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Merxleben ist ein Ortsteil der Stadt Bad Langensalza im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen.

Merxleben
Wappen von Merxleben
Koordinaten: 51° 7′ 26″ N, 10° 40′ 22″ O
Höhe: 178 m ü. NHN
Fläche: 8,32 km²[1]
Einwohner: 421 (31. Dez. 2015)[2]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1994
Postleitzahl: 99947
Vorwahl: 03603
Karte
Lage von Merxleben in Bad Langensalza
Erntefestwagen der LPG
Erntefestwagen der LPG

GeografieBearbeiten

Merxleben liegt nordöstlich am Stadtrand von Bad Langensalza im Thüringer Becken unweit der Unstrut in einem landwirtschaftlich geprägten Ackerbaugebiet. Es gibt keinen Wald in der intensiv genutzten flachwelligen Landschaft. Das Klima ist mild und niederschlagsarm bei meist grundwassernahen Böden. Der Ort liegt verkehrsmäßig sehr günstig an der B 84 und der B 176.

GeschichteBearbeiten

 
„Merxleben vom Badewäldchen aus“;
Kabinettfotografie Nr. 52 von 1891 von Christian Gottfried Bregazzi

Die urkundliche Ersterwähnung des Ortes fand 780–802 statt.[3] Auf den Feldern um Merxleben fand 1866 die Schlacht bei Langensalza statt. Ein Bruderkrieg zwischen Preußen und Österreich. 1815 kam Merxleben und das kursächsische Amt Langensalza als Ergebnis des Wiener Kongresses zu Preußen. Merxleben gehörte nun von 1816 bis 1944 zum Landkreis Langensalza in der Provinz Sachsen.

1952 wurde am 8. Juni in Merxleben eine Muster-LPG mit 22 Bauern gegründet. 1958 war das Dorf schon vollgenossenschaftlich. Die Bauern unterlagen dann der Entwicklung der Landwirtschaft, wie es in der DDR üblich war. Nach der politischen Wende wurde die LPG aufgelöst. Man fand dann aber sofort neue Formen der Arbeit auf dem Lande. Es wurde Land verpachtet. Bauern richteten mit ihrem Land wieder Betriebe ein oder man arbeitete auf Gemeinschaftsbasis mit anderen Dörfern weiter.

Im Dorf gibt es seit der Wende zwölf Handwerks- und Gewerbebetriebe.[4] 1994 wurde das Dorf in Bad Langensalza eingemeindet. Ende 2015 sind 421 Bürger im Ort wohnhaft.[2]

OrtsteilbürgermeisterBearbeiten

Der Ortsteilbürgermeister von Merxleben ist Jan Edelhäußer.[2]

PersönlichkeitenBearbeiten

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen

  • Johann Rockenthien († 1739), Beamter in der Sekundogenitur Sachsen-Weißenfels, fürstlich-sächsischer Hof- und Landkammerrat, zuletzt Geheimer Rat sowie Oberamtmann zu Langensalza und Erb-, Lehn- und Gerichtsherr in Merxleben
  • Johann Paul Rockenthien († 1752), Beamter in der Sekundogenitur Sachsen-Weißenfels und im Kurfürstentum Sachsen, fürstlich-sächsischer, ab 1746 kurfürstlich-sächsischer Amtmann im Amt Sachsenburg, Erb-, Lehn- und Gerichtsherr in Merxleben, starb in Merxleben
  • Ernst Großmann (1911–1997), Landwirt und erster LPG-Vorsitzender und SED-Funktionär, wohnte nach der Vertreibung aus Böhmen in Merxleben
  • Manfred Jürgen Matschke (* 1943), Ökonom und Professor für Betriebswirtschaftslehre, zuletzt an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, machte seine Lehre zum Landwirt in Merxleben

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gemeinden in Deutschland nach Fläche und Bevölkerung. (XLSX; 1,6 MB) Siehe unter: Thüringen, Nr. 15784. In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, 31. Dezember 1992, abgerufen am 2. November 2019.
  2. a b c Informationen zum Ortsteil Merxleben. In: Webseite der Stadt Bad Langensalza. 31. Dezember 2015, abgerufen am 3. März 2019.
  3. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5. Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 179.
  4. Ingo Bärhold: Geschichte Merxlebens. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.merxleben.de. Archiviert vom Original am 24. August 2017; abgerufen am 3. März 2019.