Li Andersson

finnische Politikerin

Li Sigrid Andersson (* 13. Mai 1987 in Turku) ist eine finnische Politikerin und Vorsitzende der Linksbündnis-Partei. Sie ist außerdem Mitglied des finnischen Parlaments und Stadträtin in Finnlands sechstgrößter Stadt Turku. Auch war sie früher Vorsitzende der Jugendorganisation ihrer Partei. Seit Juni 2019 ist sie Bildungsministerin, zunächst im Kabinett Rinne, anschließend im Kabinett Marin.[1]

Li Andersson (2019)

Li Sigrid Andersson gehört dem finnlandschwedischen Bevölkerungsteil an.[2]

Politische KarriereBearbeiten

In den Parlamentswahlen 2015 wurde Andersson mit der höchsten Anzahl an Stimmen der Region Varsinais-Suomi gewählt (mit 17 Sitzen). In den Kommunalwahlen 2017 wiederum bekam sie die höchsten Stimmen für einen Kandidaten außerhalb der Hauptstadt Helsinki.

Im Februar 2016 gab sie bekannt, für den Vorsitz ihrer Partei kandidieren zu wollen. Bei der Wahl am 6. Juni 2016 erhielt sie 3.913 (61,85 %) Stimmen und gewann die interne Wahl damit. Am 11. Juni 2016 wurde sie auf einem Parteitag des Linksbündnisses in Oulu in ihrem neuen Amt bestätigt.

Politische PositionenBearbeiten

Andersson sieht sich selbst als Marxistin, außerdem setzt sie sich für Visumfreiheit zwischen Russland und Finnland ein. Sie ist zudem der Ansicht, dass Tiere eine Identität haben und setzt sich daher für einen veganen Lebensstil ein. Sie unterstützt die Legalisierung von Cannabis-Konsum.

StimmenanteilBearbeiten

KommunalwahlenBearbeiten

Jahr Stadt Stimmen Ergebnis
2008 Turku 175 Nicht gewählt
2012 Turku 2.422 Gewählt
2017 Turku 6.415 Gewählt

ParlamentswahlenBearbeiten

Jahr Wahlkreis Stimmen Ergebnis
2011 Varsinais-Suomi 2.170 Nicht gewählt
2015 Varsinais-Suomi 15.071 Gewählt

Wahlen zum Europäischen ParlamentBearbeiten

Jahr Wahlkreis Stimmen Ergebnis
2014 Finnland 47.599 Nicht gewählt

[3]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Antti Rinne appointed as Finland's new PM. Abgerufen am 6. Juni 2019 (englisch).
  2. Maria Gestrin-Hagner: Årets finlandssvensk Li Andersson skrattade högt då hon nåddes av beskedet. 6. November 2017, abgerufen am 15. April 2019 (schwedisch).
  3. Electoral information service Abgerufen am 14. Oktober 2018.