Hauptmenü öffnen

Mathias Richling

deutscher Kabarettist, Parodist, Autor und Schauspieler
Mathias Richling (2017)
Mathias Richling (2009)

Mathias Richling (* 24. März 1953 in Waiblingen) ist ein deutscher Kabarettist, Parodist, Autor und Schauspieler.

Herkunft, Studium und künstlerisches SchaffenBearbeiten

Mathias Richling wuchs in Endersbach auf und stand schon während seines Studiums von 1972 bis 1981 als Kabarettist auf der Bühne. Richling studierte Geschichte und Literaturwissenschaft und schrieb 1981 seine Magisterarbeit über Karl Valentin. Erste bundesweite Bekanntheit erreichte er durch die von 1989 bis 1990 im Ersten der ARD jeweils nach den Tagesthemen ausgestrahlten fünfminütigen Satiresendung Jetzt schlägt’s Richling. Diese Sendung wurde von konservativer Seite sehr stark kritisiert und nach 16 Folgen aus dem Programm genommen.[1] Im dritten Programm wurde sie bis 1996 fortgesetzt.

Seit 1996 präsentiert Richling die vom SWR produzierte Sendung Zwerch trifft Fell, die sich heute Die Mathias Richling Show nennt. Von 2003 bis 2008 gehörte er zur Stammbesetzung der ARD-Sendung Scheibenwischer. Nach deren Einstellung führte Richling von 2009 bis 2010 durch die Nachfolgesendung Satire Gipfel. Nach Auslaufen seines Vertrags wurde er 2011 von Dieter Nuhr abgelöst.[2]

In seinen mitunter mit hoher Geschwindigkeit vorgetragenen Programmen schlüpft er häufig in die Rollen bekannter Persönlichkeiten, meist in die von (nicht selten weiblichen) Politikern. Dabei karikiert er durch humorvolle und bisweilen bizarre Übertreibung das Nichtssagende und Widersprüchliche ihrer öffentlichen Auftritte und transportiert so, scheinbar beiläufig, teils scharfe inhaltliche Kritik.

ProgrammeBearbeiten

  • 1974: Köpfe u. v. a.
  • 1976: Riesenblödsinn?
  • 1977: Ich bin’s gar nicht
  • 1979: Zuerst mal die Zugaben
  • 1980: Zu uns gesagt mit Günter Verdin
  • 1981: Ich habe nie gesagt
  • 1982: Ich wiederhol’s gerade mal
  • 1983: Daß Fernseh bled macht?
  • 1985: Reden Sie! Jetzt red’ ich!
  • 1987: Wieviel Demokratie ist es bitte?
  • 1989: Was ich noch vergessen wollte...
  • 1990: Jetzt schlägt’s Richling
  • 1994: Wer einmal lügt, dem Richling
  • 1996: Ich muß noch was beRICHLINGen
  • 1999: RICHLING- Das @ntWort
  • 2004: RICHLING WAAAS?!
  • 2006: E=m•Richling²
  • 2010: Der Richling-Code
  • 2013: Deutschland to go
  • 2016: Richling spielt Richling
  • 2018: RICHLING und 2084

Regie bei allen Produktionen führte SWR-Moderator und Autor Günter Verdin.

AuszeichnungenBearbeiten

WerkeBearbeiten

DVDsBearbeiten

BücherBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Doris Rosenstein: Fernseh(schwäbisches) Kabarett. (Mathias Richling). In: Suevica. 7, 1993, Stuttgart 1994 [1995], ISBN 3-88099-311-4, S. 153–192 (Stuttgarter Arbeiten zur Germanistik 307).
  • Mathias Richling: Ich schaue Polit-Talkshows, um den homo politicus im TV und in freier Wildbahn zu beobachten. In: Sascha Michel, Heiko Girnth (Hrsg.): Polit-Talkshows. Bühnen der Macht. Ein Blick hinter die Kulissen. Bouvier, Bonn 2009, ISBN 978-3-416-03280-3, S. 39–42.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Mathias Richling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jetzt schlägt’s Richling auf fernsehserien.de
  2. Nachfolger von Mathias Richling: Dieter Nuhr erklimmt den "Satire Gipfel" Spiegel online, 28. September 2010, abgerufen am 22. Januar 2013