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Martin Aselmann (* 1986 in Ostercappeln[1]) ist ein deutscher Schauspieler.[2][3]

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Martin Aselmann wuchs in Kassel auf.[1] Seine ersten schauspielerischen Versuche machte er beim Schultheater, als er am Premierentag kurzfristig als Goliath für einen erkrankten Mitschüler einsprang.[1] In der 8. Klasse stand er als Sancho Panza auf der Bühne.[1] Von 2007 bis 2011 absolvierte er sein Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ (HfS „Ernst Busch“) in Berlin.[1][3] Während seines Studiums hatte er bereits Auftritte in verschiedenen Produktionen am bat-Studiotheater Berlin.[3]

Von 2011 bis 2015 gehörte er zum Schauspielensemble am Nationaltheater Mannheim.[1] Seine erste Produktion am Nationaltheater Mannheim war die Titelrolle in Georg Schmiedleitners Don Karlos-Inszenierung für die Schillertage 2011.[1] Er arbeitete dort u. a. mit den Regisseuren Cilli Drexel, Lisa Nielebock, Nora Schlocker, Calixto Bieito und Sebastian Schug zusammen. Weitere Hauptrollen hatte er als Orest in Iphigenie auf Tauris (Premiere: Spielzeit 2011/12, Regie: Lisa Nielebock), als Prinz Sigismund in Das Leben ein Traum (Premiere: Spielzeit 2012/13, Regie: Calixto Bieto), als Gerichtsrat Walter in Der zerbrochne Krug (Premiere: Spielzeit 2012/13, Regie: Nora Schlocker), als Robespierre in Dantons Tod (Premiere: Spielzeit 2012/13, Regie: Robert Teufel), als Jim O’Connor in Die Glasmenagerie (Premiere: Spielzeit 2013/14, Regie: Sebastian Schug) und als Benedikt in Viel Lärm um nichts (Premiere: Spielzeit 2014/15, Regie: Sebastian Schug).[4][5][6][7][8][9]

Seit Herbst 2015 arbeitet Aselmann als freiberuflicher Schauspieler. In der Spielzeit 2015/16 gastierte er in der Titelrolle der Orestes-Tragödie von Euripides am Theater Osnabrück.[10]

In der Spielzeit 2017/18 war er für mehrere Produktionen am Staatstheater Nürnberg engagiert. Er spielte den Zuschneider Schürzinger in Kasimir und Karoline (Regie: Georg Schmiedleitner) und war in dem Lustspiel Pension Schöller zu sehen; außerdem war er der Fürst Dimitri Nechljudow in der Tolstoi-Adaption Auferstehung.[11][12][13]

Aselmann stand auch für einige Kino- und TV-Produktionen vor der Kamera. Seit 2016 arbeitet er verstärkt für das Fernsehen. In Sönke Wortmanns Filmkomödie Das Hochzeitsvideo, die im Mai 2012 in die deutschen Kinos kam, spielte er eine der Hauptrollen als Freund des Bräutigams.

In dem TV-Film Liebling, lass die Hühner frei (2017) war er, an der Seite Katja Flint und Axel Milberg als Eltern, der Sohn Kai, der sein Studium aufgegeben hat und sich als „brotloser“ Regisseur und Filmproduzent in Paris durchschlägt.[14][15] Als unzuverlässiger Zeuge und als Kriminaltechniker, der heimlich die Kommissarin unterstützt, absolvierte er zwei Gastauftritte in der ZDF-Krimireihe Marie Brand.

Außerdem hatte er Episodenrollen in den TV-Serien Club der roten Bänder (2017, als Notarzt), Notruf Hafenkante (2018, als psychiatrischer Gutachter), Rentnercops (2018, als tatverdächtiger Biotechniker) und Der Staatsanwalt (2019, als alleinerziehender Familienvater). In der Auftaktfolge der 22. Staffel der Fernsehserie In aller Freundschaft (2019) hatte er eine Episodenhauptrolle als arbeitsloser junger Mann und Sohn einer Patientin, der nach einem Burnout in eine tiefe Depression gerutscht ist.[16]

Martin Aselmann lebt in Köln.[2][3]

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f g JUNGE TALENTE SCHAUSPIELER - MARTIN ASELMANN WILL DAS LEBEN AUF DER BÜHNE SEHEN UND SCHEUT SICH NICHT VOR GROSSEN GESCHICHTEN: "Man muss Risiken eingehen". In: Mannheimer Morgen vom 14. Januar 2014. Abgerufen am 3. Januar 2019.
  2. a b Martin Aselmann bei schauspielervideos.de. Abgerufen am 3. Januar 2019.
  3. a b c d Martin Aselmann. Profil und Vita bei CASTFORWARD. Abgerufen am 3. Januar 2019.
  4. SCHAUSPIEL LISA NIELEBOCK INSZENIERTE GOETHES "IPHIGENIE AUF TAURIS" FÜR DAS NATIONALTHEATER MANNHEIM: Humanität im Labor. In: Mannheimer Morgen vom 26. März 2012. Abgerufen am 3. Januar 2019.
  5. Anmutung eines intriganten Shakespeare-Verwechslungsmärchens. Aufführungskritik. Deutschlandfunk vom 22. September 2012. Abgerufen am 3. Januar 2019.
  6. Im hellen Licht der Stein des Weisen. Aufführungskritik bei Nachtkritik.de vom 23. März 2013. Abgerufen am 3. Januar 2019.
  7. Zoff nach der Firmenübernahme. Aufführungskritik bei Nachtkritik.de vom 17. Juli 2013. Abgerufen am 3. Januar 2019.
  8. SCHAUSPIEL REGISSEUR SEBASTIAN SCHUG INSZENIERT "DIE GLASMENAGERIE" VON TENNESSEE WILLIAMS IM MANNHEIMER NATIONALTHEATER: Ausverkauf der Sehnsüchte. In: Mannheimer Morgen vom 2. November 2013. Abgerufen am 3. Januar 2019.
  9. SCHAUSPIEL SEBASTIAN SCHUG INSZENIERT SHAKESPEARES KOMÖDIE "VIEL LÄRM UM NICHTS" IM MANNHEIMER NATIONALTHEATER: Auf den Irrwegen der Liebe. In: Mannheimer Morgen vom 27. September 2014. Abgerufen am 3. Januar 2019.
  10. PREMIERE IM THEATER OSNABRÜCK: Robert Teufel inszeniert „Orest“ von Euripides. Aufführungskritik. In: Meppener Tagespost vom 13. Februar 2016. Abgerufen am 3. Januar 2019.
  11. Kasimir und Karoline: Lauter Egos und etwas Liebe. Aufführungskritik. Nordbayern.de vom 8. Oktober 2017. Abgerufen am 3. Januar 2019.
  12. "Auferstehung" in Nürnberg. Vorbericht. Nordbayern.de vom 9. Februar 2018. Abgerufen am 3. Januar 2019.
  13. Schwieriges Gutmenschentum. Aufführungskritik. In: Bayerische Staatszeitung vom 16. Februar 2018. Abgerufen am 3. Januar 2019.
  14. Liebling, lass die Hühner frei. Abgerufen am 3. Januar 2019.
  15. Martin Aselmann ist Kai Teuffel. Offizielle Internetpräsenz Das Erste. Abgerufen am 3. Januar 2019.
  16. IaF-Folge 838: Große Kinder, große Sorgen. MDR.de. Abgerufen am 9. Januar 2019.