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Ludwig von Wartensleben

königlich-preußischer Wirklicher Geheimer Rat und Major, Rechtsritter und Ehrenkommendator des Johanniterordens

Ludwig Hermann Alexander Graf von Wartensleben (* 7. Juli 1831 in Berlin; † 1. September 1926 in Rogäsen) war königlich-preußischer Wirklicher Geheimer Rat und Major sowie Rechtsritter und Ehrenkommendator des Johanniterordens.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

 
Rittergut Rogäsen um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Zwischen 1872 und 1901 war von Wartensleben Landrat im Kreis Jerichow II. Er war außerdem Vorsitzender des Provinziallandtages der Provinz Sachsen sowie der sächsischen Provinzialsynode und Beisitzer im Generalsynodalverband. Zwischen 1901 und 1913 war von Wartensleben Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhaus für die Deutschkonservative Partei und seit 1914 Mitglied des Preußischen Herrenhauses.[1]

Er stammt aus dem magdeburgischen Uradelsgeschlecht Graf von Wartensleben und war der Sohn des königlich preußischen Kammerherrn und Generalleutnants Gustav Graf von Wartensleben (1796–1886) und der Elisabeth von Goldbeck und Reinhard (1803–1869). Sein älterer Bruder war der General der Kavallerie Hermann Graf von Wartensleben.

Verheiratet war er seit 1856 mit Mathilde Gräfin von Blumenthal (1837–1891), der Tochter des preußischen Generalleutnants Albert von Blumenthal (1796–1860). Er war Fideikommissherr und war Besitzer des Rittergutes Rogäsen mit dem Gutshaus Rogäsen als Herrensitz und etwa 650 Hektar Land im Fiener Bruch, auf der Karower Platte und im Gränert.

TriviaBearbeiten

1905 ließ Ludwig Graf von Wartensleben auf dem Gutsbesitz an der alten Heerstraße Brandenburg–Magdeburg etwa auf Höhe der historischen Grenze zwischen dem Erzstift Magdeburg und der Mark Brandenburg den Hohenzollernstein, ein Denkmal zu Ehren des Einzuges des ersten brandenburgischen Fürsten aus dem Haus Hohenzollern im Jahr 1412 errichten.

EhrungenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mann, Bernhard (Bearb.): Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus. 1867-1918. Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh und Thomas Kühne. Düsseldorf : Droste Verlag, 1988, S. 403 (Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien : Bd. 3)

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten