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Mauren (Liechtenstein)

Gemeinde in Liechtenstein
Mauren
Flagge von Mauren (Liechtenstein)
Fahne
Wappen von Mauren (Liechtenstein)
Wappen
Staat: LiechtensteinLiechtenstein Fürstentum Liechtenstein
Wahlkreis: Unterland
Gemeindenummer: 7008
Kontrollschild: FL
Postleitzahl: 9493
UN/LOCODE: LI MAU
Koordinaten: 759360 / 232002Koordinaten: 47° 13′ 11″ N, 9° 32′ 34″ O; CH1903: 759360 / 232002
Höhe: 472 m ü. M.
Fläche: 7,491 km²
Einwohner: 4360 (30. Juni 2018)[1]
Einwohnerdichte: 582 Einwohner pro km²
Ausländeranteil: 38,1 % (30. Juni 2017)[2]
Website: www.mauren.li
EschenEschenGamprinMaurenRuggellSchellenbergBalzersBalzersBalzersPlankenSchaanSchaanSchaanTriesenTriesenbergTriesenbergVaduzVaduzVaduzVaduzVaduzLage der Gemeinde Mauren (Liechtenstein) im Fürstentum Liechtenstein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Lagekarte von Mauren im Fürstentum Liechtenstein

Mauren (Dialekt: Mura) ist eine Gemeinde im Unterland des Fürstentums Liechtenstein. Zur Gemeinde gehört der Ort Schaanwald.

Inhaltsverzeichnis

NameBearbeiten

Der Name Mauren kommt vom althochdeutschen «Muor», was soviel wie stehendes Gewässer, Moor, Weiher bedeutete. Im 12. Jahrhundert entwickelte sich daraus «Muron».[3]

GeschichteBearbeiten

Auf dem Gemeindegebiet wurden bronzezeitliche Funde gemacht, welche auf eine Besiedlung um 1500 v. Chr. schliessen lassen. Die Römer bauten um 15 vor Christus eine Römerstrasse durch den Schaanwald. In deren Folge wurden um 100 n. Chr. in Schaanwald und um 200 n. Chr. in Mauren römische Gutshöfe errichtet. Ein weiterer Gutshof, der sogar mit einer Badeanlage ausgestattet war, wurde um 200–300 n. Chr. in Schaanwald erbaut. Nach 400 n. Chr. wurden die römischen Siedlungen aufgegeben.

 
Mauren gegen Ende der 1920er-Jahre. Rechts der Kirche das alte, 1980 abgebrochene Schulhaus.

Gegen Ende des 7. Jahrhunderts entstand in Mauren eine christliche Kirche. Der einfache Saalbau hatte noch keine Apsis. Diese entstand erst nach dem Jahre 800. Während dieser Zeit wurden die Toten östlich der Apsis beigesetzt. Im Jahre 1178 wurde Mauren unter dem Namen Muron das erste Mal urkundlich erwähnt, als es in den Besitz des Frauenklosters St. Sebastian in Schänis überging. Um 1200 wurde eine zweite Kirche an der Stelle der ersten erbaut.

Spätestens seit 1305 ist Mauren eine eigenständige Kirchgemeinde und unterstand den Rittern von Schellenberg. 1317 verkaufen sie ihren Besitz an die Grafen von Werdenberg-Heiligenberg. 1382 erhält das Kloster St. Johann in Feldkirch die Pfarrpfründe von Mauren. König Wenzel erklärt am 22. Juli 1396 Schellenberg und damit Mauren für reichsunmittelbar. Um 1500 begann der Totalumbau der Kirche. Die romanische Apsis wurde durch einen gotischen Altarraum ersetzt. Das romanische Kirchenschiff wurde mit grösseren gotischen Fenstern versehen. Dem Turm setzte man im Jahre 1650 eine hölzerne Glockenstube mit einem achteckig gebrochenen Spitzhelm auf. 1507 erwirbt das schwäbische Grafengeschlecht von Sulz Schellenberg und damit Mauren durch Heirat. 1610 gelangen die Pfarrpfründe durch Kauf an das Kloster Weingarten in Oberschwaben. 1613 verkauft der Graf Karl Ludwig von Sulz die Herrschaften Vaduz und Schellenberg für 200.000 Gulden an den Grafen Kaspar von Hohenems. Am 18. Januar 1699 kauft Fürst Johann Adam Andreas von Liechtenstein die Grafschaft Schellenberg für 115.000 Gulden.

WappenBearbeiten

Der Schild ist schräglinks in Schwarz und Gold geteilt. Vorn liegt ein goldener Schlüssel mit dem nach unten zeigenden Bart mit Kreuzeinschnitt nach rechts und ein ebenso gefärbtes Schwert in Form eines Andreaskreuzes.

PolitikBearbeiten

Gemeindewahl
 %
60
50
40
30
20
10
0
54,1 %
(-3,3 %p)
35,0 %
(+3,6 %p)
10,9 %
(-0,3 %p)
2011

2015


Gemeindevorsteher ist Freddy Kaiser (FBP). Der Gemeinderat zählt zehn Sitze: FBP mit fünf, VU mit vier und FL mit einem Sitz.[4]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

BilderBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Mauren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Mauren – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tabellen der Bevölkerungsstatistik. (XLS; 312 kB) 30. Juni 2018. Amt für Statistik (AS), Fürstentum Liechtenstein, abgerufen am 22. Juni 2019.
  2. Bevölkerungsstatistik. (PDF; 913 kB) 30. Juni 2017. Amt für Statistik (AS), Fürstentum Liechtenstein, S. 15, abgerufen am 31. Januar 2018.
  3. Gemeinde Mauren: Zur Geschichte. Abgerufen am 17. März 2019.
  4. Information und Kommunikation der Regierung: Gemeindewahlen Liechtenstein. Abgerufen am 30. Januar 2018.