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Lessinggymnasium Braunschweig-Wenden

Schule in Deutschland

Das Lessinggymnasium Braunschweig-Wenden ist ein allgemeinbildendes Gymnasium im nördlich gelegenen Braunschweiger Stadtteil Wenden. Zurzeit werden dort etwa 1000 Schüler von rund 100 Lehrkräften unterrichtet.

Lessinggymnasium
Lessinggymnasium Braunschweig
Schulform Gymnasium
Adresse

Heideblick 20
38110 Braunschweig

Ort Braunschweig
Land Niedersachsen
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 19′ 38″ N, 10° 30′ 29″ OKoordinaten: 52° 19′ 38″ N, 10° 30′ 29″ O
Träger Stadt Braunschweig
Schüler etwa 1000
Lehrkräfte etwa 100
Leitung Matthias Schröder
Website www.lessinggymnasium.de

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Die Schule wurde 1923 an der Leopoldstraße als Aufbauschule für den zweiten Bildungsweg gegründet und erhielt sechs Jahre später zum 200. Todestag von Gotthold Ephraim Lessings den Namen des Dichters. 30 Jahre später wurde der jetzige Standort in Wenden als Außenstelle des Lessinggymnasiums gebaut. Wenige Jahre später wurde getauscht; der Standort in Leopoldstraße 20 wurde zur Außenstelle des Neubaus in Wenden. Am 1. August 2008 kam der ursprüngliche Standort in der Leopoldstraße zum Gymnasium Kleine Burg. Gründe hierfür lagen vor allem in der großen Entfernung zwischen dem Lessinggymnasium in Wenden und der zwölf Kilometer entfernten Außenstelle; Die Kleine Burg liegt nur zehn Gehminuten von der Leopoldstraße entfernt. Einige Lehrer der Kleinen Burg unterrichteten schon zuvor in der Leopoldstraße.[1]

StrukturenBearbeiten

Die erste Fremdsprache ist Englisch, als zweite Fremdsprache werden Französisch, Spanisch und Latein angeboten. Vom 5. Jahrgang an gibt es neben dem Unterricht zahlreiche besondere Angebote: Methodenschulungen („Lernen lernen“) und Schnupperkurse, Soziales Lernen mit „Lions-Quest“, Computerkurs, Förderunterrichte in allen Hauptfächern und Vertretungsstunden in den Jahrgängen 5–9. In den Jahrgängen 7–10 werden drei Schulprofile angeboten: Es gibt naturwissenschaftliche, künstlerisch-kulturelle und bilinguale Neigungsklassen. Bis zum Abitur können auch Informatik und Darstellendes Spiel als Unterrichtsfächer gewählt werden.

Mediale AufmerksamkeitBearbeiten

Bundesweit bekannt wurde das Gymnasium 2009 auf Grund seines stark renovierungsbedürftigen Zustands. So verweigerte die Stadt Braunschweig trotz der Proteste von Eltern, Schülern, Lehrern und Schulleitung die dringend erforderlichen Gelder zur Sanierung der Schule. Die NDR-Satiresendung Extra 3 widmete der Schule daraufhin die ersten drei Plätze in der Kategorie „Die schlimmsten Schulen des Nordens“; der Fernsehsender RTL bezeichnete sie in einem Beitrag als „Schrottschule“.[2]

Indes ist das Lessinggymnasium längst keine „Schrottschule“ mehr: Das Dach ist inzwischen abgedichtet, die Toiletten sind saniert, ebenso alle Klassen- und Fachräume für Biologie, Chemie und Physik, in denen interaktive Whiteboards installiert wurden. Es gibt zwei Computerräume und eine große Mediathek, in der die Jahrgänge 10–12 arbeiten und ihre Freizeit verbringen können.

Der Ausbau zur Offenen Ganztagsschule wurde abgeschlossen: Das Lessinggymnasium hat eine Mensa mit ausreichender Kapazität, eine Aula und einen angemessenen Freizeitbereich mit verschiedenen Spielgeräten im Innen- und Außenbereich. Der Ganztagsbetrieb hat im Schuljahr 2012/13 begonnen; die Teilnahme ist freiwillig. Im Außenbereich finden sich neben großzügigen Grünflächen das Grüne Klassenzimmer, ein Schulgarten mit Teich, zwei Beachvolleyballfelder und eine Discgolf-Anlage mit sieben Körben.

Bekannte Schülerinnen und SchülerBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dieter Schäfer: Lessing-Gymnasium verliert 300 Schüler. In: Braunschweiger Zeitung. 4. Juli 2007, abgerufen am 7. März 2017.
  2. Birger Menke: Sanierungsstau extrem: Wie eine Schrottschule mit Schimmel Politik macht. In: Spiegel Online. 10. November 2009, abgerufen am 7. März 2017.