Hauptmenü öffnen

Ludwig Bussler

deutscher Musikwissenschaftler

Ludwig Bussler (* 26. November 1838[1]; † 28. Januar 1900[2]) war ein deutscher Musiktheoretiker und Musikwissenschaftler.

Seine musikalische Ausbildung erhielt Bussler bei Eduard Grell, Siegfried Dehn (Theorie) sowie Wilhelm Wieprecht (Instrumentation). Ab 1879 unterrichtete Bussler am Stern’schen Konservatorium in Berlin Musiktheorie, womit er seine zu dieser Zeit bereits fast fünfzehnjährige Lehrtätigkeit fortsetzte; zu seinen Schülern zählte u. a. Bruno Walter. Er verfasste mehrere musikpädagogische und -theoretische Schriften, die bis in die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts u. a. durch Hugo Leichtentritt zahlreiche Nachauflagen erlebten. Durch Übersetzungen ins Englische (John Henry Cornell, Theory and Practice of Musical Form) und Russische (Sergei Iwanowitsch Tanejew, Ucheniye o kanone, Moskau 1929) fanden Busslers theoretische Werke auch über Deutschland hinaus Verbreitung.

SchriftenBearbeiten

  • Musikalische Elementarlehre mit achtundfünfzig Aufgaben für den Unterricht an öffentlichen Lehranstalten und den Selbstunterricht. Berlin 1867
  • Praktische Harmonielehre. Berlin 1876
  • Der strenge Satz. Berlin 1877
  • Musikalische Formenlehre. Berlin 1878
  • Contrapunct und Fuge im freien (modernen) Tonsatz. Berlin 1878
  • Instrumentation und Orchestersatz. Berlin 1879
  • Praktische Musikalische Compositionslehre in Aufgaben. Bd. I-III, Berlin 1878–1880
  • Partiturstudium (Modulationslehre). Berlin 1882

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Charles J. Hall: Chronology of Western Classical Music. Routledge, 2002, ISBN 9780415942164, S. 329. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  2. Obituary: Carl Drechsler Hamilton - The Musical Times and Singing Class Circular Vol. 41, No. 685 (Mar. 1, 1900), pp. 194-195. In: jstor.org. Abgerufen am 30. Dezember 2014.