiele gesperrt gewesen. Hiergegen legte er Widerspruch ein, diesem wurde aufgrund „erheblicher mildernder Umstände“ stattgegeben.[4][5] Somit wäre Whitaker für die Olympischen Spiele 2012 in London startberechtigt gewesen, letztlich war er dort Reservereiter und kam nicht zum Start.[6]

ErfolgeBearbeiten

  • 1984: Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Los Angeles mit Overton Amanda
  • 1985: Team-Goldmedaille bei der Europameisterschaft mit Warren Point
  • 1986: Team-Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft in Aachen mit Warren Point
  • 1987: Team-Goldmedaille bei der Europameisterschaft in St. Gallen mit Overton Amanda
  • 1989: Team-Goldmedaille und Einzel-Silbermedaille bei der Europameisterschaft in Rotterdam mit Mon Santa
  • 1990: Team-Bronze bei den Weltreiterspiele in Stockholm mit Mon Santa
  • 1991: Team-Silbermedaille bei der Europameisterschaft in La Baule mit Mon Santa
  • 1993: Team-Silbermedaille und Einzel-Bronze bei der Europameisterschaft in Gijón mit Midnight Madness
  • 1994: Platz 3, Weltcup-Finale in 's-Hertogenbosch mit MidMadness
  • 1995: Team-Silbermedaille bei der Europameisterschaft in St. Gallen mit Two Step
  • 1997: Team-Bronzemedaille bei der Europameisterschaft in Mannheim mit Ashley
  • 2001: Platz 3, Weltcup-Finale in Gothenburg mit Handel II
  • 2005: Platz 2, Weltcup-Finale in Las Vegas mit Portofino 63
  • 2007: Team-Bronzemedaille bei der Europameisterschaft in Mannheim mit Portofino 63
  • 2012: Platz 1, Großer Preis von Aachen mit Amai
  • 2013: Team-Goldmedaille und 9. Platz im Einzel bei der Europameisterschaft in Hering mit Viking

WeblinksBearbeiten

  Commons: Michael Whitaker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. FEI-Weltranglisten Springreiten
  2. Sporttelegramm vom 19. August 2010 (Memento des Originals vom 26. September 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.horseweb.de, horseweb.de
  3. www.equi-news.de: Michael Whitaker: 4 Monate Dopingsperre, 29. September 2009
  4. www.equi-news.de: Michael Whitaker möglicherweise “out of Olympics forever”, 3. Oktober 2009
  5. www.equi-news.de: Michael Whitaker darf doch wieder bei Olympia starten, 17. März 2010
  6. Großbritannien: Michael Whitaker Reservist für Olympische Spiele (Memento des Originals vom 24. September 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.horseweb.de, 11. Juli 2012